HOCHSTADT

Drei Varianten fürs Hochstadter Feuerwehrgerätehaus

Drei Varianten fürs Hochstadter Feuerwehrgerätehaus
Im Gemeinderat wurden verschiedene Machbarkeitsstudien für den zweiten Bauabschnitt des Feuerwehrgerätehauses vorgestellt. Eine der Studien beinhaltet den Abriss des Wohnhauses rechts. Foto: Werner Hauber

Am Dienstag wurden dem Gemeinderat Machbarkeitsstudien für den zweiten Bauabschnitt des Feuerwehrgerätehauses vorgestellt. Ausgearbeitet wurden diese von der Ingenieurgesellschaft „Struktur Design“ aus Lichtenfels.

Einer der Geschäftsführer der Gesellschaft, Bernd Gierlich, und sein Mitarbeiter André Rösch stellten die Studien dem Gremium vor. Einleitend erwähnte Erster Bürgermeister Thomas Kneipp, dass bei der Einweihung des ersten Bauabschnitts im Jahr 2004 zwar schon die Pläne für den zweiten Bauabschnitt bestanden hätten. Da sich aber die Feuerwehr selbst sowie die Anforderungen in den vergangenen Jahren stark verändert hätten, sollten die damals schon genehmigten Pläne so nicht mehr realisiert werden.

Ehemaliger Bauhof in sehr solidem Zustand

Nachdem Bernd Gierlich das Tätigkeitsfeld seines Büros vorgestellt hatte, ging André Rösch auf die ausgearbeiteten Machbarkeitsstudien ein. Zunächst aber erwähnte er, dass der ehemalige Bauhof vom Zustand her sehr solide sei und daher kein Grund für einen Abriss und anschließenden Neubau bestehe. Man hätte versucht, das geforderte Raumprogramm im bestehenden Gebäude einzuplanen.

In der Variante 1 würde demnach nur das alte Bauhofgebäude auf zwei Geschossen genutzt, um die entsprechenden Räumlichkeiten unterzubringen. Der bestehende Raum sei zwar um etwa 30 Quadratmeter zu klein, was man aber mit Kompromissen und kleinen Abstrichen durchaus kompensieren könnte. Im Untergeschoss würden Lagerräume, Technik, Umkleiden, Duschen und Toiletten Platz finden und das Obergeschoss wäre für Schulungsraum, Küche und Büro denkbar. Die Kosten hierfür würden sich auf geschätzte 504 000 Euro belaufen.

Kleiner Anbau rechts am Feuerwehrhaus

Die Variante 1a ist bis dahingehend mit Variante 1 identisch. Es käme jedoch noch ein kleiner Anbau rechts am Feuerwehrhaus in Betracht, mit dem die fehlenden 30 Quadratmeter ausgeglichen werden könnten. Geschätzte Gesamtkosten 580 000 Euro.

Die Variante 2 hingegen erfordere größere Maßnahmen. Das in die Jahre gekommene Wohnhaus rechts neben dem Feuerwehrhaus müsste abgerissen werden. Im Gegenzug könnten im Obergeschoss des alten Bauhofes drei Mietwohnungen Platz finden.

Baukosten könnten in nächsten Jahren immens steigen

Im Untergeschoss könnte neben Lagerräumen und Technik ein zusätzlicher Fahrzeugstellplatz entstehen. An den Platz des abgerissenen Hauses käme ein großer, zweistöckiger Anbau, direkt am Feuerwehrhaus. Hierin würden im Untergeschoss Duschen, Umkleiden, Toiletten, eine Küche und eventuell ein Kühlraum sowie im Obergeschoss ein Schulungsraum und ein Büro Platz finden. Die geschätzten Kosten für die Variante 2 bezifferte Rösch auf 850 000 Euro. Abschließend fragte der Bürgermeister nach, ob es sinnvoll wäre, diesen Bauabschnitt aus Kostengründen in zwei Abschnitte einzuteilen. Bernd Gierlich antwortete, dass dies durchaus machbar sei, gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass die Baukosten in den nächsten Jahren immens steigen werden. „Wir werden nun über die einzelnen Varianten erst einmal nachdenken und in den Gremien sowie auch in der Führungsriege der Feuerwehr darüber diskutieren, um eine für alle vertretbare Lösung zu finden“, sagte Kneipp abschließend.

Einem Bauantrag zur Nutzungsänderung und Umbau eines Kälberstalls in eine Käserei in Thelitz erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen.

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