LICHTENFELS/HOCHSTADT

Kreis-CSU: Für ein demokratisches Europa

Kreis-CSU: Für ein demokratisches Europa
Robert Gack Foto: Alfred Thieret

Im Mittelpunkt der Kreisdelegiertenversammlung des CSU-Kreisverbandes in der Katzogelhalle in Hochstadt stand die Wahl des neuen Kreisvorstands, bei der Landrat Christian Meißner einen überwältigenden Vertrauensbeweis der 113 Delegierten erhielt.

Für den CSU-Ortsverband Hochstadt begrüßte Vorsitzende Stefanie Kneipp ebenso wie der 2. Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat Max Zeulner die Delegierten aus den einzelnen Ortsverbänden. Christian Meißner ging in seinem Bericht auf einige aktuelle Ereignisse ein. Im Hinblick auf das Defizit bei Regiomed erinnerte er daran, dass zehn Jahre lang schwarze Zahlen geschrieben wurden.

Zehn Jahre schwarze Zahlen bei Regiomed

Mittlerweile werde es immer schwieriger Gewinne zu generieren. Sicher wurden auch Fehler gemacht, die man eingestehen müsse. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass in Lichtenfels ebenso wie in den anderen Regiomed-Kliniken Spitzenmedizin geboten werde, dass Ärzte und das Pflegepersonal eine hervorragende Arbeit erbringen würden. Die medizinische Leistung passe jedenfalls an allen Kliniken. Die Gründung von Regiomed sei auf alle Fälle der richtige Weg gewesen, weil alles in kommunaler Hand geblieben sei. Auch wenn man aktuell ein Defizit schreibe, habe man die Menschen im Blick und werde mit einem Sanierungskurs wieder in geordnete Bahnen zurückkommen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Verabschiedung des Kreishaushalts mit der Senkung der Kreisumlage um zwei Punkte. Der Landrat erinnerte auch an einige andere signifikante Maßnahmen im Landkreis. So werde der öffentliche Personennahverkehr völlig umstrukturiert, wovon die gesamte Landkreisbevölkerung profitieren werde und der Spielplatz am Kordigast sei nicht nur für die Touristen, sondern ebenso für die heimischen Bürger geschaffen worden.

Landrat ist für einen Lärmschutz an der B 173

Der Landrat sprach auch die B 173 an, für deren Ausbau nun das Baurecht und der Feststellungsbeschluss vorliegt. Die meisten Bürger hätten zwar die Straße entlang der Bahnlinie gewünscht, die jetzige Trasse sei aber mittlerweile die einzige Möglichkeit. Er werde sich aber für einen Lärmschutz einsetzen.

„Wir sind nicht nur eine Wirtschafts- und

Währungsunion, sondern auch eine Werteunion.“

Emmi Zeulner, Bundestagsabgeordnete

Der Landkreis schaffe auch die Rahmenbedingungen für Firmen, die erweitern und investieren wollen. Er stehe auch hinter den heimischen Landwirten, die Lebensmittel erzeugen, unsere Dörfer gestalten und die Kulturlandschaft pflegen.

7000 Arbeitsplätze hängen an der Straße

„Im Hinblick auf die Europawahl sollten wir unsere bayerischen CSU-Kandidaten Monika Hohlmeier, Niklas Stadelmann und den Spitzenkandidat Manfred Weber unterstützen, auch wenn sie nicht direkt wählbar seien“, sagte Meißner. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner ging auch unter anderem auf die B 173 ein, die er für die Region als existentiell erachtet, da sie den Frankenwald an das Bundesverkehrsnetz anbinde.

Kreis-CSU: Für ein demokratisches Europa
Die neu gewählten Vorstandsmitglieder des CSU-Kreisverbandes mit dem Kreisvorsitzenden Christian Meißner (4. v. re.) un ... Foto: Alfred Thieret

Von dieser Straße würden im Frankenwald etwa 7000 Arbeitsplätze abhängen. Er sprach auch die schwierigen Themen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ und das Versöhnungsgesetz an. Es sei nicht akzeptabel, dass teilweise Landwirte beleidigt und diskriminiert würden.

