LICHTENFELS

Beim Ferienprogramm ein „Mashup“ für die Oma erstellt

Beim Ferienprogramm ein „Mashup“ für die Oma erstellt
Liyod Yogo Neto zeigt den jugendlichen Nachwuchs-DJ wie die Technik und das Programm funktioniert. Foto: Gerda Völk

Der zwölfjährige Dominik möchte zum Geburtstag seiner Oma einige Lieder auflegen. Lieder aus den 1980er Jahren, die er aber nicht einzeln abspielen möchte, sondern sie mit anderen Liedern und Effekten zu einem völlig neuen und eigenständigen Lied zusammen mischen möchte.

Wie das geht, erfuhren vier Jungs im Alter von zehn bis zwölf Jahren am Freitagnachmittag im Rahmen des Ferienprogramms der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises. Mit den 22-jährigen Lichtenfelser Liyod Yogo Neto fanden sie einen versierten Fachmann am Mischpult, der sie in die Geheimnisse des Mischpults und der entsprechenden Programme einführte.

„Was sind die Voraussetzungen um an einem Mischpult erfolgreich zu arbeiten?“, lautet die Frage. „Man braucht das Rhythmik-Gefühl eines Höhlenmenschen“, lacht der 22-Jährige. Zumindest wäre das Beherrschen eines Musikinstruments vom Vorteil. Bis auf einen Jungen spielen alle ein Musikinstrument.

Zwei Musikstücke harmonisch verwebt

Am Mischpult werden zwei verschiedene elektronische Musikstücke harmonisch miteinander zu einem verwebt. Sogenannte „Mashups“ (Musikcollagen) lassen sich aus bis zu zehn Liedern unterschiedlicher Musikstile zu neuen Titeln mixen. Auf Geburtstagen von Freunden mixt Liyod Yogo Neto gerne drei Lieder zu einem zusammen.

Im Verlauf einer kleinen Einführung in die Bedienoberfläche des Mischpults zeigt der 22-Jährige den musikbegeisterten Nachwuchs, wie man ein Lied mit einem anderen mischt, so dass es noch schön fließend klingt. Danach heißt es dann „tobt euch aus“. Das lassen sich Leon, Sam, Julian und Dominik nicht zweimal sagen.

Regler werden geschoben, dass die Bässe nur so wummern. Am meisten Spaß machte den Nachwuchs-DJs ein Effekt, der unter dem Begriff „Scratchen“ bekannt ist. Es geht um einen Effekt, der sich auf einem Plattenspieler bei aufgelegter Nadel durch rhythmische Hin- und Herbewegungen einer laufenden Schallplatte erzeugen lässt. Ein Vorgang, den auch ein modernes digitales Mischpult beherrscht.

Ein Schnupperkurs, der Spaß macht

Das Fazit am Ende des gut eineinhalbstündigen Schnupperkurses: „Es hat Spaß gemacht“, finden die vier Nachwuchs DJ, und sie haben etwas gelernt.

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