LICHTENFELS

Richtfest der Regiomed-Zentralküche in Lichtenfels

Richtfest der Regiomed-Zentralküche in Lichtenfels
Über das Richtfest für die Regiomed-Großküche freuten sich: (v. li.) Aufsichtsratsmitglied Klaus Brodführer (Schleusingen), der Coburger Landrat Sebastian Straubel, Christian Meißner, Landrat von Lichtenfels und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Regiomed, Roy Höneman... Foto: Alfred Thieret

Am Donnerstag wurde im Beisein zahlreicher Ehrengäste das Richtfest der zentralen Produktions- und Verteilerküche der Regiomed-Kliniken in der Krappenrother Straße gefeiert. Roy Hönemann, der Regiomed-Geschäftsführer für das operative Geschäft freute sich, dass nach dem Spatenstich im Juni 2018 und der Grundsteinlegung im September nun zum 11. April 2019 der Rohbau der mit einer Bausumme von 20 Millionen Euro veranschlagten hochmodernen Großküche fast abgeschlossen und das Dach fertiggestellt sei. Sein Dank galt allen am Bau beteiligten Firmen und Handwerkern.

Die Großküche solle nach Fertigstellung Zug um Zug die Produktion in den bisherigen Klinikküchen der Regiomed-Standorte ersetzen. Nach der Inbetriebnahme der neuen Zentralküche würden täglich 2000 bis 2500 Beköstigungstage entsprechend jeweils einer kompletten täglichen Verpflegung pro Patient in Lichtenfels produziert.

Landrat Christian Meißner, zugleich auch Vorsitzender der Regiomed-Gesellschafterversammlung, betonte, dass die neue Großküche höchsten Hygieneanforderungen genügen werde. Man könne deshalb erwarten, dass von hier aus Essen von hoher Qualität an die einzelnen Regiomed-Standorte geliefert werde. Nach Fertigstellung des Gebäudes werde also die Speisenproduktion nur noch in Lichtenfels erfolgen. Von hier werden dann die gekühlten Speisen sowohl als individuell für einzelne Patienten zusammengestellte Tabletts als auch in Großgebinden an die einzelnen Standorte transportiert. Vor Ort werden die Speisen regeneriert, so dass jeder Patient oder Bewohner ein heißes, nach hygienischen Vorschriften und ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen zubereitetes Essen erhält.

Auch der seit kurzem amtierende Coburger Landrat Sebastian Straubel, der Wurzeln zum Landkreis Lichtenfels hat, da seine Mutter aus Mannsgereuth stammt, freute sich über den Baufortschritt.

Knapp einen Hektar groß

Das Grundstück an der Krappenrother Straße zwischen TTL und Tankstelle, auf dem das Gebäude entsteht, ist knapp einen Hektar groß. Die Gesamtgrundrissfläche von 4200 Quadratmetern verteilt sich auf 2300 Quadratmeter Küchenfläche, 550 Quadratmeter Büro- und Sozialbereiche und etwa 1350 Quadratmeter Technik- und Verkehrsfläche. Der Neubau wurde in Stahlbeton-/Skelettbauweise mit Dachtragewerk in Stahlkonstruktion ausgeführt.

Modernstes Inventar

Das eigentliche Highlight der neuen Zentralküche liegt jedoch im Inneren des Gebäudes. Die Küchentechnik beinhaltet nämlich die neueste auf dem Markt befindliche Gerätekonfiguration mit Rückkühlkessel, die das Gargut innerhalb kürzester Zeit von kochend heiß auf vier Grad herunterkühlen, teilautomatische Spültechnik mit Wärmerückgewinnung, Kühlanlagen mit zukunftssicherem Kältemittel und automatischen Wagenwaschanlagen. Etwa 70 Prozent der Küchenfläche werden gekühlt sein, alle Arbeitsbereiche werden mechanisch be- und entlüftet. Aus Hygienegründen werden alle Wände und Decken mit Stahlblech-Sandwichelementen mit einer glatten Oberfläche ausgeführt. Auch die Fußböden werden durch einen strapazierfähigen Kunstoffbelag allen hygienischen Anforderungen gerecht.