LICHTENFELS/VIERZEHNHEILIGEN

Berufswettbewerb der Landjugend: Leckerer Pastinakensalat „to go“

Berufswettbewerb der Landjugend: Leckerer Pastinakensalat „to go“
Hochkonzentriert macht sich Luisa Pydde an die Zubereitung ihrer Salatkreation. Foto: Mario Deller

Gehirnschmalz, Kreativität, Umsetzung erworbenen Wissens und nicht zuletzt ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein – all das sind wichtige „Zutaten“, um im Berufswettbewerb der deutschen Landjugend erfolgreich abzuschneiden. Insgesamt rund 10 000 junge Nachwuchskräfte aus den „Grünen Berufen“ stellten sich der Herausforderung. Vor dem Hintergrund, dass die Sparte Hauswirtschaft heuer erstmals auch daran teilnehmen durfte, waren beim Kreisentscheid auch fünf angehende Assistentinnen für Ernährung und Versorgung dabei – und machten ihre Sache sehr gut.

Antonia, Eva, Lisa, Luisa und Anna befinden sich im zweiten beziehungsweise dritten Ausbildungsjahr, dürfen sich voraussichtlich bald „staatlich geprüfte Hauswirtschafterinnen“ nennen. Verständlicherweise mit etwas Lampenfieber starten sie in den Wettbewerb. Als „Warm-up“ gilt es Fragen im Bereich „Allgemeinwissen“ zu beantworten, von der Bedeutung von Verkehrszeichen bis zum Jahr des Mauerbaus. Dann wird?s schnell konkreter in Bezug auf ihre künftige Tätigkeit: Die berufstheoretischen Fragen behandeln die Bereiche Speisenzubereitung, Lagerung von Lebensmitteln, Hygiene oder die Aufgaben von Kohlenhydrate und Eiweiß für den menschlichen Körper.

Anspruchsvolles Programm

Anschließend bekommen die jungen Frauen zehn Arten von Wurzelgemüse vorgesetzt, die sie bestimmen und dazu eine Verwendungsmöglichkeit nennen müssen. Dann geht es in die Schulküche der in Vierzehnheiligen ansässigen Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung, in deren Räumlichkeiten der Kreisentscheid abgehalten wurde. Mit 35 Prozent fließt die Zubereitung zweier „Salate to go“ am stärksten in die Gesamtbewertung ein. Entsprechend konzentriert machen sich die fünf beruflichen Nachwuchskräfte ans Werk. 60 Minuten Zeit haben sie dafür – und die vergehen wie im Flug, denn das Schnippeln des Gemüses, Schneiden des Salates und all die anderen notwendigen Schritte bis zur Fertigstellung im dekorativen und zugleich umweltbewussten Glas dauern ihre Zeit. Und es müssen auch die Hygienevorschriften beachtet und der ihnen zugewiesene Arbeitsplatz in der Küche in sauberem Zustand hinterlassen werden.

Neues Angebot präsentiert

Unter wachsamem Auge der Jury schaffen die fünf Mädels aber auch diese Hürde sehr gut, präsentieren und erklären stolz die Zusammenstellung ihrer Salatgerichte. Schaut alles sehr lecker aus, so ein erstes positives Urteil. Wer den hübsch angerichteten Pastinaken-Birne-Karotte-Salat von Antonia Mönch ansieht, bekommt in der Tat urplötzlich Appetit. Auch die Kreationen der übrigen Teilnehmer können sich sehen lassen – und auch schmecken, wie die spätere Verkostung der überzeugten Jury zeigen sollte.

Gute Verschnaufpause, dann geht es quasi in den Endspurt des Wettbewerbs. In einem maximal siebenminütigen Vortrag besteht die Herausforderung darin, die Lehrkräfte der Schule von einem „Salat to go“ als neues Angebot der Schulmensa zu überzeugen. Auch das „umweltbewusste Prinzip“ – deshalb die Anrichtung im Glas – bildete hier einen zu berücksichtigenden Aspekt.

„Das Gemeinschaftserlebnis beim Bundeswettbewerb ist ein kräftiger Impuls für die Teilnehmer, sich auszutauschen, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen sowie voneinander zu lernen – und darüber hinaus macht die sportliche Herausforderung auch Spaß, wie wir heute erleben durften“, meinte Kreisbäuerin Marion Warmuth nach Abschluss des Kreisentscheids im Bereich Hauswirtschaft in Vierzehnheiligen und dankte dem Bildungszentrum Vierzehnheiligen mit Schulleiterin Elvira Birkel für dessen Ausrichtung. Dann richtete sich ihre Worte an die fünf Teilnehmerinnen, die an diesem Tag die Hauptrolle spielten: „Ich muss euch alle loben – ihr habt euch super präsentiert, die Aufgaben hervorragend gemeistert und tolle Salate kreiert.“

Ausgezeichnete Ergebnisse

Dann wurde in der Turnhalle der Berufsfachschule feierlich das Ergebnis verkündet: Die höchste Punktzahl mit insgesamt 443 erreichte Antonia Mönch. Es folgten Eva Schick (441), Lisa Jörig (385), Luisa Pydde (384) und Anna Mederer (364). Verdientermaßen durften sich im Beisein von Kreisobmann Michael Bienlein, Hauswirtschaftsdirektorin Gudrun Möckel sowie Holger Then als Jugendbeauftragter der Stadt Bad Staffelstein, die ebenfalls ihre Anerkennung aussprachen, alle Teilnehmerinnen neben einer Urkunde über schöne Preise freuen.

Wer es von ihnen in die nächste Runde, den am 19. März in Bayreuth stattfindenden Bezirksentscheid, schafft, steht indes noch nicht fest, da auch die anderen oberfränkischen Landkreise Teilnehmer ins Rennen schickten und die Punktzahlen noch abgeglichen werden müssen.

Berufswettbewerb der Landjugend: Leckerer Pastinakensalat „to go“
Den drei bestplatzierten Teilnehmern Antonia Mönch, Eva Schick und Luisa Jörig (v. li.) gratulierten Kreisbäuerin Marion Warmuth (2.v.r.) und Schulleiterin Elvira Birkel.