LICHTENFELS

Ein volles Haus für Spectaculum musicale

Viel Applaus gab es für das Spectaculum musicale Konzert in der ehemaligen Synagoge. Foto: Christine Wittenbauer

Es ist schon einige Zeit her, seit das heimische Vokalensemble Spectaculum musicale ein Konzert in Lichtenfels gab. Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen - strömten die erwartungsvollen Zuhörer in so großer Zahl in die ehemalige Synagoge, dass bereits 30 Minuten vor Beginn die gut 100 Sitzplätze belegt waren. Fast genauso viele Besucher verfolgten deshalb das Geschehen vom Foyer oder dem lauschigen Hof aus. Der guten Stimmung sollte dies jedoch keinen Abbruch tun, zumal die Musiker dank Thomas Meyer kurzfristig für zusätzliche Außenbeschallung per Lautsprecher sorgen konnten. Mit dem Programm von „Beatles, King's Singers and more“ hatten die je vier Sängerinnen und Sänger um ihre Leiterin Christiane Stömer-Rauh ganz offensichtlich den Geschmack ihrer treuen Fans getroffen.

Gesanglichen und rhythmischen Herausforderungen gestellt

Denn schon nach dem Opening mit John Lennons und Paul McCartneys „Ob-la-di, ob-lada“ sorgte reicher Applaus für den Kontakt zwischen Ausführenden und Publikum, wie er für ein unterhaltsames Konzert unerlässlich ist.

Was folgte, war typisch Spectaculum musicale: Die Gruppe bot mit viel musikalischer Begeisterung eine abwechslungsreiche und kurzweilige Darbietung von Welthits der Beatles und stellte sich bei den vier- bis sechsstimmigen Arrangements auch gerne großen gesanglichen und rhythmischen Herausforderungen. Besondere Höhepunkte waren die Soli der neuen Ensemblemitglieder Evi Kral, die mit Elton Johns „Your Song“ sicherlich für manches Gänsehaut-feeling gesorgt haben wird, und Thilo Rießner, der mit „Somebody loves me“ von George Gershwin zu einem kleinen Ausflug in die „roaring twenties“ einlud.

Als Gast konnte Thomas Meyer seine Vielfältigkeit unter Beweis stellen. Er war nicht nur, wie eingangs schon erwähnt, ein versierter Tontechniker, sondern vor allem ein Pianist, der mit eigenen Kompositionen und als zuverlässiger Begleiter von Chor und Solisten wesentlich zum Erfolg dieses musikalisch gelungenen Sommerabends beitrug.

Dem Wunsch von Stadtarchivarin Christine Wittenbauer, das Spectaculum musicale möge sich seinen Anhängern doch etwas öfter zu Gehör bringen, schloss sich wohl mancher Konzertbesucher gerne an.

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