MARKTGRAITZ

Gemeinde Marktgraitz will Fördermöglichkeiten besser ausloten

Gemeinde Marktgraitz will Fördermöglichkeiten besser ausloten
Nach der Renovierung des Feuerwehrhauses wurde nun die Anschaffung neuer Geräte bewilligt. Foto: Roland Dietz

Viele Dörfer stehen vor der Frage, wie Leerstände minimiert werden können. Im Gemeinderat informierte dazu Baudirektor Friedrich Bihler vom Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken. Er zeigte Möglichkeiten zur Strukturverbesserung unter dem Titel „Innen statt Außen“ auf. Den Zweckflächenverbrauch (Entsiegelung befestigter Flächen) mindern und die Ortskerne stärken ist der Sinn dieses Projektes.

Siedlungseinheiten wie Marktgraitz, die unter 2000 Einwohner haben, können hierfür durch Förderprogramme unterstützt werden. Dazu ist ein förmliches Dorferneuerungsverfahren nötig. Gefördert werden Gebäudeinstandsetzungen, Ersatzneubauten, Abrisse falls nicht denkmalgeschützt, Planungen, Konzepte und Beratungen. Aber auch die Modernisierung und Instandsetzung von privaten Baudenkmälern und das Ortsbild prägende Gebäuden. Die Bezuschussung der Maßnahmen von „Innen statt Außen“ hängt auch von der Finanzkraft der jeweiligen Gemeinde ab. In Marktgraitz wären dies zunächst 50 Prozent. Jedoch sind weitere Förderboni bis zu 80 Prozent möglich. Bürgermeister Jochen Partheymüller dankte Friedrich Bihler für seine Ausführungen. Man werde prüfen, wie die Gemeinde besser von Förderprogrammen profitieren könne.

Neuer Mannschaftstransporter

Die Bekanntgabe des Berichts über die Jahresrechnung nahm Gemeinderat Jörg Partheymüller vor. Daraus ging hervor, dass in der Gemeinde weiter gespart werden muss. Dazu sei der Verkauf weiterer Bauplätze anzustreben wobei der Quadratmeterpreis angepasst werden sollte. Für viel Gesprächsstoff sorgte der Antrag auf Erlass über die Einbeziehung von Außenbereichsflächen in der Gemarkung Marktgraitz zum Zwecke der Wohnbebauung. Bisher waren diese Flächen als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen. Auf die Frage von Uwe Bornschlegel (CSU), wie es mit Erschließungskosten bisheriger Anlieger aussehe, antwortete Bürgermeister Jochen Partheymüller, dass im Moment keine Kosten zu erwarten seien. Auch beim Winterdienst werde sich nichts ändern. Nach kurzer Diskussion wurde der Antrag mit den Gegenstimmen von Georg Bülling (CSU) und Michael Herrmann befürwortet.

Die Jahresrechnung 2017 wurde mit einem Verwaltungshaushalt, dessen Einnahmen und Ausgaben mit 1 941 160 Euro zu Buche schlagen und einem Vermögenshaushalt mit 798 992 Euro, was einem Gesamthaushalt von 2 740 152 Euro beziffert. Dagegen gab es keine Einwände.

Nach der Außenrenovierung des Feuerwehrhauses beantragte die Freiwilligen Feuerwehr die Anschaffung neuer Geräte, welchem bereits in der letzen Sitzung zugestimmt wurde. Weitere benötigte Geräte wie Spannungsmesser und Container mit Sandsäcken würden mit Kommandanten Thomas Müller zunächst besprochen. Im Feuerwehrbedarfsplan 2015 ist festgehalten, dass das über 30 Jahre alte TSF durch einen Mannschaftstransportwagen ersetzt werden sollte. Mit zahlreichen Nachbargemeinden (Marktzeuln, Redwitz, Mitwitz, Schneckenlohe und Grub) wird abgestimmt, ob man in den Prozess zur Erstellung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) einsteigen sollte. Auf Bürgermeisterebne hat bereits eine Vorbesprechung stattgefunden.

Die Gemeinden Sonnefeld, Weidhausen und Ebersdorf haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert. Aktive Gestaltung demografischer Entwicklung, Siedlungs- und Innerörtliche Entwicklung, gemeinsame Auftritte und Kommunikation sowie Kultur, Freizeit und Erholung stehen nun bei einer gemeinsamen Veranstaltungen in Sonnefeld auf dem Programm.

Der Markt Marktgraitz lädt alle Faschingsbegeisterten am 24. Februar, um 14 Uhr ins Pfarrzentrum zum Kinderfasching ein.

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Alle Varianten der P44mod werden vom Gemeinderat als unzumutbar abgelehnt.