REDWITZ

Albert-Blankertz-Schule ist zukunftsfähig aufgestellt

Albert-Blankertz-Schule ist  zukunftsfähig aufgestellt
Bürgermeister Jürgen Gäbelein und Kämmerer Tobias Grünbeck (vorne, v. re.) sowie Teamleiter Michael Schott und Schulleiter Christian Förtsch (hinten, v. re.) sehen die Albert-Blankertz-Schule mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Zukunft gerüstet. Foto: Thomas Micheel

Der Ausbau der digitalen Bildungsinfrastruktur ist an den bayerischen Schulen derzeit in vollem Gange. Die Herausforderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt, müssen Schulen und Kommunen als Sachaufwandsträger gemeinsam meistern.

Die Gemeinde Redwitz ist mit ihrer Albert-Blankertz-Grund- und Mittelschule schon seit geraumer Zeit Vorreiter im Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Aktuell wird mit Unterstützung von Bund und Land weiter kräftig in den Schulstandort investiert. Über den Sachstand tauschten sich Bürgermeister Jürgen Gäbelein und Kämmerer Tobias Grünbeck mit Schulleiter Christian Förtsch und IT-Lehrer Michael Schott aus.

„Wir sind froh, dass wir mit dem Schulverband Redwitz bereits vor etlichen Jahren die Weichen in die richtige Richtung stellen konnten.“
Christian Förtsch, Schulleiter

„Wir sind froh, dass wir mit dem Schulverband Redwitz bereits vor etlichen Jahren die Weichen in die richtige Richtung stellen konnten,“ zeigt sich Schulleiter Förtsch zufrieden. Eine zukunftsorientierte IT-Ausstattung sei schon für seine Vorgängerin Ziel und Grundvoraussetzung gewesen, damit die Schülerinnen und Schüler adäquat und zeitgemäß unterrichtet werden können. Mit der Einführung von Whiteboards sei die Albert-Blankertz-Grund- und Mittelschule bereits im Jahr 2011 Vorreiter in der Nutzung digitaler Medien im Unterricht gewesen.

Seit Oktober 2016 ist sie zudem Referenzschule für Medienbildung. „Mit dieser Auszeichnung steht unsere Schule richtungsweisend allen anderen Schulen als Partner und Multiplikator zur Verfügung“, so Teamleiter und IT-Lehrer Michael Schott. Neben der reinen Information könne auch fortgebildet und aktiv bei der Implementierung von Medienentwicklungsplänen mitgearbeitet werden.

„Die Gemeinde zieht bei der Digitalisierung von Anfang an voll mit“ freut sich Schott. Bereits seit 2011 ist die Schule mit einem modernen Glasfaseranschluss versorgt. Dies zeigt sich nun gerade in der Corona-Zeit als wichtige Voraussetzung, um die Herausforderungen der Pandemie stemmen zu können.

Voraussetzungen für Homeschooling nicht immer gegeben

Gefordert sind flexible Unterrichtsmodelle vom Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht bis hin zu längerfristigem Homeschooling. „Dies stellt auch einige neue Anforderungen an die Elternhäuser, wo die IT-Voraussetzungen fürs Homeschooling nicht immer ohne Weiteres gegeben sind“, gibt Schulleiter Förtsch zu bedenken. Hierauf haben Bund und Land nun reagiert und verschiedene Förderprogramme aufgesetzt.

„Die Gemeinde Redwitz steht all dem positiv gegenüber und schöpft die Möglichkeiten der Förderprogramme bestmöglich aus“, berichtet Kämmerer Tobias Grünbeck. Bezogen wurden und werden Mittel aus dem Bundesprogramm Digitalpakt Schule sowie bayerische Mittel aus dem Digitalbudget Schulen. Darüber hinaus verbessern die Anschaffungen aus den Sonder- und Ergänzungsbudgets Leihgeräte die Voraussetzungen für das Homeschooling.

„Insgesamt investieren wir aktuell knapp 165 000 Euro in die Digitalisierung unserer Schule, wobei der Fördersatz glücklicherweise bei 90 Prozent liegt“, stellt Bürgermeister Jürgen Gäbelein heraus.

Jeweils 19 Nahdistanzbeamer, Dokumentenkameras und Soundbars

Angeschafft werden im Bereich IT-Medientechnik 19 Nahdistanzbeamer, womit unter anderem in allen 13 Klassenzimmern die mittlerweile veralteten Beamer ausgetauscht werden. Weiterhin investiert wird in 19 Dokumentenkameras, die die Arbeit für Schüler und Lehrer vereinfachen und im täglichen Unterricht neue Wege gehen lassen. 19 Soundbars vervollständigen die Anschaffung für die Whiteboards.

Aus dem Sonderbudget Leihgeräte hat die Albert-Blankertz-Schule jüngst 15 800 Euro für einen fahrbaren Wagen mit 20 Laptops erhalten. Aus dem Ergänzungsbudget kommen noch einmal zehn Geräte dazu, so dass der Wagen nun voll bestückt ist und im Unterricht Einsatz finden kann.

Tablets für Schüler, die daheim nicht ausgerüstet sind

In diesem Zusammenhang wurde ein weiterer mobiler Schrank angeschafft mit Tablets vom Typ Apple „iPad 8“. Diese sollen vor allem den Schülern zur Verfügung gestellt werden, die zu Hause noch nicht ausreichend für eine Teilnahme am digitalen Unterricht gerüstet sind. Beide Container verfügen über Ladestationen und ermöglichen auch ein paralleles Updaten der Computer.

Bei der Beschaffung aller Geräte wurde darauf geachtet, dass sich die Angebote der Firmen nicht allein auf das Liefern und Montieren beschränken. Eine praxisgerechte Einweisung und die Schulung der Anwender in der Touch-Funktionalität sind mit eingeschlossen.

„Neben der Anschaffung digitaler Geräte legen wir einen weiteren Schwerpunkt auf die Netzwerktechnik im Schulgebäude“, merkt Schulleiter Förtsch an. Um flexibel zu sein, wird im gesamten Schulgebäude WLan installiert. Hierfür werden 25 WLan-Access-Points geordert. In zwölf Unterrichtsräumen und dem Bistro im Erdgeschoss können die bestehenden Lan-Dosen für den Anschluss von Access Points genutzt werden. 16 weitere Räume der Mittelschule werden neu verkabelt und für den WLan-Anschluss vorbereitet. In Computerraum, Lehrerzimmer und Eingangshalle können ebenfalls bereits vorhandene Datendosen genutzt werden.

Über den Schuamanager mit Schüler und Eltern kommunizieren

Das dritte Hauptaugenmerk wurde auf die Software gerichtet. „Auf Grund der gegebenen Voraussetzungen wurde an der Schule der ,Schulmanager# eingeführt“, erläutert Schulleiter Christian Förtsch. „Damit ist nicht nur die digitale Unterrichtsarbeit möglich, sondern Schulleitung und Lehrer können online mit Schülerinnen und Schülern sowie Eltern kommunizieren.“

Schulverbandsvorsitzender Gäbelein ist sich sicher: „Mit den Anschaffungen ist unsere Albert-Blankertz-Schule zukunftsfähig aufgestellt.“ Dem Schulverband gehören neben der Gemeinde Redwitz auch Marktgraitz, Hochstadt und Marktzeuln an.

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