Keine Frau im Redwitzer Schützenkönigshaus

REDWITZ

Keine Frau im Redwitzer Schützenkönigshaus

„Diesmal haben es die Männer unter sich ausgemacht“, schickte Schützenmeister Reinhold Göhl der Königsproklamation im Festzelt voraus. Diese war zugleich der Schlussakt eines abwechslungsreichen Sonntags, an dem Tradition und geselliges Miteinander gelebt wurde.

Am Abend war das Zelt zur Königsproklamation noch einmal gut gefüllt. Bei einem kleinen Rückblick stellte Göhl vorab fest, dass in diesem Jahr alles ein wenig anders gewesen sei, und nahm damit Bezug auf den veränderten Festablauf. Doch habe das Redwitzer Schützenfest nichts an seiner Popularität verloren. Der Dank galt den zahlreichen Helfern für die Arbeitseinsätze. Ohne sie wäre dieses Fest nicht realisierbar. Seinen weiteren Dank richtete er an die Ortsvereine. „Nur gemeinsam kann man Großes erreichen“, stellte er heraus.

Das Schießprogramm wurde von den Gastschützen sehr gut angenommen, freute er sich. „Ihr seid alle gekommen, um das neue Königshaus kennenzulernen“, leitete er in die Proklamation über. 30 Schützen hatten sich zum Königsschuss angemeldet.

Schützenmeister Reinhold Göhl krönt sich selbst

Zum dritten Mal wurde bei Damen und Herren nur ein König ausgeschossen, informierte Göhl die Besucher. Nun wurde dem vergangenen Schützenkönig Siegfried Bärnreuther die Kette abgenommen. Als neuen Schützenkönig proklamierte der Schützenmeister sich selbst. Damit habe er selbst nicht gerechnet, gestand er ein. Vor allem, da er in der jüngsten Zeit viel zu tun gehabt hatte.

Ihm zur Seite steht mit Werner Kluge als 1. Ritter ein Schütze, der schon mehrmals versucht hatte, den Königstitel zu erreichen. Letztlich fehlten immer ein paar Teiler beziehungsweise hundertstel Millimeter für die ersten Plätze.

2. Ritter ist Reinhard Mohr. Er sei bei den Senioren für seine Treffsicherheit bekannt. In den vergangenen Jahren war er immer auf den vorderen Plätzen platziert. 2017 war er Schützenkönig.

Frühschoppen und Familiennachmittag

Der Montag nahm seinen Auftakt am Vormittag mit einem Frühschoppen. Dieser vollzieht sich alljährlich in geselliger Runde. Neben den Ortsbewohnern fanden sich zahlreiche auswärtige Gäste ein. Viele Betriebe und Geschäfte nutzten die Möglichkeit einer gemeinsamen Mittagspause mit ihren Beschäftigten.

Der Nachmittag lockte als „Familientag“ mit verbilligten Preisen. Dabei standen die Kinder im Mittelpunkt. All die Fahrgeschäfte und Verkaufsbuden waren Anlaufpunkte für das noch nicht ausgegebene Schützenfestgeld. Bis zum Abend blieben Festplatz und Festzelt für die Besucher geöffnet, bevor Ruhe einkehrte. Nun ist das Schützenfest 2019 schon wieder Geschichte.