WEIDHAUSEN

Auch nach 100 Jahren ist der „Adler“ im Höhenflug

Auch nach 100 Jahren ist der „Adler“ im Höhenflug
Die Verbände gratulierten mit Ehrenurkunden (v. li.): Schirmherr Bürgermeister Markus Mönch, BFV-Bezirksvorsitzender Thomas Unger, BFV-Kreisspielleiter Egon Grünbeck, Adler-Vorsitzender Thomas Eckstein, BLSV-Bezirksvorsitzende Monika Engelhardt und BLSV-Kreisvorsitzender Jürgen R... Foto: Alexandra Kemnitzer

Mit vielen Gästen und Ehrengästen feierten die Mitglieder des FC Adler Weidhausen das 100-jährige Bestehen im Saal des Vereinslokals „Braunes Ross“. Mit Videobotschaften, unter anderem vom Präsidenten des Bayerischen Fußball-Verbandes, Dr. Rainer Koch, sowie eines Bilderquerschnitts durch die Jahrzehnte, Sketcheinlagen, Grußworten und Musik vom Duo „Fast & Slow“ wurde der Festabend abgerundet.

„Wir sind schuldenfrei und haben eine Anlage, die im Top-Zustand ist“, erklärte Vorsitzender Thomas Eckstein. Er freute sich, dass sowohl im Tischtennis, als auch im Fußball die sportlichen Erfolge vorhanden sind. Ungeschlagen hat die erste Fußballmannschaft vor Saisonende als Meister den Aufstieg perfekt gemacht und spielt in der neuen Saison in der Kreisliga. Damit wurde das Ziel zum Jubiläum erreicht. Auch die „Zweite“ habe Optionen in die nächste Spielklasse aufzurücken. Bestens sei der Verein in der Jugendarbeit und den engagierten Mitgliedern aufgestellt. Die Tischtennisabteilung rangiert bei der Nachwuchsarbeit bayernweit auf dem dritten Platz und steht bis auf bayerischer Ebene im Spielbetrieb. Etabliert habe sich die moderne Vereinsverwaltung, in die viele Mitglieder eingebunden werden. Aus der Chronik war weiter zu erfahren, dass der Verein in den 100 Jahren bisher von 20 Vorsitzenden geführt wurde.

Auch Bürgermeister Mönch hat einst für den FC Adler gekickt

Auch nach 100 Jahren ist der „Adler“ im Höhenflug
Bürgermeister Markus Mönch (re.) übergab das Plakat der Sportplatzeinweihung aus dem Jahr 1979 an Vorsitzenden Thomas Ec...

Bürgermeister Markus Mönch dankte für die übertragene Schirmherrschaft, überreichte namens der Gemeinde ein Geldpräsent und gratulierte zum Aufstieg. Er selbst schnürte erstmals im Alter von sieben Jahren für den „Adler“ die Fußballstiefel und hatte1981 als rechter Flügelspieler seinen ersten Einsatz auf dem vereinseigenen Platz. „Mein Herz schlägt schwarz/gelb“, versicherte er und bezeichnete den Verein als Institution. Für seine mehr als 400 Mitglieder halte der FC Adler mit seinen Sportstätten die beste Infrastruktur vor und habe sich einen sehr guten Namen gemacht.

Im Verlauf der 100-jährigen Geschichte stellten sich Erfolge und Misserfolge ein. Stellvertretend nannte Mönch die Fußballabteilung: „Hier war zwischen Kreisklasse und Landesliga alles dabei.“ Auch wenn sich die Zeiten im Hinblick auf Werte und dem Vereinswesen wandeln, lohne es sich die Treue zu halten und sich einzubringen, um die Vereinsphilosophie aus Respekt vor den Gründern weiter am Leben zu erhalten.

Vereinskultur bereichert die ganze Gemeinde

Markus Mönch betonte, dass die Gemeinde reich an Vereinskultur sei, von ihr lebe und sie deshalb die Vereine unterstütze. Er lobte die unkomplizierte Zusammenarbeit, die meist auf dem kurzen Dienstweg erfolgt. Der Schirmherr ermutigte alle, an Bewährtem festzuhalten, aber auch neue Wege zu gehen und den Verein in Ehren zuhalten. Mönch ist zuversichtlich, dass der „Adler“ auch weiterhin fliegt und überreichte ein gerahmtes Plakat der Sportplatzeinweihung von 1979 für das Sportheim.

Dickes Lob von Kreisspielleiter Egon Grünbeck

„Den Sportverein von morgen frühzeitig in den Blick zu nehmen, ist ein überzeugendes Gütesiegel für einen Traditionsverein wie den FC Adler“, sagte BFV-Kreisspielleiter Egon Grünbeck. Er spielte selbst einige Jahre für den Verein und freute sich mit den Mitgliedern über den gelungenen Aufstieg im Jubiläumsjahr. Mit dem wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Der „Adler“ gehört seiner Meinung nach zu den Vereinen, die mehr sind, als sportlicher Ort sportlicher Erfolge. Diesen Verdienst führt er auf die engagierte Mitarbeit zurück.

BFV-Bezirksvorsitzender Thomas Unger dankte insbesondere den Funktionären für ihre Arbeit und schloss auch die Lebenspartner mit ein, die mit unterstützen und oft für den Einsatz zum Wohle des Vereins zurückstecken. Er erinnerte an das Gründungsjahr 1919, das von wichtigen Ereignissen geprägt war. So kann heuer nicht nur das 100-jährige Bestehen des FC Adler, sondern auch 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland gefeiert werden.

Die beiden BFV-Vertreter gratulierten mit der BFV-Urkunde, Spielbällen sowie 500 Euro des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der DFB-Plakette.

Die Bezirksvorsitzende des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), Monika Engelhardt, zollte Respekt und Anerkennung. „Der FC Adler ist legendär und über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt“, bilanzierte die Bezirksvorsitzende und übergab die BLSV-Urkunde.

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