LICHTENFELS

Ein Rundgang durch den Oberen Stadtturm in Lichtenfels

Nehmen die Balken der Kuppel des Oberen Torturms in Augenschein: Christian Vogel, der Leiter des Hochbauamts, und Stadtbaumeister Gerhard Pülz (v. li.). Foto: Markus Drossel

Auf den spektakulärsten Blick auf Lichtenfels müssen Interessenten seit Jahren verzichten: Da es für den Oberen Stadtturm kein Brandschutzkonzept gab und auch so manches renoviert werden musste, war die Tür zum 41 Meter hohen Wahrzeichen für Einheimische wie Gäste versperrt. Seit Jahresbeginn aber wird fleißig im 41 Meter hohen „Pfeiferturm“/„Kronacher Tor“ gearbeitet. Vielleicht steht er Besuchern bereits zum Jahresende wieder offen.

Traumhaft, aber derzeit verwehrt: der Blick aus dem Fenster der Türmerstube auf die Altstadt von Lichtenfels. Foto: Markus Drossel

Stadtbaumeister Gerhard Pülz und Christian Vogel, der Leiter des Hochbauamts, sind jedenfalls schon sehr zufrieden mit den erledigten Arbeiten. So wurde die hölzerne Treppe teilerneuert, verstärkt und kindersicher gemacht. Die Elektrik im Turm mit seinen dicken, im Erdgeschoss gut 1,50 Meter messenden Mauern stammt aus den 1950-ern oder 1960-ern und wird komplett erneuert. Gleiches gilt für die Fenster, die Sicherheitsglas erhalten. Das Fenster auf gut 22 Metern Höhe wird als Rettungsfenster ausgewiesen: Von hier kann die Drehleiterbesatzung im Fall der Fälle Besucher retten. Maximal zehn bis zwölf werden gleichzeitig ins Wahrzeichen gelassen. Je nachdem, welches Ergebnis die noch ausstehende Übung mit der Feuerwehr Lichtenfels bringt.

Eines der Wahrzeichen der Korbstadt: der Obere Torturm. Foto: Markus Drossel

Im Bereich der Ebene 4 und damit auf 17 Metern Höhe wird eine F90-Brandschutzdecke eingezogen, die Flammen und Rauch mindestens 90 Minuten standhält. Eine automatische Tür verhindert künftig, dass Atemgifte im Brandfall in die Obergeschosse ziehen. In der Kuppel selbst wird eine Rauchwärmeabzugsanlage installiert.

Wie alt dieses Uhrwerk ist, weiß derzeit niemand Sicher ist, dass es früher die Turmuhren antrieb. Foto: Markus Drossel

Der Bereich unterhalb des Dachstuhls war noch bis 1896 bewohnt. Von dort aus hat der Besucher traumhafte Blicke. Hier soll künftig auch die Ammoniten- und Fossiliensammlung der Stadt ausgestellt werden. Außerdem soll eine Schau „40 Jahre Städtebauförderung“ entstehen. Die Kosten für die Sanierung werden auf rund 200 000 Euro geschätzt.

Technik von anno dazumal. Foto: Markus Drossel
Wird schon lange nicht mehr genutzt: der alte Ofen in der ehemaligen Wohnung des Türmers. Foto: Markus Drossel
Die Treppe wurde umfassend saniert und sicherer gestaltet. Foto: Markus Drossel
Heute Fenster, früher Tür: Von hier aus gelangten die Wachen auf die Verteidigungspositionen auf der Stadtmauer. Foto: Markus Drossel
Die Treppe wurde von Grund auf saniert und sicherer gestaltet. Foto: Markus Drossel
Der Sicherungskasten aus den 1950-er- oder 1960-er-Jahren im Erdgeschoss des „Kronacher Torturms“ muss ausgetauscht werd... Foto: Markus Drossel
Der Rote Turm (li.) neben dem Stadtschloss ist der höchste Punkt der ehemaligen Stadtbefestigung. Er stammt wohl noch au... Foto: Drossel
In der Kuppel wurde einst viel Holz verbaut. Foto: Markus Drossel

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