CSU will sich nicht vom Bauernverband vereinnahmen lassen

Allerdings sei auch klar, dass man im Bereich des Artenschutzes mehr tun müsse. Die CSU stehe hinter den Landwirten, man könne sich aber auch von keinem Verband vereinnahmen lassen. Er erwähnte auch den kommunalen Finanzausgleich von zehn Milliarden Euro, mit denen der Freistaat die Kommunen unterstützt, darunter auch Kommunen im Landkreis.

Kreis-CSU: Für ein demokratisches Europa
Edith Güthlein Foto: Alfrred Thieret

Die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner gab ein Plädoyer für ein geeintes Europa ab. Man wolle auf alle Fälle verhindern, dass Europa auseinanderbricht, das die offene Gesellschaft zerstört und Europa auseinanderdividiert wird. „Wir sind nicht nur eine Wirtschafts- und Währungsunion, sondern auch eine Werteunion und das möchte ich bewahrt wissen“, stellte die Abgeordnete klar. Unter den weiteren Themen, die sie anschnitt, war es ihr als Sozialpolitikerin bei der Umstellung der Ausbildung der Hebammen auf ein duales Studium ein großes Anliegen, dass der Praxisanteil nicht vernachlässigt wird.

Niklas Stadelmann, CSU-Kandidat für die Europawahl, stellte unter dem Motto „Für ein demokratisches Europa“ ein Positionspapier des CSU-Kreisverbandes vor, das die fünf folgenden Forderungen enthält: Direktwahl des Kommissionspräsidenten, Einführung von Europawahlkreisen mit Stimmgewichtung, Gleichberechtigung und Initiativrecht für das Europäische Parlament, Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips im Ministerrat und Schaffung einer Europäischen Rundfunkgesellschaft.

Überwältigendes Ergebnis bei den Wahlen

Diese Forderungen fanden einstimmige Zustimmung bei den Delegierten.

Breiten Raum nahmen die Wahlen des Kreisvorsitzenden, seiner vier Stellvertreter, des Schatzmeisters, der beiden Schriftführer, der weiteren 14 Vorstandsmitglieder sowie von jeweils 7 Delegierten und Ersatzdelegierten für den Landesparteitag und jeweils 14 Delegierten und Ersatzdelegierten für den Bezirksparteitag ein, die alle schriftlich zu wählen wahren. Mit einem überwältigenden Ergebnis (112 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung) wurde Christian Meißner erneut von den Delegierten zum CSU-Kreisvorsitzenden gewählt. Ein eindeutiges Votum erhielten auch seine vier Stellvertreter Emmi Zeulner, Peter Schmauser, Bernhard Storath und Christian Mrosek.

Edith Güthlein und Robert Gack aus ihren Ämtern verabschiedet

Für den langjährigen verdienten Schatzmeister Robert Gack, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Andreas Willner einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Zum Schluss verabschiedete Christian Meißner einige verdiente Mitglieder aus ihren Funktionen. So verabschiedete er sich herzlich mit einem Geschenk bei Edith Güthlein, die ihm 20 Jahre lang als CSU-Kreisgeschäftsführerin zur Seite stand. Ebenfalls bedankte er sich beim Lichtenfelser Stadt- und Kreisrat Robert Gack, der 22 Jahre lang als Schatzmeister für den Kreisverband tätig war und bei Hubertus Benecke, der 18 Jahre dem CSU-Ortsverband Trieb vorstand.

Die neue Führung

Vorsitzender: Christian Meißner, Stellvertreter: Emmi Zeulner, Peter Schmauser, Bernhard Storath und Christian Mrosek. Schatzmeister: Andreas Willner, Schriftführer: Markus Pülz und Thorsten Schmidtke, 14 weitere Vorstandsmitglieder: Christian Barth, Christian Bauer, Peter Büttner, Udo Dauer, Helmut Fischer, Manuel Fritsche, Herbert Hennemann, Robert Hümmer, Stefanie Kneipp, Philipp Molendo, Kathrin Roth, Frank Rubner, Niklas Stadelmann und Kathrin Weißmann, Kassenprüfer: Gerhard Popp, Thomas Siebenaller.
 

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