LICHTENFELS

Gartenfreunde Ober- und Unterwallenstadt: Seit 30 Jahren zählt Gemeinsamkeit

Vorsitzende Irmgard Zeis (vorne 3. v. li.) und Kreisfachberater Michael Stromer (re.) dankten Heidrun Hümmer, Gabriele Klaus und Josef Schott (vorne von li.) für 25-jährige Treue und Margot Lorenz sowie Iris und Jürgen Bergner (hinten v. li.) für 15-jährige Mitgliedschaft. Foto: Alfred Thieret

Die Gartenfreunde Ober- und Unterwallenstadt feierten am Donnerstag ihr 30-jähriges Bestehen mit einer kleinen Festveranstaltung in der Gaststätte Wichert. Dass der Verein in dieser Zeit viel geleistet hat und sich auch für Wallenstadt stark engagierte, wurde im ausführlichen Rückblick der Vorsitzenden Irmgard Zeis deutlich.

Der Verein sei am 20. Oktober 1988 auf Anregung des damaligen Kreisfachberaters Josef Schröder und interessierter Wallenstadter Bürger als 67. Gartenbauverein des Landkreises von 33 Anwesenden gegründet worden und bestehe heute aus 181 Mitgliedern.

Das erste Vorstandsteam setzte sich aus dem 1. Vorsitzenden Georg Lotz, dem 2. Vorsitzenden Horst Brunner, der Kassiererin Martha Fisenko und der Schriftführerin Barbara Späth zusammen. Nachdem Irmgard Zeis 1997 zur 2. Vorsitzenden gewählt wurde, übernahm sie schon ein Jahr später den Vorsitz, so dass sie mittlerweile seit 20 Jahren mit großem Engagement und viel Herzblut den Verein führt. Jürgen Höhnke stand ihr von 1998 bis 2015 als Stellvertreter zur Seite.

Praxisnahe Veranstaltungen

Von Anfang an hätte sich der Verein bemüht, sich durch kompetente Fachleute praxisnahe und fachgerechte Informationen aus den verschiedensten Bereichen des Gartenbaus und Naturschutzes vermitteln zu lassen. Ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz sei das Stecken und die anschließende Pflege von Kopfweiden am Uferbereich des Mühlbaches gewesen.

1992 hätten die Gartenfreunde in Zusammenarbeit mit der Stadt und anderen Unterwallenstadter Vereinen die Neugestaltung des ganzen Ortskerns von Unterwallenstadt ausgeführt. Für die Dorfplatzgestaltung habe es einen Sonderpreis beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gegeben. Auch in Oberwallenstadt wurde einiges bewegt. So seien 1999 auf Anregung der Vorsitzenden Irmgard Zeis von der Stadt am Kreuz bei der Alten Reichsstraße zwei Bänke aufgestellt worden und auch die Marter wurde im gleichen Jahr von der Stadt renoviert. Auch bei der Kirche wurden zwei Ruhebänke installiert und ein Blumenbeet angelegt.

Im Jahr 2008 habe man mit dem Kreisfachberater Michael Stromer bei Ortsbegehungen notwendige Verschönerungsmaßnahmen festgelegt, um die beiden Ortsteile anlässlich der 50-jährigen Jubiläumsfeier der Eingemeindung von Ober- und Unterwallenstadt in die Stadt Lichtenfels im neuen Glanz erstrahlen zu lassen. Irmgard Zeis erinnerte auch an die verschiedenen Aktivitäten im Jahresverlauf. In vielen Vorträgen erfuhren die Mitglieder Wissenswertes nicht nur über Garten, Umwelt und Natur, sondern über viele andere Themen. Die Gartenfreunde besuchten Landesgartenschauen, Versuchsanstalten, Kreisgartentage, Tage der offenen Gartentüren, Obstmärkte, Grünseminare und Gartenpflegekurse und pflegten die Geselligkeit bei Tagesfahrten und natürlich beim jährlichen Sommerfest im August. Natürlich werden zahlreiche Arbeitseinsätze das Jahr über getätigt.

Nach einem gemeinsamen Essen ehrte die Vorsitzende zusammen mit Michael Stromer langjährige Mitglieder und dankte ihnen dafür, dass sie durch ihre Tatkraft zum Zusammenhalt des Vereins beitrugen.

Intaktes Miteinander

Die evangelische Pfarrerin Anne Salzbrenner machte an einer Geschichte die Wichtigkeit eines intakten Miteinanders in allen Gesellschaftsschichten deutlich. Die Gartenfreunde würden seit 30 Jahren bestehen und hätten in dieser Zeit viel geleistet, weil sie miteinander unterwegs waren, sich gegenseitig unterstützten und als Gemeinschaft tätig waren.

Kreisfachberater Michael Stromer, der die Grüße des verhinderten Landrats und Kreisvorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, Christian Meißner, überbrachte, stellte bei den Gartenfreunden Wallenstadt eine Besonderheit heraus. Die Wallenstadter hätten es als Siedlungsverein, der nicht in einem Ort angesiedelt sei, sondern in zwei Stadtteilen der relativ großen Kreisstadt, besonders schwer, Mitglieder für einen Gartenbauverein zu gewinnen.

In kleinen Orten bestehe naturgemäß noch ein größeres Zusammengehörigkeitsgefühl. Deshalb sprach er dem Vorstand und den Mitgliedern ein großes Lob aus, für das, was sie im Lauf der 30 Jahre geleistet haben.

Michael Stromer sprach auch die außergewöhnlichen klimatischen Verhältnisse mit dem heißen Sommer und dem fehlenden Regen in diesem Jahr an. Diese Veränderungen würden nicht nur die Gartenbesitzer, sondern auch die Kommunen treffen. Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner gratulierte den Gartenfreunden Wallenstadt im Namen der Stadt zum 30-Jährigen Jubiläum, stellte ihr Engagement heraus und übergab ein Geldgeschenk. Auch die beiden Stadträte Robert Gack und Monika Faber beglückwünschten den Wallenstadter Gartenbauverein zum 30-jährigen Bestehen.

Ehrungen

Ehrungen für 15-jährige Mitgliedschaft: Margot Lorenz, Iris und Jürgen Bergner.

Ehrungen für 30-jährige Mitgliedschaft: Gabriele Klaus (seit 1995 Kassiererin), Heidrun Hümmer und Josef Schott.