LICHTENFELS

Gesellenbrief für 20 Junghandwerker

Gesellenbrief für 20 Junghandwerker
Die Altmeister Sigrid Heinze und Thomas Knauer wurden mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet. Glückwünsche durften auch die neuen Jungmeister entgegennehmen.

Bei der traditionellen Frühjahrs-Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft konnte der Kreishandwerksmeister Mathias Söllner in der ehemaligen Synagoge nicht nur 20 jungen Handwerkern ihren Gesellenbrief überreichen und ihnen eine erfolgreiche Zukunft wünschen, sondern auch zwei Altmeister mit dem Goldenen Meisterbrief auszeichnen und fünf Jungmeister vorstellen. Lichtenfels sei eine Handwerkerstadt, wobei es für die Zukunft wichtig sei, das traditionelle Handwerk mit dem modernen Handwerk zu verbinden, betonte Mathias Söllner.

Mit dem Öffnen der Zunftlade sprach dann sein Stellvertreter Michael Limmer nach alter Tradition die jungen Leute vom Zwang der Lehre los und frei und erklärte sie durch Handschlag und Aushändigung des Gesellenbriefes zu Gesellen. Mit dem alten Handwerkerspruch „Gott segne das ehrbare Handwerk“ beendete er die Zeremonie. Für ihre herausragenden Ergebnisse wurden Jannik Landvogt und Christian Storch (beide Notendurchschnitt 1,9) besonders geehrt, die beide bei Robert Hofmann GmbH zum Feinwerkmechaniker ausgebildet wurden.

Zusätzliche Kompetenzen erwerben

Der Vizepräsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Matthias Graßmann, gratulierte ebenfalls herzlich zur bestandenen Prüfung. Spätestens mit der Entgegennahme des Gesellenbriefes sollten sich die jungen Handwerker bewusst werden, dass sie ein sicheres Fundament für ihren beruflichen Werdegang, die Basis für eine vielleicht steile Karriere im Handwerk geschaffen haben. Dies bedeute aber keinesfalls, dass sie nicht mehr lernen müssten. Deshalb forderte er sie zur Weiterbildung, zu lebenslangem Lernen und einer späteren Meisterausbildung auf. Gerade als frisch gebackene Gesellen gelte es sich weiter auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und zusätzliche Kompetenzen zu erwerben.

Während ihrer Ausbildungszeit hätten sie gezeigt, dass sie Herausforderungen gewachsen seien. Sie verfügten über Fachkenntnisse, handwerkliches Können, ein hohes Maß an Flexibilität, Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen. Dies stärke das Selbstbewusstsein und sei ein gutes „Reisegepäck“ für die weitere Wegstrecke.

Wohin der Weg führen könne, würden die zwei Kollegen verdeutlichen, die mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet werden. Sie hätten sich vor 30 oder mehr Jahren selbstständig gemacht und damit nicht nur ihre berufliche Existenz gesichert, sondern auch die ihrer Mitarbeiter und deren Familien. Als selbstständiger Meister und Inhaber eines familiär geführten Betriebes hätten sie sich zeitlebens durch ihre fachliche Qualität, ihr Wissen und ihr Know-how hervorgetan und dies an den Nachwuchs weitergegeben. Als würdige Vertreter des Handwerks seien sie ein wichtiger Teil der Gesellschaft und des Wirtschaftslebens gewesen. Die Urkunde der Handwerkskammer bescheinige ihr Lebenswerk.

Fundament für Karriere

Landratstellvertreter Helmut Fischer gratulierte den frisch gebackenen Gesellen zur bestandenen Prüfung, womit sie ein starkes Fundament für ihre berufliche Karriere gesetzt hätten. Unabdingbar sei aber eine regelmäßige Weiterbildung entsprechend den steigenden Anforderungen in den Betrieben. Im Landkreis stünden Wirtschaft und Handwerk aktuell sehr gut da, was den jungen Handwerkern beste Perspektiven biete. Es gelte aber auch schwächere Zeiten im Wirtschaftskreislauf zu überstehen.

Bürgermeister Andreas Hügerich beglückwünschte die jungen Gesellen, die einen wichtigen Schritt auf ihrem beruflichen Weg vorankamen, die Jungmeister, die ein großes Ziel bereits erreicht hätten und die Altmeister, die jahrzehntelang in ihrem Handwerk tätig waren. Er wünschte sich eine gute Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und dem Handwerk, um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft in unserer Region stellen zu können.

Zum Abschluss der Freisprechung ließ Michael Limmer den Dreiklang Meister, Geselle und Lehrling sowie das deutsche Handwerk hochleben.

Gesellenbrief für 20 Junghandwerker
Die Altmeister Sigrid Heinze und Thomas Knauer wurden mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet. Glückwünsche durften ...

Im Rahmen der Freisprechungsfeier wurden mit der Friseurmeisterin Sigrid Heinze aus Redwitz und dem Schreinermeister Thomas Knauer aus Lichtenfels auch zwei Altmeister geehrt. Der HWK-Vizepräsident überreichte ihnen für ihre mindestens dreißigjährige ununterbrochene selbständige Tätigkeit den Goldenen Meisterbrief. Er dankte den Ausgezeichneten dafür, dass sie Arbeitsplätze schufen, junge Menschen auf ihr Berufsleben vorbereiteten und für Familien eine Existenzgrundlage boten.

Sie seien dadurch zu einem Vorbild für das Handwerk geworden. Auch fünf Jungmeister stellten sich vor. Für die musikalische Umrahmung sorgten Susi Schliefer mit ihrer Querflöte und Thomas Bähr am Klavier.

Ehrungen und Freisprechung

Folgende Junghandwerker haben die Gesellenprüfung bestanden: Feinwerkmechaniker (Fachrichtung Werkzeugbau): Carl Brand, Fabian Haselmann, Mario Wagner (alle Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH), Dominik Dorsch, Dominik Huber, Jannik Landvogt, Matthias Schöps, Christian Storch (alle Robert Hofmann GmbH), Marcel Holzer, Sebastian Pezolt (beide Vogel & Heppner GmbH) sowie Christoph Ebertz (Hochstadter Formenbau GmbH). Mechatroniker: Yannik Behr, Christian Brückner (beide Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH). Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Jan Dück, Philipp Koch, Felix Mahr (alle Limmer + Söllner GmbH), Szilard Molnar (Haustechnik Wagner GmbH), Timo Schober (Hans Schrepfer GmbH), Marvin Zeis (Zirkelbach GmbH) und Tim Gagel (Gagel Bäder GmbH). Goldener Meisterbrief für Altmeister: Sigrid Heinze (Friseurmeisterin, Redwitz) sowie Thomas Knauer (Schreinermeister, Lichtenfels). Jungmeister: Steffen Geiger (Bäcker), Markus Haas (Elektrotechniker), Robert Zillig (Feinwerkmechaniker), Daniel Reinhardt (Elektrotechniker) und Dorian Sikorski (Installateur- und Heizungsbauermeister).
 

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