REDWITZ

Konfirmation in Redwitz: Die Bibel muss aufs Handy

15 Jugendliche feierten mit farrer Daniel Steffen Schwarz ihre Konfirmation. Foto: Ulrike Klein

In die bis auf den letzten Platz besetzte und schön geschmückte Sankt Ägidius-Kirche zogen am Sonntag 15 Jugendliche ein, um von ihrem Pfarrer Daniel Steffen Schwarz konfirmiert zu werden. Der Chor „Route 16-60“ bereicherte die Konfirmation mit ausgewählten Gospelsongs.

Die Konfirmanden erlebten einen sehr musikalischen Gottesdienst, in welchem Pfarrer Schwarz in seiner Predigt auf das Bibelwort „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ einging. Neudeutsch ausgedrückt, so der Geistliche, sei es wichtig an Jesus „dranzubleiben“.

Sie hätten während der Konfirmandenzeit viel über den Glauben gehört und auch Gemeinschaft erlebt. Mit dem eigenen Bekenntnis zu Jesus und zum Glauben bei der Konfirmation beginne nun der eigene Weg als mündiger Christ.

Weiter führte er an, dass es wichtig ist in der Bibel zu lesen. Um Jesus weiter kennenzulernen sei es unentbehrlich sich mit ihm zu beschäftigen. Dies könne in der heutigen modernen Zeit auf vielfältige Weise geschehen. So ist es möglich, sich die Lösungen täglich aufs Handy senden zu lassen und dadurch einen Impuls zu erhalten. Zum Schluss betonte er auch die Wichtigkeit des Gebets, dem Gespräch mit Gott. Er sei 24 Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche ansprechbar. Dank, Kummer, Sorgen – alles kann vor Gott ausgesprochen werden.

Das Lernen ist geschafft

Im Anschluss traten die Konfirmanden vor den Altar, erhielten ihren Konfirmationsspruch und wurden eingesegnet. Nach der Feier des Abendmahls richtete Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes Michaela Brief Worte an die Konfirmanden. Der Mittwochnachmittag sei nun wieder zur freien Verfügung, da kein Konfirmandenunterricht mehr stattfinde. Das Lernen sei geschafft. Aber gerade aus Gesprächen mit älteren Menschen erfahre sie immer wieder, welchen Schatz es für diese darstelle, auf auswendig gelernte Gebete und Bibeltexte in schwierigen Lebenssituationen zurückgreifen zu können, wenn eigene Worte fehlen. Auch sie lud die Jugendlichen herzlich ein, weiterhin mit der Gemeinde und Gott im Kontakt zu bleiben.

Nach dem Schlusslied des Chores verabschiedete Pfarrer Schwarz die Gemeinde mit dem Segen Gottes und wünschte den Konfirmanden mit ihren Familien einen schönen Festtag.

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