REDWITZ

Appell der SPD Redwitz: Am Ball bleiben und Bürgern zuhören

Vorsitzender Jochen Körner appellierte, in den Bemühungen um die Bürger nicht nachzulassen. Foto: Erik Friedlein

Die Analyse der Kommunalwahl mit einem gelungenen Wahlkampf, Aktuelles aus dem Gemeinderat und ein Überblick über das politische Geschehen bestimmten die Hauptversammlung des SPD Ortsvereins. Dabei zeigte sich, dass diese Veranstaltung nicht die erste nach der Kommunalwahl war. Bereits mehrere Male hatten sich die Mitglieder getroffen und waren auch politisch aktiv.

„Unser Wahlkampf

hatte sich gewaschen.“

Jochen Körner, Ortsvereinsvorsitzender

Im Bürgerhaus stellte Ortsvereinsvorsitzender Jochen Körner nach der Begrüßung in seinem Rückblick den Kinderfasching heraus, den die SPD seit 40 Jahren abhalte. Seine Freude brachte er zum Ausdruck über eine komplette Liste an Gemeinderatskandidaten zur Kommunalwahl. „Unser Wahlkampf hatte sich gewaschen“ befand er. Man habe die SPD als ernst zunehmende, politische Kraft dargestellt. Leider hab aber kein einziger Redwitzer das Vertrauen der Wähler bei der Kreistagswahl erhalten.

Sein Dank galt den ausgeschiedenen Gemeinderäten Günter Friedlein (30 Jahre Einsatz für die Gemeinde) und Simon Ehnes (sechs Jahre). Zum Dank für die geleistete Arbeit bei der Erstellung des Werbematerials bedankte sich Körner bei Erik und Günter Friedlein mit je einem SPD- Krug.

Mit neuer Liste in Marktgraitz angetreten: mit Erfolg!

Als Besonderheit beim Wahlkampf hob der Ortsvereinsvorsitzende hervor, dass der SPD-Ortsverein mit einer neuen Liste in Marktgraitz angetreten sei. Der Erfolg habe ihm Recht gegeben. „Aus dem Stand“ seien zwei Sitze im dortigen Marktgemeinderat errungen worden.

Stephan Arndt will, dass die Genossen weiterhin ein offenes Ohr für die Redwitzer haben. Foto: Red

Seit der Kommunalwahl sei der Ortsverein nicht untätig geblieben und habe zwei größere Treffen abgehalten. Auch die monatlichen Treffen vor den Gemeinderatssitzungen hätten statt. gefunden

Die großpolitische Wetterlage für die SPD ist für Körner unbefriedigend. Doch habe sich die Partei in der jetzigen Koalition als Taktgeber gezeigt und eine Menge an Verbesserungen für die Bürger erreicht.

Die Gemeinde Redwitz müsse „den Gürtel enger schnallen“

Für die Gemeinde Redwitz sieht der Vorsitzende voraus, dass der „Gürtel enger geschnallt werden müsse“. Die bereits laufenden Baumaßnahmen führten dazu, dass ein Kredit in Höhe von 1,65 Millionen Euro erforderlich sei. Als anstehende Baumaßnahmen nannte er die Umgestaltung des Höllein-Platzes, die Erweiterung des Redwitzer Kindergartens, die Abwassermaßnahme Buchgraben, das Feuerwehrhaus Obristfeld sowie den Radweg Unterlangenstadt-Trainau. Als Kreisumlage sei die Rekordsumme von 2 054 000 Euro zu zahlen.

Der Ansatz der Gewerbesteuer werde nicht erreicht werden. Daher sehe der Finanzplan der Gemeinde weitere Kreditaufnahmen vor. Vor einer noch größeren Kreditaufnahme habe das gut gefüllte Rücklagenkonto die Gemeinde bewahrt. Doch würden die Rücklagen bald aufgebraucht sein, sah Körner voraus.

Appell an die Mitglieder, in der Bevölkerung für die Sozis zu werben

„Macht Werbung für die SPD“ warb er in Bezug auf die in den nächsten Jahren anstehenden Wahlen. „Macht den Bürgern klar, dass wir eine Partei sind, die sich aktiv um die Bürger kümmert.“

Christian Hennig analysierte die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl: „Wir waren immer zusammengesessen und haben überlegt, was unsere Themen sind und was auf uns zukommt.“ Neue Mitglieder sowie Kandidaten für den Gemeinderat seien geworben worden. „Wir haben gezeigt, wie offen und freundlich wir sind“, hob Hennig hervor. Den Kontakt mit den Leuten wolle man aufrechterhalten und als Partei weiterhin sichtbar bleiben.

Stefan Stumpf dankte für die Unterstützung der Marktgraitzer Kandidaten der SPD. Foto: red

Stefan Stumpf, neu gewählter Gemeinderat aus Marktgraitz, hält es auch für wichtig, dass die SPD gesehen wird. Im Gemeinderat fingen die anderen Parteien an zu merken, dass es die SPD gebet und dass sie das Zünglein an der Waage sein könne. „Wir sind für die Menschen da und werden gemeinsam in die Zukunft gehen“, stellte er heraus. Er lobte die Redwitzer SPD und bedankte sich dafür, dass die Marktgraitzer Genossen nach der Auflösung ihres Ortsvereins so gut in Redwitz aufgenommen worden seien. „Eure Erfahrung und Logistik haben es erst ermöglicht, dass in Marktgraitz ein guter Wahlkampf geführt werden konnte!“.

Delegierte zur parteiinternen Wahl des Bundeswahlkreisvorstands

Als Delegierte zur parteiinternen Wahl des Bundeswahlkreisvorstands sowie für die Aufstellung der Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 wählten die Mitglieder Lukas Busch und als Ersatzdelegierten Jochen Körner.

Stephan Arndt, Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl, dankte für die zurückliegende Zeit. Er appellierte, in Redwitz ein Ohr für die Bürgerinnen und Bürger zu haben. Er wünscht sich, dass „alle am Ball bleiben. Wir haben zusammengearbeitet, und so soll es auch bleiben.“

„Auf unserer Fahne steht Solidarität“, ergänzte Körner. „Und das leben wir.“

 

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