LICHTENFELS

Neue Stadträtin Sigrid Mager folgt auf Stefan Hofmann

Sigrid Mager (FW/FB) tritt die Nachfolge von Stefan Hofmann an, der aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden ist, und ...

Im Stadtrat gibt es seit Montag ein neues Gesicht. Sigrid Mager aus Rothmannsthal wurde von Erstem Bürgermeister Andreas Hügerich als Nachfolgerin von Stefan Hofmann (Freie Wähler/Freie Bürger) vereidigt. Der bisherige FW/FB-Fraktionssprecher war aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Hofmanns Nachfolger als Fraktionsvorsitzender ist Eduard Meixner, dessen Vertreter sind Rudolf Panzer und Winfried Weinbeer.

Bürgermeister Hügerich dankte Stefan Hofmann für dessen Einsatz im Stadtrat in den vergangenen knapp fünf Jahren und bedauerte dessen Rücktritt.

Die Lichtenfelser Vereine dürfen sich über eine stärkere Förderung durch die Stadt freuen. Den Antrag auf Erhöhung der Zuschüsse hatte Rudi Breuning (SPD) eingebracht, und er ist vom Gremium einstimmig angenommen worden. Künftig erhalten Vereine sieben statt fünf Prozent Zuschüsse für Investitionen beziehungsweise maximal 27 000 statt 20 000 Euro.

Ebenfalls angehoben wurden die Zuschüsse für Maßnahmen der Denkmalpflege von acht auf zehn Prozent, der maximale Betrag steigt damit von 10 000 auf 13 000 Euro. Die Förderung für Kirchenbaumaßnahmen steigen von drei auf fünf Prozent der anfallenden Kosten beziehungsweise von maximal 10 000 auf 13 000 Euro je Objekt. Schließlich erhöhte das Gremium den Betriebskostenzuschuss für Sportvereine von jährlich 18 000 auf 25 000 Euro.

„Nach nunmehr zweieinhalb Jahren wurden vom Bürgermeisteramt einige Projekte auf den Weg gebracht, die das Wir-Gefühl in Lichtenfels weiter geprägt haben“, zog dessen Leiter Sebastian Müller eine durchweg positive Bilanz seiner Abteilung in der Lichtenfelser Stadtverwaltung.

Müller hob dabei Neuerungen hervor, die sein Team und er selbst in seit 1. November 2016 auf den Weg gebracht hätten. Er nannte dabei unter anderem ein einheitliches Erscheinungsbild der Stadtverwaltung und ihrer Einrichtungen nach Außen, den Ausbau der klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder den Imagefilm, der Lichtenfels und dessen Angebote bekannt machen soll. Wie Müller betonte, sei der Streifen über 28 000-mal im Internet gesehen worden.

Willkommenspaket

Als weitere Projekte nannte der Amtsleiter den 2018 begonnenen Prozess der „Vision 2030“ sowie das FADZ, das Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien, die vom Bürgermeisteramt geplant beziehungsweise federführend begleitet werden.

„Um eine Willkommenskultur zu verankern und um die Kommunikation mit den Bürgern auszubauen, erarbeitete das Bürgermeisteramt ein Willkommenspaket mit Gutscheinen und Stadtplan für alle neu hierher Gezogenen sowie ein Halstuch mit der Aufschrift ,Ich bin a Lichtenfelserla‘ für in Lichtenfels gemeldeten Neugeborenen, die ab sofort verteilt werden“, gab Sebastian Müller abschließend bekannt. (hubi)

Aus dem Stadtrat

• Einstimmig gab der Stadtrat sein Okay für das Leader-Projekt „Standkonzept für das internationale Flecht-Kultur-Festival“, das den flechtkulturellen Teil des Lichtenfelser Korbmarkts darstellt. Wie Citymanager Steffen Hofmann erläuterte, seien die bisherigen Pavillons für die Kunsthandwerker rund um die katholische Stadtpfarrkirche zur alt. Jetzte schafft die Stadt 41 neue, individuell angepasste Pavillons in drei Größen an. Die Kosten dafür bezifferte Hofmann auf rund 172 000 Euro, wovon es knapp 87000 Euro als Leader-Förderung gebe. Frank Rubner (CSU) monierte die recht hohen Kosten in Höhe von rund 4000 Euro pro Pavillon. Stadtbaumeister Gerhard Pülz erläuterte, dass diese den Bedürfnissen der Stadt angepasst wurden und kein Produkt „von der Stange“ seien.

• Ebenfalls ohne Gegenstimme votierte der Stadtrat für den Flurbereinigunsplan der Dorferneuerung Stetten.

Wie Andreas Eberlein von der Stadtverwaltung erklärte, übernehme die Stadt die Straßenbaulast für die im Flurbereinigungsplan ausgewiesenen Straßen und Wege. Eduard Meixner (FW/FB) gab im Namen der Jagdgenossen aus Stetten zu bedenken, dass die im Flurbereinigungsgebiet verlaufende Straße von Tiefenroth zur Autobahn 73 auch von Rettungskräften und Mitarbeitern der Autobahndirektion genutzt werde. Bürgermeister Hügerich versprach, dass sich die Stadt an den Bund wenden werde, um eine Beteiligung an möglichen Kosten zu klären.

• Da es keinerlei Einwände der Träger öffentlicher Belange am „Solarpark A73/B289“ gab, beschloss das Gremium diesen als Satzung.

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