LICHTENFELS/SCHNEY

Azubi-Projekt Iron Man: Der blaue Hüne vom Obermain

Jonas Gagel, Jannik Landvogt, Anna Hergenröder, Meister Tobias Mager und Yannik Behr freuen sich über den riesigen Ironman. Foto: Till Mayer

Die Augen leuchte gefährlich blau, die der Azubis strahlen um die Wette. Seit gestern hat die Neue Filmbühne eine imposante Attraktion, die grimmig über Zuschauerköpfe blickt.

2,50 Meter hoch ist der Iron Man, den zehn Nachwuchs-Feinwerkmechaniker von „Hofmann - ihr Möglichmacher“ geschaffen haben. „Ein Jahr lang wummerte dazu regelmäßig der 3-D-Drucker“, lacht Meister Tobias Mager.

Am Dienstag macht 30 Kilogramm schwere Comic- und Leinwandheld seine zweite Station. Die Erste war im Foyer der Schneyer Firma. Nachdem dort die Azubis samt Kopf und Beinen des Superhelden gesichtet wurden, wollte die Belegschaft wissen, was da im Hause vor sich geht. „Die Gerüchteküche brodelte natürlich“, sagt Meister Mager augenzwinkernd.

Bereit für kritische Augen

So stand der blaue Riese mit der mächtigen Brust plötzlich im Foyer der Firma Hofmann. Ein imposante Erscheinung fand auch die Chefetage. Die Premiere verlief hervorragend. Es gab kollegiales Schulterklopfen für den Nachwuchs. Dann musste sich der Iron Man bereit machen für die Öffentlichkeit außerhalb der Mauern seiner Schöpfer.

Yannik Behr, Jonas Gagel, Jannik Landvogt und Anna Hergenröder trugen den Riesen am Dienstag in Teilen ins Kino und montierten in dort zusammen. „Das ist schon ein gutes Gefühl den Iron Man fertig zu sehen. Da steckt viel Arbeit drin. Aber es hat unheimlich viel Spaß gemacht“, sagt Anna Hergenröder.

Ihren Meister freut es, dass auch die Mechatroniker-Azubis mitgeholfen haben, damit die Augen des Hünen zum Leuchten kommen.

Aber es gibt es zwei große Unterschiede zum Iron Man als Comichelden. Der schwingt ganz in rot die Hämmerfäuste. Der Iron Man aus Schney ist dagegen etwas statisch veranlagt, und er kommt ganz in blau daher.

Die Mission des Hünen

Ein klarer Hinweis übrigens auf die Mission des Hünen vom Obermain. Das Blau ist Firmenfarbe. Der Iron Man soll bei Azubi-Messen zeigen, das beim 3-D-Druck der Hammer der Zukunft hängt.

Denn guter Nachwuchs will heutzutage umworben sein. „Ganz abgesehen davon, dass die Fertigung des Iron Man ausgesprochen gut für den Teamgeist ist“, erklärt der Meister. Im Kino ist der Iron Man jetzt für einen Monat Gast.

Währenddessen schmiedet man in der Azubi-Werkstatt schon wieder an neuen Superhelden-Plänen. Es soll, dass darf verraten werden, intergalaktisch zugehen. Nächstes Jahr könnte der Iron Man dann schon Verstärkung bekommen.

Ironman in Teilen: Die Azubis beim Einzug ins Kino. Foto: Till Mayer