REUNDORF

Rund um die Uhr einsatzbereit

Auszeichnung von drei Firmen als „Partner der Feuerwehr“ (v. li.): Kreisbrandrat Timm Vogler, Horst Morgenroth von der Geschäftsleitung der Firma SMIA, Landrat Christian Meißner, 2. Bürgermeisterin Sabine Rießner, Peter Schmidt und Christopher Bayer von der Firma Klett-Kunststoff... Foto: Alfred Thieret

Die Feuerwehren im Landkreis setzen noch stärker auf Heranwachsende, die sich für die Arbeit und die vielfältigen Aufgaben der Floriansjünger interessieren.

Bei der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Lichtenfels in der Maintalhalle Reundorf verwies der Verbandsvorsitzende, Kreisbrandrat Timm Vogler, auf die Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes, die im Internet unter www.ich-will-zur-jugendfeuerwehr.de läuft und sich an die 12 bis 18-Jährigen richtet.

„Das Hauptziel muss es sein, dass sich begeisterungsfähige Menschen bei unseren Feuerwehren und Rettungsorganisationen auch weiterhin engagieren und so zur Sicherheit der in Not geratenen Mitmenschen beitragen“, bekräftigte der Kreisbrandrat.

19 Kinderfeuerwehren

Eine Vielzahl von heimischen Feuerwehren hätten die demografischen Entwicklungstendenzen erkannt und mittlerweile bereits 19 Kinderfeuerwehrgruppen mit mehr als 250 Kindern gegründet, um sie frühzeitig auf spielerische Art und Weise an die Aufgaben der Feuerwehr heranzuführen. Der 2. Kreiskinderfeuerwehrtag, der am 8. Juli in Lichtenfels stattfand, sei ein großartiger Erfolg gewesen.

Hierbei bedankte er sich besonders bei der Kinderfeuerwehrbeauftragten Ingrid Funk und bei der Kreisbrandmeisterin Sigrid Mager für die hervorragende Arbeit zur Nachwuchsgewinnung. Letztere habe im Übrigen mit ihrem Team im Rahmen der Brandschutzerziehung 70 Schulklassen und Kindergartengruppen besucht.

Die einstimmige Verabschiedung der Feuerwehrbedarfsplanung stelle für die elf Kommunen des Landkreises eine wichtige Planungssicherheit dar. Durch die in den vergangenen Jahren angeschafften überörtlichen Sonderfahrzeuge aufgrund der Landkreis-Feuerwehrbedarfsplanung habe die Einsatzfähigkeit und Schlagkraft der Stützpunktfeuerwehren erheblich erhöht werden können. Aktuell würden die Ortsteilfeuerwehren im Zeitraum bis 2021 mit mindestens 33 Tragkraftspritzenfahrzeugen ausgerüstet, in Verbindung mit der Bildung von Alarmierungseinheiten, um diese Fahrzeuge auch tagsüber mit Feuerwehrleuten besetzen zu können. Das Gesamtvolumen der Maßnahme für den Zeitraum von 2016-2021 bezifferte der Kreisbrandrat mit 2,8 Millionen Euro.

Bewährung bei Überschwemmungen

Bewährt habe sich die Dispogruppe „Starkwetterereignisse“ bei ihrem ersten Einsatz anlässlich der Überschwemmungen an Pfingsten im Raum Hochstadt und Redwitz. Ganz besonders hob Timm Vogler die Katastrophenschutzvollübung am Tunnel Eierberge der neu erbauten Hochgeschwindigkeitsstrecke der Deutschen Bahn hervor, wobei das über Jahre erarbeitete Konzept der Gefahrenabwehr erprobt wurde.

Positiv bewertet wurde auch die Neukonzeption der modularen Truppmannausbildung, die eine einheitliche praxisbezogene fundierte Grundausbildung gewährleistet. Insgesamt seien im letzten Jahr 46 unterschiedliche Lehrgänge angeboten worden.

„Unübertroffen“

Landrat Christian Meißner bedankte sich bei den vielen aktiven Feuerwehrleuten im Landkreis für ihr herausragendes Engagement zum Wohl der Bevölkerung. Sie würden nicht nur bei Einsätzen, sondern auch bei Übungen und Fortbildungen viel Zeit opfern. Auch wenn die Kommunen die notwendige Ausrüstung zur Verfügung stellen, so brauche es doch Menschen, die sich einsetzen und die notwendigen Geräte bedienen könnten.

Als Vertreterin der Stadt hob die 2. Bürgermeisterin Sabine Rießner die ehrenamtliche Leistung der Feuerwehrleute hervor, deren Einsatzbereitschaft rund um die Uhr unübertroffen sei.

„Partner der Feuerwehr“

Mit der Aktion „Partner der Feuerwehr“ ehre man regelmäßig Firmen, die die Arbeit der Feuerwehren in außergewöhnlicher Weise unterstützen, sei es, dass sie ihre Arbeitnehmer unentgeltlich für Einsatz- und Ausbildungsdienste freistellten, Firmengelände für Übungen zur Verfügung stellten oder den Wehren finanziell oder materiell unter die Arme greifen würden, so Vogler.

Kreisbrandinspektor Ottmar Jahn stellte mit dem Pflegeheim Elisabeth aus Lichtenfels, der Firma Klett-Kunststofftechnik aus Schney und dem Automobilzulieferer SMIA drei Firmen vor, die die Feuerwehren seit vielen Jahren auf die genannte Weise unterstützen und bedankte sich bei ihnen mit der Überreichung einer Urkunde.

Ehrungen

Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Silber: Andreas Will (Altenkunstadt), Walter Petterich (Burgkunstadt), Bernd Bauer (Neuensee), Peter Treubel (Oberlangheim), Manfred Geißendörfer (Schönsreuth), Uwe Lindner (Schwürbitz), Georg Hagel (Stetten), Stefan Erdle (Weingarten), Georg Krapp (Weismain), Thomas Säum (Weismain).

Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Gold: Hermann Gummerum (Bad Staffelstein), Wilhelm Hussendörfer und Heinrich Weinmann (beide Altenkunstadt).

Verbandsvorsitzender Timm Vogler (re.) zeichnete zehn verdiente langjährige Feuerwehrleute mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber aus. Foto: Alfred Thieret
Ehrung verdienter Feuerwehrleute mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Gold (v. li.): Kreisbrandinspektor Ottmar Jahn, Landrat Christian Meißner, Hermann Gummerum, Heinrich Weinmann, Wilhelm Hussendörfer, Verbandsvorsitzender Timm Vogler. Foto: Alfred Thieret