LICHTENFELS

In Lichtenfels Haus sanieren und Zuschuss kassieren

Mit Unterstützung des Lichtenfelser Stadtsanierungprogramms wird das Anwesen Bamberger Straße 4 saniert. Hier wird außerdem das Dachgeschoss saniert. Foto: Steffen Huber

Wer sein nicht mehr ganz taufrisches Haus in der Innenstadt sanieren möchte, hat gute Chancen, einen ordentlichen Betrag aus dem Fördertopf der Städtebauförderung zu erhalten. Über eine halbe Million Euro gibt es Jahr für Jahr an Zuschüssen für die Renovierung von Gebäuden in der Altstadt. Je nach finanziellem Gesamtaufwand sind so bis zu 60 000 Euro – oder 30 Prozent der Kosten – Fördergelder pro Gebäudeerneuerung möglich.

Eine Zwischenbilanz über die aktuellen Vorhaben innerhalb der Lichtenfelser Städtebauförderung präsentierte am Montagnachmittag Sanierungsplanerin Rita von Frantzky von der Bayerngrund GmbH den Mitgliedern des Stadtentwicklungs- und Tourismusausschusses. So laufen derzeit zwölf Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 2,2 Millionen Euro in den Sanierungsgebieten östliche Altstadt und Altstadt Mitte sowie Coburger Straße. „Für eine Stadt von der Größe von Lichtenfels ist das top!“, sagte von Frantzky. Der Zuschuss der Städtebauförderung beträgt rund 480 000 Euro, wovon die Stadt im Rahmen ihres seit 2016 erneuerten Programms 192 000 Euro (40 Prozent) zahlt. Als laufende Vorhaben nannte von Frantzky unter anderem die Gebäude in der Bahnhofstraße 12a, Bamberger Straße 4, Judengasse 2, Farbgasse 7 oder Marktplatz 6.

38 000 Euro fürs Geschäftsflächenprogramm

Fördermittel gibt?s auch im Rahmen des Geschäftsflächenprogramms. Hier sanieren Bauherren aktuell für rund 300 000 Euro ihre Anwesen in der Innenstadt. Dafür erhalten sie rund 38 000 Euro Zuschüsse aus den Fördertöpfen, von denen 15 200 Euro oder 40 Prozent die Stadt übernimmt. Als laufende Renovierungen zählte von Frantzky die Hauser im Papstenweg 7 (Tagespflegeeinrichtung und Frauenarztpraxis) sowie Farbgasse 10 (Kosmetikstudio) auf. Fertiggestellt sind ihren Worten nach die Naturheilpraxis in der Farbgasse 10 sowie das Café Hilde am Marktplatz 23. Laut ihrer Aussage zeigen sechs bis sieben Hauseigentümer Interesse an einer Renovierung ihrer Anwesen im Rahmen der Städtebauförderung. All diese Vorhaben würden die Innenstadt aufwerten bei „für die Stadt verhältnismäßig geringen Ausgaben“.

In der Judengasse 2 wird mit Hilfe des Sanierungsprogramms ein ehemaliges Geschäft in Büroräume umgewandelt.

Was aus der vor einiger Zeit angedachten Grünanlage beim Anwesen Bahnhofstraße 12a geworden sei, wollte Monika Faber (SPD). Erster Bürgermeister Andreas Hügerich wie auch von Frantzky nannten dieses Vorhaben in der Städtebau-Vision 2025 einen Denkanstoß, der entstanden sei, weil es zum damaligen Zeitpunkt keinen Interessenten für das Gebäude gegeben hatte. Über die Schaffung von Grünflächen in der Altstadt wollte Christian Barth (JB) informiert werden. Außerdem interessierte es ihn, wie viel Prozent der Gebäude im Stadtgebiet dank der Städtebauförderung saniert würden. Letzteres konnte ihm die Architektin nicht beantworten, versprach aber Zahlen nachzureichen. Dafür nannte sie die Sanierungen der Häuser in der Coburger Straße 29 und am Marktplatz 6 als Beispiele für die Schaffung von entsiegelten Freiflächen.

Gespensterschloss am Weihnachtsmarkt wird aufgehübscht

Ein bisschen Nervenkitzel in der Adventszeit? Das verspricht Citymanager Steffen Hofmann den jüngsten Besuchern des Märchenwalds, der in den Wochen vor Weihnachten seine Pforten am Marktplatz öffnet. Gab es mit dem Rapunzelturm und dem Hexenbesen im vergangenen Jahr bereits zwei neue und laut Hofmann gut angenommen Attraktionen, soll heuer das Gespensterschloss aufgehübscht werden.

Geld vom Lichtenfelser Stadtsanierungsprogramm gibt's für den Umbau des Gebäudes Bahnhofstraße 12a zu einem kleinen Einf...

Neues Licht, eine neue Tonanlage, dazu ein paar noch nicht verratene Überraschungen – dies soll Kinderherzen im Dezember glücklich machen. Die Kosten dafür bezifferte Hofmann auf etwa 1000 bis 1200 Euro, auch weil diese Arbeiten vom Bauhof erledigt würden.

„Die Händler schätzen es sehr, dass wir zwar ein kleiner Markt sind, der aber echten Kunsthandwerkern ihren Platz einräumt.“
Steffen Hofmann, Citymanager

Der Citymanager berichtete des Weiteren von positiven Rückmeldungen der Händler des vergangenen Weihnachtsmarktes. „Sie schätzen es sehr, dass wir zwar ein kleiner Markt sind, der aber echten Kunsthandwerkern ihren Platz einräumt“, sagte Hofmann und hob auch die gelobte, halbkreisförmige Aufstellung der Hütten an. Er kündigte ferner an, dass es eine für alle Anbieter geltende Kernöffnungszeit von 13 bis 19 Uhr geben soll. „Länger dürfen natürlich die Gastronomen ihre Waren verkaufen“, antwortete Hofmann auf Nachfrage von Christian Barth.

Andrea Starker (CSU) wollte wissen, ob die von Hofmann angesprochenen Verbesserungen denn zu mehr Besuchern geführt hätten. Seine Antwort: „Bei der Märchenwald-Eisenbahn zählten wir mehr Fahrgäste, über die anderen Zahlen fehlen uns die Daten.“ Schließlich regte Monika Faber einen günstigen, speziell für Kinder gebackenen „kleinen Lichtenfels-Lebkuchen“ an.

Schlagworte