Lichtenfelser Weihnachtsmarkt mit märchenhaftem Auftakt

LICHTENFELS

Lichtenfelser Weihnachtsmarkt mit märchenhaftem Auftakt

Wenn der Duft von gebrannten Mandeln in der Luft liegt, der Marktplatz festlich leuchtet und aus dem großen Holzpavillon feierliche Klänge zu vernehmen sind, dann ist es wieder soweit: Der Lichtenfelser Weihnachtsmarkt lockt 24 Tage lang mit kulinarischen Köstlichkeiten, schwungvoller Live-Musik, liebevoller Handwerkskunst und zahlreichen Attraktionen für die Kleinen.

Bereits bei der Eröffnung am Freitagabend war das Interesse groß, als sich unzählige Kinder mit ihren Eltern dem Laternenumzug anschlossen, der in diesem Jahr vom Stadtschloss über die Knopsberggasse zum Marktplatz führte. Dort wurden Groß und Klein zunächst von den Unterlangenstadter Blechbläsern musikalisch eingestimmt, bevor sie vom Ersten Bürgermeister Andreas Hügerich, von der Zweiten Bürgermeisterin Sabine Rießner und Korbstadtkönigin Alicia I. vor dem feierlich geschmückten Pavillon empfangen wurden.

Alle guten Dinge sind zwei

„Auf euch haben wir schon sehnsüchtig gewartet, denn ihr bringt uns das Licht“, begrüßte Andreas Hügerich die Kinder und zeigte sich sehr erfreut über die zahlreichen Besucher des Eröffnungsabends. Auch Alicia I. brachte ihre Vorfreude zum Ausdruck: „Jetzt beginnt die schönste Zeit im Jahr. Bereits als Kind habe ich dem Weihnachtsmarkt immer entgegengefiebert und mich natürlich am meisten auf den Märchenwald und die Eisenbahn gefreut.“

Bevor der Startschuss für die vielen Attraktionen fiel, stand selbstverständlich noch ein wichtiges Ereignis bevor – das Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung am großen Christbaum, welches mit einem gemeinsamen Countdown eingeläutet werden sollte. Dies klappte zwar erst in einem zweiten Anlauf, doch umso größer war dafür die Begeisterung, als die riesige Tanne vor dem Rathaus schließlich in festlichem Glanz erstrahlte und dem bereits sehr stimmungsvollen Ambiente noch ein besonderes Leuchten hinzufügte.

Abwechslungsreiche Attraktionen für die Kleinen

Gestärkt mit Kinderpunsch und Bratwürsten, für die alle Kinder Gutscheine erhalten hatten, stürmten die Kleinen natürlich zuerst zur Eisenbahn, die an diesem Abend kostenfrei ihre Runden drehte. Den Wertbon für eine Freifahrt, den jedes Kind ebenfalls geschenkt bekommen hatte, konnte man sich somit für einen anderen Tag aufsparen. Entsprechend groß war deshalb auch der Andrang am Gleis, als die Fahrgäste mit leuchtenden Augen und vor Aufregung geröteten Wangen in die Wagen stiegen, um durch die liebevoll gestaltete Winterlandschaft zu brausen.

Neben der Kindereisenbahn wurde zudem der Märchenwald erkundet, der auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Attraktionen lockt, seien es zauberhafte Märchenfiguren, eine große Baum-Schaukel oder das Hexenhaus, in dem in den kommenden Wochen täglich Märchenvorlesungen stattfinden werden. Für einen tollen Ausblick über den Markt darf wiederum der Rapunzelturm erklommen werden, während furchtlose Entdecker bei einem Rundgang durch das neu gestaltete Gespensterschloss diesmal noch mehr Möglichkeiten erhalten, das Gruseln zu lernen. Für große Augen sorgten zudem vier pelzige Fabelwesen, die im Märchenwald unterwegs waren, um die Kinder bei ihrem ersten Besuch zu begrüßen.

Kulinarik und Kunsthandwerk

Nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Großen hat der diesjährige Weihnachtsmarkt in der Korbstadt wieder viel zu bieten. Ob an den Glühweinständen am Marktplatz und Säumarkt oder in der gemütlichen Stadtalm – von kulinarischer Seite werden die Besucher nicht nur mit typisch winterlichen Getränken wie Feuerzangenbowle, Orangenpunsch und Glühbier verwöhnt, sondern dürfen sich auch auf zahlreiche Leckereien wie Crepes, Waffeln, Käsespätzle, Gulaschsuppe und erstmals auch Baumstriezeln freuen.

Wer auf der Suche nach einem besonderen Geschenk oder handgemachten Einrichtungsgegenstand ist, wird bei den Kunsthandwerkern fündig. Diese eröffneten am Freitag zeitgleich mit dem Laternenumzug ihre Stände, wo unter anderem dekorative Holzarbeiten, handgefärbte Wolle, gestrickte Handarbeiten, Imkerprodukte oder Liköre aus eigener Brennerei angeboten werden. Darüber hinaus präsentieren auch täglich wechselnde Aussteller, darunter Kindergärten und Pfadfinder, ihr Angebot in einer Markthütte am großen Christbaum.

Nachdem also ein gelungener Auftakt erfolgt ist, bleibt für den diesjährigen Weihnachtsmarkt nun vor allem eines zu hoffen: Dass dieser in den kommenden drei Wochen einen geselligen und vor allem friedlichen Gegenpol zu all der vorweihnachtlichen Hektik darstellt, der so viele Menschen in einer doch eigentlich „staden“ Zeit nicht immer entrinnen können.