LICHTENFELS

Lichtenfels 2030: Von der Vision zur Realität

„Lichtenfels 2030“: Von der Vision zur Realität
Über Lichtenfels geht die Sonne auf. Das Konzept „Lichtenfels 2030“ will, bildlich gesprochen, dass sie die Wolken vertreibt und die Stadt noch mehr zum Blühen bringt. Deshalb sieht es unter anderem mehr Bürgerbeteiligung, eine „grünere“ Stadt, vernetzte Mobilität oder auch selbs... Foto: Sascha Ott

Ob Malente in Schleswig-Holstein, Großschönau in Sachsen oder Lennestadt in Nordrhein-Westfalen – immer mehr Kleinstädte rüsten sich mit sogenannten Entwicklungsstrategien für die Zukunft. Auch Lichtenfels gehört dazu: Einen ersten Blick auf die kommenden zwölf Jahre präsentierte Bürgermeister Andreas Hügerich bereits im Herbst 2018 bei der Bürgerversammlung im Stadtschloss. Das Konzept „Lichtenfels 2030“ sieht unter anderem mehr Bürgerbeteiligung, eine „grünere“ Stadt, vernetzte Mobilität oder auch selbstversorgende Wohngebiete vor.

Doch wenn aus einer Vision gelebte Realität werden soll, müssen Worten Taten folgen. Dies lässt sich zwar nicht auf die Schnelle umsetzen, aber schon jetzt nachhaltig planen und Schritt für Schritt angehen – auch von Seiten der Bürger. Laut einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) kann die Lebensqualität in Kleinstädten in großem Maße von den Bewohnern selbst gestaltet und getragen werden. Sie können ihre Vorstellung einer lebenswerten und lebendigen Stadt vor Ort verwirklichen.

Neue Antworten auf grundlegende Fragen

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Informationsvermittlung. Nur wer ausreichend informiert und aufgeklärt ist, kann sich eine Meinung bilden und entsprechend zielgerichtet handeln.

Deshalb wird das Obermain Tagblatt in einer mehrteiligen Serie der Frage nachgehen, wie sich Lichtenfels bis zum Jahr 2030 zu einer zukunftsfähigen Kleinstadt entwickeln kann.

Der Blick in die Zukunft offenbart sowohl Chancen als auch Herausforderungen. So flammen im öffentlichen Diskurs immer wieder Schlagworte wie demographischer Wandel, Ressourcenknappheit, Globalisierung oder Klimakrise auf. Damit muss auch auf regionaler Ebene umgegangen werden – bestenfalls mit konkreten, kreativen und alltagstauglichen Initiativen. Im Wesentlichen geht es dabei um grundlegende Fragen, auf die mitunter neue Antworten gefunden werden müssen: Wie wollen wir 2030 in Lichtenfels leben? Wie gesund soll die Nahrung sein, die wir zu uns nehmen, und wie sauber die Luft, die wir atmen? Wie wollen wir in Zukunft wohnen, miteinander umgehen, uns mit Energie versorgen, bilden und fortbewegen?

Im Rahmen einer regelmäßig erscheinenden Berichterstattung wird das Obermain Tagblatt deshalb verschiedenste Bereiche rund um das Thema „Lichtenfels 2030“ beleuchten und aufzeigen, wie hier – auf regionaler Ebene – Zukunft aktiv gestaltet werden kann. Dazu gehören neue Wege der Energieversorgung und Ressourcenschonung ebenso wie nachhaltige Bildung und intelligente Mobilitätskonzepte. Auch die Themen Ernährung, Partizipation sowie Arten- und Naturschutz sollen aufgegriffen und so bürgernah wie möglich aufbereitet werden.

Vom Upcycling bis zur privaten Hühnerhaltung

A propos „bürgernah“: Wenn das Obermain-Tagblatt von dem Trend berichtet, dass im Silicon Valley immer mehr Angestellte von Google, Apple und Facebook Hühner im eigenen Garten halten, dann hat das auf den ersten Blick wenig mit der zukunftsfähigen Entwicklung der Korbstadt tun. Wenn dies aber als Anlass dient, das Thema Selbstversorgung und Direktvermarkter im Landkreis Lichtenfels genauer unter die Lupe zu nehmen, dann sieht das Ganze schon anders aus. Ähnlich verhält es sich mit Modeworten wie „Upcycling“ oder „Urban Gardening“. In den großen Städten sind diese Begriffe schon längst im Alltag angekommen. Es werden sogar große Events dazu veranstaltet oder Bewegungen gegründet. Das soll aber nicht heißen, dass die Lichtenfelser nichts damit am Hut haben oder es so etwas in der Region nicht geben kann – eben in seiner ganz eigenen Form.

Da die besten Geschichten bekanntlich das Leben schreibt, möchten wir auch Sie an diesem Projekt teilhaben lassen und dazu aufrufen, sich mit Ihrem Wissen und Ihren Informationen zu beteiligen. Egal, ob es um erwähnenswerte Projekte und Initiativen, interessante Personen, Netzwerke, Entwicklungen oder Innovationen rund die genannten Themengebiete zu „Lichtenfels 2030“ geht – wir freuen uns auf Ihren Input an redaktion@obermain.de.

 

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