LICHTENFELS

IHK ehrt erfolgreiche Absolventen in Lichtenfels

IHK-Vizepräsident Wilhelm Wasikowski und Landrat Christian Meißner (v. re.) gratulierten den Prüfungsbesten der Berufsausbildung. Foto: Alfred Thieret

Bei der Abschlussfeier der IHK im Stadtschloss von Lichtenfels durften 71 Auszubildende ihre Prüfungszeugnisse entgegennehmen.

Die jungen Leute würden heute mit dem Abschluss ihrer Ausbildung und der Aushändigung ihrer Abschlusszeugnisse ein Ereignis feiern, das es in der Regel in ihrem Leben nur einmal gebe und deshalb etwas Besonderes sei, betonte der IHK-Vizepräsident für Oberfranken und Vorsitzende des IHK-Gremiums Lichtenfels, Wilhelm Wasikowski, einleitend.

Er verglich einen Sportklassiker wie Bayern München gegen Borussia Dortmund im Fußball oder Brose Bamberg gegen Bayern München im Basketball mit der Ausbildung. Im Sport wie in der Wirtschaft gehe es natürlich zunächst um Leistungsvoraussetzungen. Eine grottenschlechte Mannschaft werde sich schwer tun, ein Match gegen ein herausragendes Team zu gewinnen. Die Leistungsvoraussetzungen alleine würden aber nicht genügen. Man müsse seine Leistung und sein Wissen auch punktgenau abrufen können. Darüber hinaus gebe es eine Vielzahl weiterer Faktoren, die über Sieg oder Niederlage, Erfolg oder Misserfolg entscheiden würden. Das Spektrum reiche von der Motivation über Zielorientierung, Selbsteinschätzung und Geduld über Zeitmanagement bis hin zur Teamfähigkeit. Dies seien also genau die gleichen Erfolgsfaktoren wie im Unternehmen, wie in der Ausbildung.

Gefragter Nachwuchs

Alle seien sich sicher einig, dass die Motivation die Grundvoraussetzung für den Erfolg sei, ob im Sport oder im Unternehmen. Als Zielorientierung habe man im Sport klar den Sieg im Fokus, das Unternehmen habe dieselbe Zielsetzung, nur strebe man hier nach einem lukrativen Auftrag, einem besseres Produkt, einem positiven Wirtschaftsergebnis. Von Vorteil sei auch eine gute Mischung von kreativen Individuen und einem motivierten Team. Er appellierte an die Auszubildenden, nicht stehen zu bleiben, sondern sich weiterzubilden. Der Raum Lichtenfels habe erstklassige Arbeitgeber, die sich über einen engagierten Nachwuchs freuen.

Herausragende Leistungen

Dass die Ausbildungsbetriebe im Landkreis zu Recht einen guten Ruf hätten, zeigten die Ergebnisse der Abschlussprüfung, die stets besser ausfallen würden als in den anderen oberfränkischen Teilregionen. Dies liege natürlich nicht nur an den Azubis, sondern auch an den Ausbildern in den Unternehmen und den Lehrern in der Berufsschule. Nirgendwo sei die Durchfaller-Quote niedriger als im Landkreis Lichtenfels. Aber auch am oberen Ende gebe es Positives zu berichten. Bei den kaufmännischen Berufen schloss jeder Vierte die Prüfung mit der Note 1 ab, im gewerblich-technischen Bereich habe es diesmal nicht ganz so viele Einserabsolventen gegeben. Insgesamt liege Lichtenfels diesmal knapp hinter Bayreuth. Von den 73 Teilnehmern der Abschlussprüfung seien 71 erfolgreich gewesen, zwölf von ihnen hätten mit der Note 1 und 24 mit der Note 2 abgeschlossen.

Katharina Schenk machte sich zur Sprecherin der Ausbildungabsolventen und skizzierte noch einmal den Ausbildungsweg, der viele Herausforderungen mit sich gebracht habe, aber auch zur Entfaltung der Persönlichkeit und zur Stärkung des Selbstbewusstseins beigetragen habe. Mit Abschluss der Ausbildung stünden nun alle Türen offen, ob man nun weiter in seinem Ausbildungsbetrieb tätig sei und sich innerhalb des Unternehmens weiterbilde oder ob man ein Studium ergreife.

Landrat Christian Meißner gratulierte den Absolventen herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss. Die derzeit bestehende große Nachfrage nach Fachkräften eröffne ihnen beste Chancen am Arbeitsmarkt. Sie seien nämlich die Fachkräfte, die die Firmen suchen.

Die derzeitigen Chancen nutzen

Deshalb sollten die jungen Leute diese sich bietenden vielfältigen Chancen auch nutzen. Gerade in unserer Region hätten die Absolventen eine breite Auswahl an innovativen kleinen, mittleren oder großen Firmen. Im ländlichen Raum würden sich viele Möglichkeiten auftun, deshalb sollten sie ihrer heimatlichen Region verbunden bleiben.

Schließlich überreichten Landrat Christian Meißner, Wilhelm Wasikowski und Peter Belina, Geschäftsführer IHK-Gremium Lichtenfels an alle Absolventen ihre Prüfungszeugnisse und zeichneten zusätzlich die zwölf besten Auszubildenden aus. Die Band „Huebnotix“ umrahmte die Feier musikalisch.

Die Prüfungsbesten

Verena Appel (Kauffrau im Groß- und Außenhandel, Baur Versand), Patrick Beck (Kaufmann im Einzelhandel, Lebensmittelmärkte Werner), Sonja Frischholz (Fachkraft für Lagerlogistik, Baur Versand), Suzana Gavric (Kauffrau im Einzelhandel, Lebensmittelmärkte Werner), Julia Geldner (Kauffrau im Einzelhandel, Aldi GmbH), Daniel Hofmann (Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Baur Versand), Nico Imhof (Kaufmann im Einzelhandel, Lebensmittelmärkte Werner), Simon Kestel (Konstruktionsmechaniker, Karl Eugen Fischer), Silja Knörrer (Konstruktionsmechanikerin, Karl Eugen Fischer), Bastian Kunzelmann (Elektroniker für Betriebstechnik, Karl Eugen Fischer), Lasse Charlie Neumann (Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Baur Versand), Katharina Schenk (Kauffrau im Einzelhandel, Lebensmittelmärkte Werner).