HOCHSTADT/TRIEB

„Pro B 173 neu“: Bürgerinitiative löst sich auf

Die Bürgerinitiative „Pro B 173 neu“ sieht ihren Zweck nach dem Gerichtsurteil als erledigt an und hat sich in der jüngsten Sitzung aufgelöst. Foto: ArchivSteffen Huber

Die Bürgerinitiative (BI) „Pro B 173 neu“ traf sich jüngst zu ihrer letzten Sitzung im Gasthof Schardt in Trieb: Da sie nichts mehr tun kann, hat sie sich jetzt aufgelöst.

Der Sprecher der BI, Bernd Priemer, gab zuvor einen breiten Überblick über die Arbeit der vergangenen fast 25 Jahre. Diese Zeit war geprägt von unzähligen Treffen, Gesprächen und Schriftverkehr sowohl mit heimischen als auch mit Landes- beziehungsweise Bundespolitikern, EU-Abgeordneten und dem Straßenbauamt. Das Ziel war es immer, eine sinnvolle Ortsumfahrung für alle Bürger von Hochstadt und Trieb zu bekommen, die die Menschen am wenigsten belastet und den geringsten Landverbrauch aufweist. Mit der Bahntrasse wäre dies auch möglich gewesen. Aber das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 14. November 2002 den Planfeststellungsbeschluss hierzu aufgehoben.

Alle Bemühungen waren vergebens

Trotzdem ging der Einsatz der BI weiter – zunächst für die Bahntrasse und dann für die Mitteltrasse als 2+1-Variante. Auch zwei Bürgerentscheide mit einer Zweidrittelmehrheit gegen die Südtrasse wurden initiiert. Aber alles vergebens. Das Bayerische Verwaltungsgericht in München hat in der mündlichen Anhörung am 14. Dezember 2018 die Klage der Gemeinde Hochstadt gegen die Südtrasse abgewiesen.

Die Mitglieder der BI waren sich darin einig, dass man das rechtsstaatliche Urteil, auch wenn es noch so schwer ist, anerkennen muss. Einig war man sich aber auch darin, dass damit der Zweck der Bürgerinitiative „Pro B 173 neu“ erledigt ist. Priemer verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass sich die örtlichen Politiker, allen voran Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, an ihr Versprechen halten, sich für einen optimalen Lärm- und Emissionsschutz einzusetzen.

Er bedankte sich abschließend im Namen der Mitglieder bei all denen, die die Bürgerinitiative in den vielen Jahren unterstützt haben, und wünschte den betroffenen Bürgern gute Nerven für die sechs- bis achtjährige Bauzeit. (red)

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