LICHTENFELS

Mordverdächtiger wohl nicht aus Lichtenfels

Trauerfeier für getöteten Kasseler Regierungspräsidenten
Das Konterfei von Walter Lübcke (CDU) am Sarg bei einem Trauergottesdienst. Lübcke wurde mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Wohnhauses getötet. Ein Bezug des möglichen Täters zu Lichtenfels beruht wohl auf einer Verwechslung aufgrund von Namensgleichheit. Foto: Swen Pförtner

Ob der Tatverdächtige im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke Bezüge nach Bayern hat, ist ungeklärt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt sich bei der Meldung des Bayerischen Rundfunks (BR), er stamme aus Lichtenfels, aber um eine Namensverwechslung. Wegen eines möglichen rechtsextremen Hintergrunds der Tat ermittelt die Bundesanwaltschaft.

Wie der BR berichtet hatte, gibt es in Lichtenfels eine Person mit gleichem Namen, die aber 16 Jahre jünger ist als der in Kassel festgenommene Mann. Auch bei Kassel gibt es eine Gemeinde namens Lichtenfels, zu der der Mann einen Bezug haben könnte.

Der Tatverdächtige, der nun in Untersuchungshaft sitzt, gehört seit Anfang der 1990-er Jahre zur Neonazi-Szene. Wegen eines versuchten Bombenanschlags auf eine Asylbewerberunterkunft in Hessen wurde er zu sechs Jahren Jugendstrafe verurteilt. Er soll Verbindungen zur rechtsextremen Gruppe Combat 18 haben.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen eines Tötungsdelikts mit politischem Hintergrund. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Verdächtige in eine rechtsterroristische Vereinigung eingebunden sei. (red)

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