MICHELAU

Von Gipsengeln und einer spannenden Kirchenrallye

Von Gipsengel und einer spannenden Kirchenrallye
Hoch hinauf ging es bei der Besichtigung des Kirchturms. Foto: Gerda Völk

Charlotte und Louise stehen am Altar, ihre Köpfe sind in ein Kirchen-Quiz vertieft. Unter dem Motto „Wä waß denn so wos vo unrä Michlaarä Kärring?“ müssen 29 Fragen rund um die Johanniskirche in Michelau beantwortet werden. Mit dem Festgottesdienst am Sonntagvormittag mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und einem spannenden Nachmittagsprogramm endete die Festwoche zum Jubiläum 200 Jahre Johanniskirche.

Charlotte und Louise gehen mit System vor. „Erst werden die Fragen unten beantwortet, dann die auf der Empore“. Einige der Fragen haben es in sich. Leichte Schwierigkeiten bereitet den beiden Mädchen die Frage nach dem Namen der ersten Kapelle, die an Stelle der heutigen Kirche stand. Dazu können sie entweder jemanden Fragen, oder sich Rat in der am Eingang der Kirche ausliegenden Chronik holen.

137 Stufen gilt es zu zählen

Andere Aufgaben sind einfach abzulaufen. Beispielsweise wie viele Außentüren (drei) die Kirche hat, und wie viele weiße Gipsengel (28) das Deckenfries zieren.

Von Gipsengel und einer spannenden Kirchenrallye
Mit fröhlichen Liedern erfreute der Spatzen-, Kinder- und Jugendchor des Dekanats.

„Zähle die Stufen in und zur Kirche hinein“, lautete eine weitere Frage. Bei den 137 Stufen waren die im Kirchturm noch gar nicht mitgezählt. Im Normalfall sind diese auch nicht betretbar. Am Sonntagnachmittag stand beim „Blick hinter die Kulissen“ auch eine Führung des Kirchturms und der Sakristei sowie zur Orgel auf dem Programm.

Elena Repp und Judith Stadler-Popp hatten viel Interessantes bei der Kirchturmführung zu berichten. Zum vereinbarten Treffpunkt hatten sich zahlreiche Erwachsene und Kinder eingefunden. Manch einer war erstaunt über die Größe des Sterns, der in der Advents- und Weihnachtszeit den Kirchturm der Johanniskirche von außen ziert.

Von Gipsengel und einer spannenden Kirchenrallye
Die großen Holzspiele auf der Spielstraße wurden gerne angenommen.

Der große Kronleuchter, übrigens auch eine Frage der Kirchenralley, hat seine Verankerung an einen der großen Deckenbalken im Dachgeschoß der Kirche. Fünf Glocken hängen im Kirchturm, bei den Großen war allerdings Schluss. Noch höher hinauf wäre zu gefährlich gewesen. Der Kirchturm war nicht der einzige spannende Einblick an diesem Nachmittag. In der Sakristei zeigt Mesner Michael Fischer die liturgischen Gerätschaften, die zum Gottesdienst benötigt werden. Von ihm ist auch zu erfahren, dass die Schale und der Kelch auf dem Taufstein erst kürzlich neu vergoldet wurde. Eine Konfirmandenspende aus dem vergangenem Jahr.

Informative und kurzweilige Erläuterungen

Ausgesprochen Informativ und Kurzweilig waren die Erläuterungen von Jakob Holland zur Orgel. Mit ihren 1048 Pfeifen lassen sich eine Vielfalt von Klangfarben erzeugen.

Von Gipsengel und einer spannenden Kirchenrallye
Besucherin Barbara Backert beim Spielen auf der Orgel. Foto: Gerda Völk

„Die Leute waren sehr interessiert und haben sich gefreut etwas über ihre Kirche zu erfahren“, lautet das Fazit eines Kirchenführers.

Am Nachmittag warteten noch weitere Angebote auf die zahlreichen Besucher. Gerne angenommen wurden die großen Holzspiele auf der Spielstraße und das Bastelangebot der Kitas der Kirchengemeinde. Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt der Kinder und Jugendlichen des Spatzenchors vor dem Dekanatsgebäude unter der Leitung hat Judith Stadler-Popp.

Von Gipsengel und einer spannenden Kirchenrallye
Erst werden die Fragen beantwortet, dann geht es hinauf auf die Empore. Foto: Gerda Völk

Schlagworte