LICHTENFELS

Lernen und Zeit sinnvoll gestalten an der HOS

Lernen und Zeit sinnvoll stalten an der HOS
Mehrere Schüler betrachten interessiert die Bildergalerie über die vielfältigen Freizeitprojekte der Jugendlichen der Offenen Ganztagsschule. Foto: Alfred Thieret

Zehn Jahre Offene Ganztagsschule an der Herzog-Otto-Mittelschule – zu diesem erfreulichen Ereignis hatte Schulleiter Wolfgang Fischer zahlreiche Eltern und deren Kinder eingeladen. Für die musikalische Einstimmung sorgte das Schulorchester unter der Leitung von Florian Ebert.

Bereits seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es an der Herzog-Otto-Mittelschule die Möglichkeit einer ganztägigen Betreuung der Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn im Rahmen der Offenen Ganztagsschule. Gewährleistet wird dabei eine ganzheitliche qualifizierte Betreuung durch Sozialpädagogen und Erzieher des evangelisch-lutherischen Dekanats Michelau als Kooperationspartner. Die momentan 38 Mädchen und Jungen werden von der Sozialpädagogin Agnes Otta, der Erzieherin Carola Hirle und der Erzieherin Anette Teubner, der Leiterin der Einrichtung, betreut. Die Mitarbeiterinnen führten die Jugendlichen mit ihren Eltern durch die Räume und erläuterten die Intention und den Tagesablauf der Offenen Ganztagesschule. Betreuungsschwerpunkte seien dabei ein gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung. Grundlage der pädagogischen Arbeit sei es, die Kinder in ihrer körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung zu fördern.

Strukturierter Tagesablauf und Entlastung der Eltern

Die Offene Ganztagsschule stelle dabei keine Verlängerung der Schulzeit dar, sondern verstehe sich als familienergänzendes Hilfsangebot, das sowohl schulisch-fachliche als auch psychosoziale Aspekte berücksichtige. Als Vorteil für die Schüler ergebe sich ein strukturierter Tagesablauf, eine Unterstützung bei der Erledigung der schulischen Aufgaben, eine Anregung zu sinnvoller Freizeitgestaltung und die Erfahrung eines guten sozialen Miteinanders, während die Eltern durch dies Unterstützung entlastet würden.

Das Konzept der Nachmittagsbetreuung sehe zunächst ein gemeinsames Mittagessen mit Brot, Wurst, Käse, Getränken, Obst und Gemüse vor, wobei die Jugendlichen bei der Organisation mit eingebunden seien, betonte Anette Teubner.

Gegenseitige Hilfe bei der Erledigung der Hausaufgaben

Im Rahmen eines Projektes kämen alle zwei Wochen unter Beteiligung der Schüler auch warme Gerichte wie Suppen, Klöße mit Soße oder Schnitzel mit Pommes auf den Tisch.

Nach dem Essen erfahren die Schüler Unterstützung in der selbstständigen Erledigung der Hausaufgaben, wobei sie sich auch gegenseitig helfen und außerdem Nachhilfe durch Schüler der 10. Klasse in Anspruch nehmen können. Einen wichtigen Ausgleich zum Schulunterricht und den Hausaufgaben schaffen dann die vielfältigen Freizeitangebote als Ausgleich zum vielen Sitzen während des Unterrichts und der Erledigung der Hausaufgaben. Im Vordergrund stehen dabei Bewegung im Freien und in der Turnhalle, kreatives Gestalten, Musik-Workshops, oder die Beschäftigung mit vorhandenen Spielgeräten wie Billard oder Kicker. Wer Ruhe braucht, kann sich in den Chillraum zurückziehen.

Zusätzlich sorgen zahlreiche Projekte im Freizeitbereich für Abwechslung, von denen mehrere in Bildergalerien im Aufenthaltsraum präsentiert wurden. Darunter befanden sich Projekte in den Bereichen Sport (Turnen, Fußball), Fitness (Nutzung der Geräte im Fitnessraum der Schule), Selbstverteidigung, Hygiene, Experimente, Ausflüge (Tierheim, Weidenlabyrinth, Wald) und Basteln (Vogelhäuschen). Unter dem Motto „Hand in Hand mit beeinträchtigten Menschen“ werden im Sinne von gelebter Inklusion auch Kontakte zu Kindern und Jugendlichen der St. Katharina-Schule und der Tagesstätte St. Anna gepflegt mit Aktionen wie gemeinsamem Schlittenfahren, Korbflechten oder Basteln.

Wichtige Ergänzung des schulischen Profils

Die Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner überbrachte zum zehnjährigen Bestehen die Glückwünsche der Stadt, die als Sachaufwandsträger für alle anfallenden Ausstattungskosten und für die über die Zuschüsse des Bayerischen Staates hinausgehenden Betriebskosten aufkommt. Sie hob hervor, dass die Offene Ganztagsschule mit den drei Säulen Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung eine wichtige Ergänzung des schulischen Profils darstellt und dankte dem dreiköpfigen Team für seine engagierte Arbeit. Auch die beiden Leiter der Schulkindbetreuung im Dekanat, Martin Pietz und Andreas Förster, würdigten die Leistung der drei Betreuerinnen, die die Kinder und Jugendlichen in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung begleitet und gefördert haben.

Lernen und Zeit sinnvoll stalten an der HOS
Die Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner, Anette Teubner, die Leiterin der Offenen Ganztagsschule, die Schülerin Jessic...

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