MICHELAU

Firmenleitung Smia: „Möglichst wenige betriebsbedingte Kündigungen“

Michelauer Automobilzulieferer Smia entlässt 140 Mitarbeiter
Smia ist das mitarbeiterstärkste Unternehmen der Gemeinde Michelau und einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Lichtenfels. Foto: Till Mayer

Am Donnerstagnnachmittag nahm auch die Betriebsleitung von Smia Stellung zu den Mitarbeitergesprächen und den Kündigungen. „Der in Michelau ansässige Automobilzulieferer Samvardhana Motherson Innovative Autosystems B.V. & Co. KG plant ab Juni 2019 einen Stellenabbau im indirekten Bereich“, bestätigt die Firma auf Anfrage dieser Redaktion.

Insolvenz wirkt nach

„Gründe für den Abbau sind die erheblich eingetrübten Marktbedingungen mit deutlich reduzierten Kundenabrufen gegenüber der Planung und der Verlust von einigen wichtigen Folgeaufträgen im Rahmen der zurückliegenden Insolvenz.“ Den Insolvenzantrag hatte die Vorgängerfirma „Scherer & Trier“ am 10. März 2014 gestellt. Damals sollte das Unternehmen über das Insolvenzverfahren saniert werden. Knapp ein Jahr danach wurde der deutsche Autozulieferer von der indischen Samvardhana-Motherson-Gruppe gekauft.

Weiter heißt es: „Außerdem sind in verschiedenen Bereichen Restrukturierungen notwendig, um das Unternehmen zur Sicherung der verbleibenden Arbeitsplätze für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen.“

Natürliche Fluktuation nutzen

Mit Betriebsrat und Gewerkschaft sei in den vergangenen Wochen ein Interessenausgleich und ein Sozialplan verhandelt worden. „Unter anderem wurde die Gründung einer Transfergesellschaft vereinbart, die die betroffenen Beschäftigten unterstützen soll, kurzfristig wieder eine Anschlussbeschäftigung zu finden.“ Um den Personalabbau sozialverträglich zu gestalten und die Anzahl der betriebsbedingten Kündigungen so gering wie möglich zu halten, werde Smia auch die natürliche Fluktuation nutzen, Vorruhestandsangebote machen und offene Stellen im Konzern anbieten.

100 aus der Stammbelegschaft

„Insgesamt werden rund 100 Beschäftigte von der Abbaumaßnahme betroffen sein und damit unter den Sozialplan fallen.“ Die Leih- und Zeitarbeiter sind da nicht eingerechnet. (mdr)

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