LICHTENFELS

Heinrich-Faber-Musikschule: ein zauberhaftes Konzert

Im ersten Teil des Schülerkonzertes begeisterten die Kinder mit einer Kurzfassung der Musicals „König der Löwen“. Foto: Gerda Völk

„Wenn sie nach Hamburg fahren und sich das Musical ,König der Löwen' anschauen, dann wird das teuer. Hier bei uns bekommen sie es umsonst“. Mit diesen Worten kündigte Schulleiter Reinhard Arnold den ersten Teil des diesjährigen Schülerkonzertes der Heinrich-Faber-Musikschule an.

Was die 16 großen und kleinen Darsteller unter der Leitung von Stella von Arnold-Havadi präsentierten, war eine unterhaltsame und zauberhafte Darstellung einer bekannten Geschichte, mit jeder Menge witziger Details und Einfälle. Die Handlung spielt auf dem Staffelberg, wo sich alle Tiere des Gottesgarten versammelten, um Simba den neugeborenen Sohn von König Mufasa zu sehen. Nachdem sich Simba am Tod seines Vaters schuldig fühlt, flieht er aus dem Gottesgarten ins benachbarte „schwarze Coburger Land“.

Da konnten sich die Zuhörer ein Schmunzeln dann doch nicht verkneifen. Am Ende geht die Geschichte bekanntlich gut aus, und Simba kehrt in seine Heimat, auf dem Staffelberg, zurück.

Querschnitt aus Übungsprogramm

Der sich anschließende zweite Teil des Konzertes, bot einen Querschnitt aus dem vielfältigen Übungsprogramms der Musikschule. Die einzelnen Beiträge spannten einen musikalischen Bogen von barocken Meistern bis hin zu außergewöhnlichen Beiträgen. Die bevorzugten Instrumente waren Querflöte, Flöte, Klavier, Gitarre und Gesang und der eigene Körper.

Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner würdigte das Engagement der Musikschule und der Eltern, deren Kinder in den Genuss des Unterrichts kommen. An die Schüler gewandt, sagte sie: „Bleibt dabei, macht was draus. Es kann nur bergauf gehen“. Die Stadt und die Musikschule hätten in absehbarer Zukunft etwas vor, worauf sich die Eltern freuen dürften, kündigte Rießner an.

Die Schüler am Klavier zeigten beeindruckende Fähigkeiten bei Stücken von Ludwig van Beethoven (Esther Schadt, Moritz Tremel), Johann Sebastian Bach (Franca Wiesmann, Kiong Gack) und Peter Tschaikowsky (Hanna Eisele). Eine beachtliche Leistung zeigte auch Matei Tabus mit zwei kurzen Stücken, der mit seinen sieben Jahren erst seit zwei Jahren Klavierunterricht erhält.

Franca Wiesmann begeisterte nicht nur als Solistin, sondern auch mit einem Liedbeitrag von Franz Schubert und als Begleiterin am Klavier für die Querflöte. Auch deren Interpreten Magdalena Geiger, Hannah Manke und Nicole Nassel (Flöte) begeisterten das Publikum.

Wer kennt es nicht das Lummerland-Lied „Eine Insel mit zwei Bergen“, mit dem die Augsburger Puppenkiste ganze Generationen von Kindern erfreute. Ein Liedbeitrag, der kurzfristig ins Programm eingeschoben und von Musiklehrer Harald Kotschenreuther und vier seiner Schüler interpretiert wurde. Einen Beitrag auf der Gitarre steuerten auch Joshua Hoyme, Michael Weibert und Laura Richter bei.

Von schrecklichen Drachen

Die letzten Programmpunkte waren ebenso zauberhaft wie spannend. Gemeinsam mit Musiklehrer Zdenek Fiala interpretierte Tobias Pirgov die Geschichte von schrecklichen Drachen. Eine Kombination aus Tönen und Erzählung. Ohne Instrumente kommt dagegen die Body Percussion aus, mit der Lucy Biskupski und Rafael Schnapp das diesjährige Programm der Musikschule beendeten. „Schön war es“, lautete die Meinung einer Mutter. Damit sprach sie sicher manchen aus dem Herzen.

Laura Richter interpretierte ein Stück auf der Gitarre. Foto: Gerda Völk