BUCH

Bei Waldbrandübung im Bucher Forst Zusammenspiel optimiert

Reicht das Wasser? Ein Kontrollblick ins Güllefass. Foto: Alexandra Kemnitzer
Zum „Angrifflöschangriff“ vorgerückt: Die Feuerwehrleute wässern den Wald. Foto: Alexandra Kemnitzer

Groß angelegt war sie, die Waldbrandübung der Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Lichtenfels und Bamberg, die unter Leitung der örtlichen Wehr im Bucher Forst stattgefunden hat. Ziel war es, die Bewegungsabläufe für den Ernstfall zu koordinieren. Letztlich gab es viel Lob, und das nicht nur von Thomas Hofmann, dem Kreisbrandmeister aus dem Stadtgebiet Lichtenfels, sondern auch von den Aktiven der beteiligten Wehren.

Mit GPS und Digitalfunk zum Einsatzort gelotst

Nachdem die Alarmierung über die Integrierte Leitstelle erfolgt war, dauerte es auch nur ein paar Minuten, bis die Aktiven am angenommenen Einsatzort waren. Dank Satellitensystem GPS und Digitalfunk funktionierte die Navigation und Kommunikation bestens, sodass die übergreifende Zusammenarbeit reibungslos vonstattenging.

Für einen reibungslosen Ablauf der Übung tauscht Abschnittsleiter und Kommandant der FF Buch am Forst, Matthias Zirkelba... Foto: Alexandra Kemnitzer

Weil im Ernstfall bei einem Brand viel Löschwasser benötigt wird, wurde 6000 Liter Löschwasser im Güllefass an den fiktiven Einsatzort gebracht. Mit dem Wasser aus den Fahrzeugen und den Faltbehältern standen rund 40 000 Liter zur Verfügung.

Zur Wasserentnahme stellte die Feuerwehr Weißenbrunn am Forst einen von zwei Faltbehältern auf. Foto: Alexandra Kemnitzer

Seit einigen Jahren üben die Dienstleistenden immer wieder für den Ernstfall, gab es doch im Jahr 1993 im Bucher Forst ein verheerendes Feuer. Durch den heißen Sommer und der Trockenheit in diesem Jahr kann schnell aus einer solchen Übung der Ernstfall werden. Auch wenn die größte Hitze (vorerst) vorbei ist, sollte nach wie vor das Rauchverbot im Wald beachtet, kein Feuer in der Nähe des Waldes entfacht oder brennende Zigaretten während des Autofahrens aus dem Fenster geworfen werden. Darauf weisen die Feuerwehrleute immer wieder hin.

Revierleiter Dirk Siepe ist angetan vom schnellen Miteinander

Zu den Beobachtern der Großübung gehörte auch der Lichtenfelser Revierleiter Dirk Siepe von den Bayerischen Staatsforsten. Er lobte das Engagement der Kameraden, die unter realen Bedingungen übten. Beruhigend sei für ihn das schnelle Abhandeln des Einsatzes, dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller.

Der Kreisbrandmeister im Stadtgebiet Lichtenfels, Thomas Hofmann (hinten, li.), schaute den Aktiven an der Pumpe über di... Foto: Alexandra Kemnitzer

Neben den Dienstleistenden der Freiwilligen Feuerwehr Buch am Forst nahmen aus dem Nachbarlandkreis Coburg die Freiwilligen Feuerwehren Grub am Forst, Niederfüllbach, Untersiemau und Weißenbrunn am Forst teil. Insgesamt waren rund 90 Kameraden im Einsatz. Des Weiteren war die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung der Feuerwehr Lichtenfels/Main mit Kreisbrandmeister Oliver Schardt vor Ort. Er koordinierte mit Einsatzleiter Steffen Schirrmacher (Feuerwehr Buch am Forst) die Übung.

KBM Thomas Hofmann: sehr sinnvoll, um die Zusammenarbeit zu vertiefen

Der Kreisbrandmeister für das Stadtgebiet Lichtenfels, Thomas Hofmann, dankte allen, die sich trotz Ferienzeit bei dieser Übung mit einbrachten. Da sich der Bucher Forst auch in die Fluren des Landkreises Coburg erstreckt, seien solche übergreifenden Einsatzübungen sinnvoll, weil die Zusammenarbeit der Wehren vertieft werden kann. Gerade bei solchen möglichen Großschadensereignissen sind oftmals mehrere Wehren aus verschiedenen Kommunen oder gar Landkreisen im Einsatz. „Wenn gemeinsam geübt wird, geht vieles noch zügiger. Zudem können die benachbarten Wehren schnell an Ort und Stelle sein und kennen sich aus“, erklärte Thomas Hofmann.

Einsatzleiter Steffen Schirrmacher (Feuerwehr Buch am Forst) war während der Übung vom Einsatzfahrzeug Kater Lichtenfels... Foto: Alexandra Kemnitzer

Bei lang anhaltender Hitze und Trockenheit läuft in Oberfranken eine Flugbeobachtung an den Wochenende. Per Hubschrauber können im Ernstfall können Löschwasserbehälter transportiert werden. Für die Waldbrandübung waren das Kater-Einsatzfahrzeug sowie zwölf weitere Fahrzeuge im Einsatz. In einem Nord- und Süd-Abschnitt, teilten sich die Wehren auf. Die Leitung eines Abschnittes hatte Kommandant der FF Buch am Forst, Matthias Zirkelbach übernommen.

 

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