LICHTENFELS

St-Veit-Straße Lichtenfels: Die schöne Fichte musste weichen

In der Lichtenfelser Sankt-Veit-Straße, oberhalb des Netto-Markts, entstehen neue Wohnhäuser. Dafür musste eine Baumreihe weichen. Nur eine Robinie blieb stehen. Foto: Markus Drossel

Elisabeth Heinel hatte die Bäume auf dem Areal der ehemaligen Hemdenfabrik Rost in der Sankt-Veit-Straße in Lichtenfels, allen voran die schöne Fichte, richtig lieb gewonnen, die sie über Jahrzehnte von ihrer Wohnung aus sehen konnte. Umso entsetzter war, als die Gehölze oberhalb des Netto-Marktes nun gefällt wurden. Alle, bis auf eine Robinie. „Das macht mich außerordentlich traurig“, sagt sie am Lesertelefon des Obermain-Tagblatts.

Der Grund für die Fällaktion: Eine Sonneberger Firma baut auf genanntem Gelände Familienhäuser. Trotzdem: „Die hätten nun wirklich nicht gestört“, meint Heinel. „Warum nur hat die Stadt Lichtenfels dem Grundstückseigentümer das Fällen der Bäume genehmigt? Umweltschutz geht anders!“

„Warum nur hat die Stadt Lichtenfels dem Grundstückseigentümer das Fällen der Bäume genehmigt? Umweltschutz geht anders!“
Elisabeth Heinel, OT-Leserin

Diese Bäume seien wertvoll für Kleinlebewesen verschiedenster Arten gewesen, betont die OT-Leserin. „Ich appelliere, doch künftig mehr Rücksicht auf die Natur zu nehmen.“

Das Obermain-Tagblatt fragte bei der Stadtverwaltung nach. „Die Stadt Lichtenfels hat selbstverständlich auch bedauert, dass die Bäume im Zuge der Abbrucharbeiten beseitigt wurden“, antwortet Sebastian Müller, der Pressesprecher. „Bei der Gestaltung der neuen Wohnanlage wurde jedoch besonders Wert darauf gelegt, dass wieder einige neue Bäume gepflanzt werden und beispielsweise die Carports eine Dachbegrünung erhalten.“

Und beim Gespräch des Redakteurs vor Ort mit den Bauarbeitern bestätigen diese: Der große, weit ausladende Baum, der heute noch steht, wird auch weiter stehen bleiben. Als Schattenspender und Treffpunkt für künftige Anwohner. Deshalb habe man auch ganz behutsam um die Wurzeln herum gearbeitet.

Störende Werbeschilder am Ende der Oberen Dorfstraße

Ortswechsel nach Seubelsdorf. „Wenn man die Obere Dorfstraße, vom Dorfbrunnen kommend, zur Bamberger Straße fährt, muss man dort Vorfahrt achten“, schildert ein Lichtenfelser Leser, der lieber anonym bleiben will. „Leider aber ist aber durch die Werbeschilder, die dort seit einiger Zeit stehen, der Radweg nicht einsehbar.“ Das ist ein Problem, denn: „Ich kann absolut nicht in Richtung Stadt schauen.“ Und so fahre er jedes Mal auf gut Glück. „Das sollte sich die Stadt besser mal ansehen.“

Genau das verspricht die Stadtverwaltung auch auf Nachfrage dieser Redaktion: „Die Situation wird von unserer Bauverwaltung überprüft und störende Schilder werden entfernt“, antwortet Sebastian Müller vom Bürgermeisteramt.

Kronacher Straße: Stolperfallen vor der Roßbach-Schule

Früher standen in der Kronacher Straße in Lichtenfels vor der Roßbach-Schule im Bereich der Bushaltestelle Schilder auf dem Gehweg. Diese sind nun weg, allein die Löcher sind geblieben. „Wer hier nachts entlang läuft, der kommt leicht ins Stolpern“, sagt Karin Lachner aus Lichtenfels, die in diesem Bereich öfters mit ihrem Mann unterwegs ist. „Das ist mir selbst schon passiert.“ Sie bittet den städtischen Bauhof, diese Löcher doch zu verfüllen. Das wird auch bald geschehen, wie Pressesprecher Sebastian Müller verspricht: „Der Mangel wird umgehend beseitigt.“