SCHNEY

SPD Schney: Die Erfolge besser hervorheben

Erster Bürgermeister Andreas Hügerich, SPD-Kreisvorsitzender Sebastian Müller, Ehrenvorsitzender Rudi Breuning, Gisela Weber, Andreas Werner, Elke Werner (v. li.) bei der Ehrung im Rahmen der Hauptversammlung.

In ihrem Bericht über das abgelaufene Jahr bei der Hauptversammlung der Schneyer SPD ging die Vorsitzende Elke Werner, auf die empfindlichen Wahlniederlagen der SPD ein, die ihrer Meinung nach teilweise darauf zurückzuführen seien, dass es der SPD nicht gelang, ihre Leistungen und spürbaren Verbesserungen wie etwa die paritätische Krankenversicherung innerhalb der Großen Koalition so darzustellen, dass die Wähler sie honorierten. „Wir müssen lernen, unsere Erfolge viel stärker herauszuheben und uns wieder als die Partei präsentieren, auf die man sich verlassen kann!“ forderte sie, bevor sie auf die zahlreichen Veranstaltungen einging, die die Schneyer Sozialdemokraten im letzten Jahr besucht beziehungsweise organisiert haben.

In Lichtenfels habe sie sich mit ihrem Schneyer Stadtratskollegen Rudi Breuning aktiv an der Gestaltung der Kommunalpolitik beteiligt und Bürgermeister Andreas Hügerich Arbeit unterstützt.

„Ja“ zum Volksbegehren

Im Jahr 2019 gelte es, weitere Weichen für die Zukunft zu stellen: zunächst stehe am 26. Mai die Wahl zum Europaparlament an, die angesichts der Aktivitäten rechtslastiger Populisten auch in unserer Region größten Einsatz erfordere. In einer der nächsten Ortsvereinsversammlungen werde sich der Anästhesiearzt Martin Lücke aus Coburg, der im Bezirk Oberfranken für die SPD kandidiert, bei den Schneyer Sozialdemokraten vorstellen. Wie Elke Werner weiter ausführte, werfen auch die Kommunalwahlen 2020 bereits ihre Schatten voraus, und es gelte, zeitnah Listen mit den Kandidaten für den Stadtrat und den Kreisrat zu erstellen. Der SPD-Kreisvorsitzende Sebastian Müller bedankte sich bei den Schneyer Sozialdemokraten für ihre Mitarbeit im Kreisverband und hob vor allem die Solidarität und Einsatzbereitschaft von Elke Werner hervor. Anschließend legte er die Teilnahme am Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ans Herz.

Anschließend nahmen Rudi Breuning, Andreas Hügerich, Sebastian Müller und Elke Werner zwei Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vor: Andreas Werner war dem SPD-Ortsverein im Jahr 1969 beigetreten und erhielt nun die Ehrenurkunde und die Ehrennadel für 50-jährige Treue zur Partei. Mit Gisela Weber wurde eine Frau geehrt, die sich in den 40 Jahren ihrer Parteizugehörigkeit unter anderem als jahrelange stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende verdient gemacht hat.

Dem detaillierten Bericht des Schriftführers Günther Scheler über die Versammlungsinhalte des Jahres 2018 folgte der erfreuliche Kassenbericht von Cornelia Bergmann, bevor Andreas Hügerich aus der Arbeit des Kreistages und des Stadtrats berichtete. Als „erfreulich positiv“ bezeichnete er dabei die Inbetriebnahme des neuen Klinikums. Es stelle sich allerdings nach wie vor die Frage, wie die Gebäude des alten Krankenhauses sinnvoll genutzt werden können.

Ein nach wie vor wichtiges Thema sei der Ausbau der B 173 mit der Umgehung von Trieb und Hochstadt. Er verstehe zwar, dass es weiterhin Menschen gebe, die die vorgesehene Trassenführung und die Art des Ausbaus ablehnen, doch andererseits wolle er darauf hinweisen, dass die bis Lichtenfels vierspurig ausgebaute B 173 und vor allem die A 73 große Vorteile für die Entwicklung der Kreisstadt gebracht haben.

Bezüglich der Kommunalwahl 2020 versprach Andreas Hügerich, dass er weiterhin sein Bestes in seinem Amt geben werde. Die Zusammenarbeit aller Stadträte bezeichnete Andreas Hügerich als harmonisch und zielorientiert, was unter anderem dazu geführt habe, dass es gelungen sei, drei Haushalte in Folge trotz enormer Investitionen in die Infrastruktur, in Kindergärten, Kindertagesstätten und Horte ohne Neuverschuldung zu verabschieden.

Reparatur der Krebsbachbrücke

Nachdem man 5,4 Millionen für das Industriegebiet an der Zeil ausgegeben habe, beschäftige sich die Stadtverwaltung mit den Vorplanungen für die Regelung des Verkehrs während der Reparatur der Friedrich-Ebert-Straße in Schney, für deren Durchführung der Landkreis zuständig sei. Noch in diesem Jahr werde die Reparatur der Krebsbachbrücke in Angriff genommen, wobei beträchtliche Kosten zu erwarten seien.

Die Frage von Horst Hollfelder, ob ein so riesiges Industriegebiet wie die Erweiterung der „Zeil“ denn ausgelastet werden könne, beantwortete Andreas Hügerich mit der Mitteilung, dass in Lichtenfels weiterhin großer Bedarf an Industrieflächen bestehe, und dass es bereits ernsthafte Anfragen von Unternehmen gebe. In diesem Zusammenhang erklärte er auch, dass es für die Nutzung der nach dem Umzug einer großen Firma von Schney nach Seubelsdorf demnächst leerstehenden Gebäude bereits seriöse Interessenten gebe.

In ihrem Schlusswort teilte Elke Werner mit, dass die Idee der „Stolpersteine“ in Lichtenfels, mit denen an die Morde der Pogromnacht am 9. 11. 1938 erinnert werden soll, von der SPD unterstützt wird: je 100 Euro werden von den SPD-Ortsvereinen Schney und Lichtenfels sowie von der SPD-Stadtratsfraktion für diesen Zweck zur Verfügung gestellt.

Die nächste Ortsvereinsversammlung findet im Rahmen des politischen Aschermittwochs am 6. März in Burgkunstadt statt. Hierzu werden auch wieder Fahrgemeinschaften gebildet; die genauen Abfahrtszeiten werden noch bekannt gegeben. (red)

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