LICHTENFELS

Großes Lob für Pantels letzten Finanzetat

Man merkte dem scheidenden Kämmerer Johann Pantel die Rührung an. Denn neben Erstem Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) gab es von allen Fraktionen ein dickes Lob für seinen letzten erstellten Haushalt. Siegbert Koch (Grüne) meinte, Pantel habe eine „wunderbare Arbeit“ geleistet und einen Etat erstellt, auf den man sich hundertprozentig verlassen könne. Dr. Arnt-Uwe Schille (SPD) nannte den Stadtkämmerer eine „Instanz und Rückhalt“, der immer offen für Neuerungen gewesen sei. „Johann Pantel hat unseren jungen Bürgermeister nicht eingebremst, er hat dessen Aufgalopp zwar manchmal die Richtung gewiesen, ihn aber laufen lassen“, sagte der Fraktionssprecher. Viele Projekte würden die Stadt attraktiver machen. Wegen der großen Wohnungsnachfrage sei es aber notwendig, den sozialen Wohnungsbau zu fördern. „Die SPD plädiert deswegen schon länger für eine Wohnbaugesellschaft“, so Schille.

Strick-Set für den Kämmerer

Ein Strick-Set hatte Frank Rubner (CSU) für den scheidenden Kämmerer als Geschenk dabei, da dieser in den letzten Jahren immer „ein gutes Händchen beim Stricken der Haushalte bewiesen“ habe. In den Etat seien neben den Pflichtaufgaben auch viele Wünsche des Stadtrates eingeflossen, freute sich Rubner.

Ebenfalls zufrieden äußerte sich Philipp Molendo (JB) und erinnerte an die positive Entwicklung des Etats in den letzten zehn Jahren. Auch wenn die Einnahmen sprudeln würden, zeige die Tendenz nach unten. Deswegen müsse man Maß halten bei den Ausgaben und bedenken, dass in den nächsten Jahren Ausgaben wie die Sanierung von Stadthalle oder Hallenbad auf die Stadt zukämen.

Für die WLJ zeigte sich Roland Lowig sehr zufrieden mit dem Zahlenwerk. Es sei zukunftsweisend und beinhalte gute Investitionen für Lichtenfels. Stefan Hofmann (FW) schließlich freute sich, dass viel in die Kinderbetreuung und die Jugend investiert werde. „Ich werde allerdings ungeduldig, dass für den sozialen Wohnungsbau noch kein Spatenstich getätigt worden ist, ebenso wenig für den Breitbandausbau.“ Dagegen lobte er die Tariferhöhungen für die städtischen Mitarbeiter, schließlich müsse die Stadt sich am Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Bernhard Christoph (Grüne) bemängelte dagegen, dass seine Fraktion bereits vor vier Jahren beantragt habe, mehr Wiesen im Stadtgebiet zu schaffen, bis heute aber nichts geschehen sei.

Bürgermeister Andreas Hügerich schließlich zeigte sich sehr zufrieden mit dem Etat. „Wir investieren massiv in die Entwicklung der Stadt und bauen gleichzeitig jährlich um etwa eine Million Euro Schulden ab“, freute sich der Rathauschef und betonte, dass sich die Stadt nicht ausruhen dürfe, sondern auch künftig investieren werde, sei es in Wohn- und Gewerbeflächen, sei es beim Kita-Ausbau oder für die Infrastruktur.

Weitere im Stadtrat besprochene Themen lesen Sie in der nächsten OT-Ausgabe sowie am Donnerstag unter www.obermain.de. (hubi)