MARKTZEULN

Rodachbrücke: „Goat komma voran, mei Liaba“

Für Autos und Laster ist die Rodachbrücke in Marktzeuln seit Beginn der Sanierung Anfang Mai gesperrt. Fußgänger und auch Radfahrer dürfen das Bauwerk aber benützen. Foto: Steffen Huber

„Goat komma voran, mei Liaba!“ Der Bauarbeiter aus der Oberpfalz grinst. Seine Firma aus dem Landkreis Tirschenreuth ist an diesem Vormittag mit etwa einem halben Dutzend Kollegen an der Marktzeulner Rodachbrücke im Einsatz. Die Asphaltschicht wurde schon abgetragen, das Geländer zurückgebaut. Für Autos und Laster ist die Brücke seit sieben Wochen gesperrt, Fußgänger können sie aber nutzen, ebenso Radfahrer.

Ute Becker vom Staatlichen Straßenbauamt Bamberg ist zufrieden mit dem Fortschritt der Sanierung: „Die Arbeiten ergaben bisher keine großen Überraschungen. Die Mitarbeiter der Baufirma arbeiten fleißig und sind gut im Zeitplan.“

Weite Umleitung

Das hoffen alle Autofahrer, die wegen der Sperrung der Brücke seit Anfang Mai eine weite Umleitung in Kauf nehmen müssen. Die ausgeschilderte führt über Redwitz, Beikheim, Weidhausen und Lettenreuth. Ortskundige nutzen aber auch die Kreisstraße Lif 13 bei Michelau oder fahren über Marktgraitz und Trübenbach.

Bis zum Schulbeginn Mitte September soll die etwa 700 000 Euro teure Maßnahme abgeschlossen sein, sagt Norbert Schmitt vom Staatlichen Straßenbauamt Bamberg. Die Brücke selbst wurde 1970 aus Spannbeton errichtet. Am Bauwerk hätten sich aktuell viele Schäden gezeigt, die eine Instandsetzung unaufschiebbar gemacht hatten, so Schmitt.

Im Rahmen der Instandsetzung würden Abdichtung, Fahrbahnbelag, Kappen und Geländer erneuert. Ebenfalls erneuert werde die so genannte Übergangskonstruktion, die die Längsbewegung des Brückenüberbaus ermöglicht.

Außerdem seien bereichsweise Betoninstandsetzungsarbeiten erforderlich, besonders an der Stirnseite des Überbaus und der Auflagerbank. „Letztere erfordert wegen des viel zu geringen Platzes zwischen Überbau und Auflagerbank ein Anheben des Überbaus, um die notwendigen Arbeiten überhaupt ausführen zu können“, erläutert Schmitt gegenüber dieser Redaktion.

Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1970 und war dringend sanierungsbedürftig. Foto: Steffen Huber
Massive Schäden an der 1970 erbauten Rodachbrücke machen eine Sanierung unumgänglich. Foto: Steffen Huber
Über die Brücke und einen erfolgreichen Verlauf der Arbeiten wacht der Heilige Nepomuk. Foto: Steffen Huber
Idyllische Baustelle: Weil das Geländer der Rodachbrücke abgerissen wurde, übernimmt eine Brettkonstruktion deren Funktion. Foto: Steffen Huber
Die Sanierung der Rodachbrücke dauert bis Mitte September. Foto: Steffen Huber