REDWITZ

Gebiet "Steinachblick": In fünf Jahren muss gebaut werden

Die Kosten für das Bürgerhaus sind genauestens abgerechnet. Foto: Thomas Micheel

In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Gebiet „Steinachblick“ im Ortsteil Trainau. Quartiersmanagerin Christina Pösch gab einen Überblick über ihre bisherige Tätigkeit und hielt Ausblick auf Anstehendes.

Höchstens zwei Vollgeschossen

Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS, Kronach, stellte für den Bebauungsplan des geplanten Neubaugebietes in Trainau die zwei Varianten vor, mit und ohne Spielplatz. Köhler vermittelte, dass eine Geschossflächenzahl von 0,8 und eine Grundflächenzahl von 0,4 vorgesehen sei. Begrenzt werde der Bau auf maximal zwei Vollgeschosse. Zulässig seien alle Dachformen und -neigungen.

Pro Wohneinheit seien zwei Garagen beziehungsweise Stellplätze vom Bauherrn einzuplanen. Für die Niederschlagswasserbehandlung werde empfohlen, eine Zisterne mit Puffer einzubauen. Die Gemeinde behalte ein Grundstück zunächst zurück und wartet die Bebauungsentwicklung ab. Dann könne abgesehen werden, ob ein Kinderspielplatz errichtet werden soll.

Weiter legte das Gremium fest, dass für die Baugrundstücke ein Bauzwang auferlegt werde. Innerhalb von fünf Jahren nach Kauf des Grundstückes müsse mit dem Bau eines Wohngebäudes werden. Das Gremium beschloss mit den vereinbarten Maßnahmen die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Gebiet „Steinachblick“ im Ortsteil Trainau im beschleunigten Verfahren. Für dieses Gebiet ist die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit für die Aufstellung des Bebauungsplanes durchzuführen.

Selbst in Thematik eingearbeitet

Quartiersmanagerin Christina Pösch schickte ihren Ausführungen voraus, dass sie kein Büro im Hintergrund habe gehabt hatte und sich selbst in die Thematik einarbeiten musste. Als bisherige Aufgaben des Quartiersmanagements stellte sie die Integrationsarbeit sowie die Fortsetzung der Lesereihe „Redwitz liest“ vor. Sie habe ein Nutzungskonzept für das Bürgerhaus erstellt und mit dem Arbeitskreis Bürgerhaus überarbeitet. Organisiert wurde die Müllsammelaktion Rama Dama. Eine neue Förderfibel sei in Bearbeitung, und angeboten wurde ein vielseitiges Pfingstferienprogramm für Kinder. Weiterer Bestandteil ihrer Arbeit war die Mitwirkung bei der Einführung von Aquafitness im Freibad, ein Vortrag über barrierefreies Bauen und Wohnen sowie der Skate-Contest. Weiter bewarb sie die Gemeinde auf Facebook und beteiligte sich an verschiedenen Sitzung der Werbegemeinschaft und verschiedensten Terminen in und außerhalb der Gemeinde.

Kein Fortschritt

Mitgewirkt habe sie bei der Erstellung einer Broschüre über Wohnmobilstellplätze in der Gemeinde und beteiligt war das Quartiersmanagement an den Kirchweihen Redwitz und Unterlangenstadt. Ein Novum war eine Abschlussprüfung für einen Pfleger, gemeinsam organisiert mit Regens Wagner, im Rathaus. Ausgebaut werde die Seniorenarbeit und die Zusammenarbeit mit der Schule und dem Hort.

Etliche Ideen und Vorschläge hatte Pösch im Zusammenhang mit dem Bürgerhaus. Es gelte, das Bürgerhaus mit Jugendlichen und Vereinen zu füllen. Insgesamt wolle sie die Planungen für das Höllein-Areal Vereinen und Bürgern näher bringen und das Areal beleben. Simon Ehnes (SPD) sah keinen Fortschritt des bereits ausgearbeiteten Konzepts des vorherigen Quartiersmanagers. Jürgen Gäbelein (FW) sah viele Themen auf das Quartiersmanagements übertragen, die zuvor andere gemacht hatten.

Er forderte den Fokus mehr auf die Themen Bürgerhaus und Integrationsarbeit zu legen. Christian Zorn (CSU) wünschte sich eine regelmäßige Information von der Arbeit des Quartiersmanagements. Die Öffentlichkeitsarbeit solle aktiviert und die Gemeinde verstärkt dargestellt werden.

Architekt Reinhold Huth und Joachim Stefan vom gemeindlichen Baubüro stellten die aktuelle Baukostenaufstellung für das Bürgerhaus vor. Einschließlich der in der nichtöffentlichen Sitzung noch zu vergebenden Gewerke Malerarbeiten und Sanitärwände wurden bisher Gewerke im Wert von 1,964 Millionen Euro vergeben. Unter Einbeziehung der Planungskosten und der Nebenkosten für die Vergaben errechne sich ein Stand von 2,371 Millionen Euro.

Noch ausstehend seien die Gewerke Tischlerarbeiten, Schließanlage, Baureinigungsarbeiten und die Innenausstattung. Bezahlt wurden bisher Rechnungen in Höhe von zirka 1,218 Millionen Euro. Zuschüsse wurden in Höhe von 544 800 Euro ausgezahlt. Ein neuer Auszahlungsantrag wurde gestellt. Ein Zuschuss für die aufgelaufenen Mehrkosten sind bei der Regierung von Oberfranken beantragt, ergänzte Bürgermeister Mrosek.

Kein Fahrstreifen für Rechtsabbieger

Letztlich informierte Erster Bürgermeister Christian Mrosek das Gremium über das Schreiben des Straßenbauamts Bamberg. Die Gemeinde hatte darum gebeten, den provisorisch angelegten Fahrstreifen für Rechtsabbieger bei der Staatsstraße 2208 und Bundesstraße 173 beizubehalten. Das Straßenbauamt antwortete aber, dass dieser aus Gründen der Verkehrssicherheit wieder zurückgebaut werden müsse. Eine Verlängerung des Gehweges wurde wegen des Sicherheitsabstandes zur St 2208 ebenfalls abgelehnt. Zudem würde die neue B 173 den Gehweg kreuzen. Der Gemeinderat konnte die Argumentation nicht nachvollziehen und bedauerte den Rückbau.

Als letzte gute Nachricht verkündete der Bürgermeister, dass die Förderung für die Gestaltung des Höllein Platzes mit Marktplatzumfeld 80 Prozent betrage.