REDWITZ

Schützenfestumzug: bunte Schau des Redwitzer Vereinslebens

Gern entbietet der Schütze des ZSV Altenkunstadt den Zuschauern seinen Gruß. Foto: Thomas Micheel

Ein besonderes Erlebnis war der bunte Festumzug zum 65. Schützenfest, der sich am Sonntag durch die Straßen schlängelte. Zugleich zeigte der Umzug die Vielfalt der in der Gemeinde vertretenen Ortsvereine. Die zahlreichen Schützenvereine und -gesellschaften mit ihrem jeweiligen Königshaus drückten durch ihre Teilnahme die Verbundenheit zur Redwitzer Schützengesellschaft aus.

Der Sonntagvormittag nahm seinen Anfang mit einem evangelischen Gottesdienst in der Sankt-Ägidius-Kirche. Dem schloss sich ein Frühschoppen im Festzelt und Biergarten an. Die weithin vernehmbaren Böllersalven an frühen Nachmittag waren dann das Zeichen dafür, dass sich der lange Festumzug des 65. Redwitzer Schützenfests in Bewegung setzte. Angeführt wurde er von 1. Schützenmeister Reinhold Göhl sowie Bürgermeister Christian Mrosek und Pfarrer Daniel Steffen Schwarz. Die Gemeinderäte führten genauso wie Mitglieder des Bürgervereins Protestplakate gegen die neue Stromtrasse mit sich (siehe unten stehenden Bericht).

An der Spitze der langen Reihe der Schützenvereine und -gesellschaften lief die Schützengesellschaft Redwitz. Für deren Königshaus sollte es der letzte Umzug in ihrer Regentenzeit sein. Die „Leuchsentaler Blasmusik“, ein gern gesehener Stammgast zum Schützenfest und nicht mehr wegzudenken, gab den Takt am Anfang des Zuges an. In langer Reihe folgten SG Weismain, SV Tell Weidhausen, ZSV Altenkunstadt, SG Burgkunstadt, SV Mitwitz, SG Marktzeuln und SSG Lichtenfels. Unterbrochen wurde die Reihe vom Spielmannszug Schney, ebenfalls ein treuer Begleiter des Festumzugs. Dem folgte die SG Kronach. Sie alle präsentierten ihre Königshäuser; die schwer behangenen Königsketten zogen die Blicke auf sich.

„Redwitzer Löscherla“ vorneweg

Der Reihe der Ortsvereine der Redwitzer Großgemeinde liefen die Jungen und Mädchen der Kinderfeuerwehr „Redwitzer Löscherla“ sowie der Jugendfeuerwehr voran. Sowieso waren die Feuerwehren der Großgemeinde stark vertreten mit Aktiven und Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren aus Redwitz, Mannsgereuth, Unterlangenstadt, Trainau und Obristfeld. Auch die Schwürbitzer Blasmusik hatte sich erneut in den Festumzug eingereiht und erfreute mit ihrem Spiel. Eine lange Reihe bildeten die Mitglieder des Turnvereins, voran der Vorstand, danach Vertreter der zahlreichen Abteilungen, darunter die Volleyballabteilung, die „MTB-Kids“, die „Redwitzer Turnzwerge“, die „Sportskanonen“ mit quirligen Scooter-Fahrern und die Aerobic-Gruppe. Mit seinem gemischten Chor und dem Chor „Route 16-60“ präsentierte sich der Gesangverein „Liederkranz“.

Blumen, Gebinde und Girlanden zogen die Blicke der Zuschauer auf die Gruppe des Obst- und Gartenbauvereins Redwitz. Die Mitglieder zeigten mit ihren mit Blumen geschmückten Körben, welche Freude Gartenarbeit bereiten kann. Der Siemens-Tennisclub präsentierte sich mit seinen Mannschaften jeder Altersgruppe. Schier endlos war die lange und bunte Reihe der mitlaufenden Mannschaften des FC Redwitz. Dabei wurde deutlich, wie viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich beim FC heimisch fühlen. Nun waren es die Musiker des Spielmannszugs Schmölz, die mit ihrem fröhlich klingendem Spiel die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Dem Spielmannszug hatte sich die starke Truppe der Wasserwacht-Ortsgruppe mit Jugendlichen und Aktiven angeschlossen. Der Wanderclub, die Mitglieder einheitlich mit hellblauen T-Shirts eingekleidet, veranschaulichte, wie vergnüglich eine Wanderung sein kann.

Vor dem Festzelt begrüßte die Schützengesellschaft zusammen mit den Ehrengästen winkend und den Hut schwenkend die Teilnehmer des Festzuges und bezeugten ihre Anerkennung für die Teilnahme. Beim Einmarsch der Fahnenträger erhoben sich alle Anwesenden von ihren Plätzen. Dabei gestaltete sich der Einzug gar nicht so leicht, denn es hieß, mit den Fahnen Balance zu halten und zugleich die Höhe des Festzelts zu beachten.

Das Festkonzert gestaltete die „Leuchsentaler Blasmusik“. Im Zelt, im Biergarten als auch auf dem Festgelände verbreitete sich eine prächtige Feststimmung. Am Abend spielte die Band „Oldie Rebells“ und präsentierte handgemachten Classic Rock mit weithin bekannten Songs, Evergreens und Oldies.

Die Fahrerin der MTB-Abteilung verteilte Sonnenblumen und Gladiolen auf ihrer Fahrt. Foto: Thomas Micheel
Die Damenmannschaft des FCR war mit Versorgungswagen unterwegs. Foto: Thomas Micheel

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