LICHTENFELS

Flechten mit Stroh und Rohrkolben: Workshops beim Korbmarkt

Beim Korbmarkt können die Besucher auch selbst ihr Geschick im Flechten ausprobieren. Kurse gibt es für Kinder und Erwachsene. Foto: Till Mayer

Für alle, die mal selbst das Flechten ausprobieren wollen, beginnt der Korbmarkt bereits am Donnerstag, 12. September. Denn da startet bereits der erste der beliebten Workshops, die sich über die vergangenen Jahre zu einem Renner entwickelt haben. „Die Kurse sind fast immer ausgebucht“, sagt Manfred Rauh, Geschäftsführer des Zentrums Europäischer Flechtkultur (ZEF). Wer daran Interesse hat, sollte sich also schnell anmelden.

Im Angebot sind sowohl Workshops für diejenigen, die noch keine Flechterfahrung haben, als auch für diejenigen, die schon etwas Wissen mitbringen und nun neue Techniken lernen wollen. Geleitet werden die Kurse im Stadtschloss von fünf regional und national ansässigen Flechtern, aber nicht nur: Zum 40. Korbmarkt wird das Workshop-Angebot international. Rauh hebt den zweitägigen Kurs, der eben schon am Donnerstag beginnt, besonders hervor: Hier wird ein Korb geflochten, der in Polen als hervorragendes Beispiel für das immaterielle Kulturerbe Flechten ausgezeichnet wurde.

Eigenes handgemachtes „Kulturerbe“ für zuhause

• Immaterielles Kulturerbe: Bügelkorb Kablacok (Zwei-Tage-Workshop): Der Kablacok ist ein für Polen charakteristischer Korb aus Weide, der noch heute in Lucimia in Mittelpolen hergestellt wird. Das Besondere: Er ist als immaterielles Kulturerbe Polens gelistet! In dem 16-stündigen Kurs lernen die Teilnehmer die besonderen Techniken und Traditionen zur Herstellung dieses Korbs kennen. Am Ende des Kurses haben sie ihr eigenes handgemachtes „Kulturerbe“ für zuhause. Während des Workshops werden Fotos und Filme zur polnischen Korbflechterei gezeigt.

Maximal können acht Erwachsene teilnehmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, etwas Kraft und Geschicklichkeit sind hilfreich. Die Kursleitung hat Wieslaw Choluj inne. Der Kurs startet am Donnerstag, 12. September, um 9 Uhr und dauert zwei Tage.

• „Kränze und Schalen“: Samstag, 14. September, um 10 Uhr. Aus frischen Weiden fertigen die Teilnehmer dekorative Kränze und Schalen – ein idealer Einstieg für den Umgang mit dem Naturmaterial. Maximal können zehn Personen teilnehmen, Erwachsene und Kinder ab neun Jahren. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, etwas Kraft und Geschicklichkeit sind hilfreich. Den Kurs leitet Heinrich Geßlein aus Marktgraitz.

Ein flaches Geflecht aus einem besonderen Material

• „Flechtwerke aus Rohrkolben“: Samstag, 14. September, um 10 Uhr. Ein Kurs, bei dem man auf ein außergewöhnliches Material trifft: Rohrkolben. Die Teilnehmer lernen die besonderen Eigenschaften des Materials kennen und stellen ein flaches Geflecht her – eine Art Matte. Maximal können acht Personen teilnehmen, Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, etwas Kraft und Geschicklichkeit sind hilfreich. Den Kurs leitet Lucja Ciesla.

Kleine Hängekörbchen für Blumen oder als Windlicht

• „Hängekorb in Rasselgeflecht“: Samstag, 14. September, um 14 Uhr oder Sonntag, 15. September, um 13.30 Uhr. In kurzer Zeit erlernen die Teilnehmer eine vielseitige und beliebte Flechttechnik. Die kleinen Hängekörbchen erhalten ein Lederband. Sie können mit Blumen bestückt werden oder als Windlicht genutzt. Maximal können acht Erwachsene teilnehmen. Flechterische Grundkenntnisse sind erforderlich, Erfahrung im Umgang mit Flechtmaterial wird vorausgesetzt. Die Kursleitung hat Elke Hegmann inne.

• „Vogelfutterhaus am Stock“: Samstag, 14. September, um 15.30 Uhr. Geflochten wird ein dekoratives Dach aus ungeschälter Weide an einem Stock. Darunter können beispielsweise Meisenknödel gehängt werden. Maximal können acht Erwachsene teilnehmen. Fortgeschrittene flechterische Fachkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Flechtmaterial sind Voraussetzung. Die Kursleitung übernimmt Brigitte Obermeir.

• „Korb am Stock“: Samstag, 14. September, um 15.30 Uhr. Aus ungeschälter Weide flechten die Teilnehmer einen Korb direkt an einen Stock. Maximal können acht Erwachsene teilnehmen. Fortgeschrittene flechterische Fachkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Flechtmaterial sind Voraussetzung. Die Kursleitung hat Claudia Gensch inne.

• „Nisthilfe aus Naturmaterial“: Sonntag, 15. September, um 10 Uhr. Aus Naturmaterial wie Gräsern und Blättern entsteht eine Nisthilfe. Die Teilnehmer legen ein Bodenkreuz und flechten die Fitze. Maximal können acht Personen ab 14 Jahren teilnehmen. Flechterische Grundkenntnisse erforderlich, Erfahrung im Umgang mit Flechtmaterial wird vorausgesetzt. Den Kurs leitet Theresia Asam.

Geflecht sieht chaotisch aus, hat aber System

• „Chaosgeflecht“: Sonntag, 15. September, um 10 Uhr. Sieht „chaotisch" aus, hat aber trotzdem System: flechten mit Vollweide. Maximal können acht Erwachsene teilnehmen. Fortgeschrittene flechterische Fachkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Flechtmaterial sind Voraussetzung. Die Kursleitung übernimmt Claudia Gensch.

• „Lange Schlange an der Stange“: Sonntag, 15. September, um 12.30 Uhr. Eine Rankhilfe oder ein dekorativer Gartenstecker – auf jeden Fall entsteht ein Blickfang aus ungeschälter Weide. Maximal können acht Erwachsene teilnehmen. Fortgeschrittene flechterische Fachkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Flechtmaterial sind Voraussetzung. Die Kursleitung hat Brigitte Obermeir.

• „Stroh in Wulstwickeltechnik“: 15. September, um 14 Uhr. Ein Kurs, der sich um ein traditionelles Material und eine traditionelle Technik dreht: Stroh. Die Teilnehmer flechten in Wulstwickeltechnik einen Korb aus Roggenstroh. Maximal können acht Personen teilnehmen, Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, etwas Kraft und Geschicklichkeit sind hilfreich. Die Kursleitung hat Paulina Adamska inne.

• „Weidensonne mit Wulstfitze“: Sonntag, 15. September, um 15 Uhr. Geflochten wird ein runder Sternboden „3 auf 3“ und die Fitze, die zur Wulstfitze vervielfacht wird. Maximal können acht Erwachsene teilnehmen. Fortgeschrittene flechterische Fachkenntnisse und Erfahrung im Umgang mit Flechtmaterial sind Voraussetzung. Die Kursleitung übernimmt Theresia Asam.

Anmelden können sich Interessenten unter www.flechtworkshops.de. Dort gibt es auch weitere Informationen.

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