LICHTENFELS

Erst aufs Eis, dann in die Spielzeugstadt, dann nach Lauscha

Im Bastelworkshop durften die Kinder selbst Figuren fürs Schattentheater basteln. Foto: KJR

Für den Aschermittwoch in den Faschingsferien hatte sich das Team vom Kreisjugendring eine abwechslungsreiche Tagesfahrt ausgedacht. Ein Bus mit 40 Mädchen und Jungs machte sich mit den Betreuern Andreas, Lukas, Moni, Tobias und Uschi auf den Weg zur Eiswelt nach Sonneberg. Nachdem alle Kinder endlich Schlittschuhe angezogen hatten, wurden vorsichtige Schritte auf der glatten Eisfläche gewagt.

Nach wenigen Runden des Einfahrens wurden die Teilnehmer auf dem Eis mutiger. Lauflernhilfen in Form von Pinguinen halfen ihnen dabei. Den Kindern merkte man die Freude an der Bewegung an. Schnell war die Zeit in der Eishalle schnell um.

Anschließend brachte der Bus die Mädchen und Jungs weiter zum naheliegenden Spielzeugmuseum, das in einem alten, sehr schönen Gebäude untergebracht ist. Nach dem sportlichen Auspowern in der Eiswelt lauschten die jungen Teilnehmer den Erzählungen der Museumsführerin über die Spielzeugstadt Sonneberg. Sie staunten, dass früher aus der Stadt Sonneberg über 50 Prozent des Spielzeugexports weltweit kamen. Neugierig schauten sie sich die einfachen und doch interessanten Spielsachen an, die allerdings größtenteils hinter Glas ausgestellt waren. Einige Einzelstücke konnte aber doch jeder ausprobieren und staunen, mit wieviel Geschick und Geduld sich die Großeltern früher damit beschäftigten. Im anschließenden Bastelworkshop durften die Mädchen und Jungs Schattenfiguren aus Tonpapier basteln und sich Theaterstücke dazu ausdenken.

In der Farbglashütte Elias

Die frohe Schar startete dann zum nächsten Ausflugsziel nach Lauscha. Die Fahrt führte durch den Thüringer Wald. Die Kinder freuten sich über die tief verschneiten Wälder und Wiesen. Die Sonne und der blaue Himmel trugen ein Übriges zur guten Stimmung im Bus bei. Das Ziel, die Farbglashütte Elias, war bald erreicht. Eine Gruppe durfte in die Produktionshalle und bei der Herstellung eines Goethe-Barometers zusehen. Sie hörten viel über die Glasherstellung, zum Beispiel, dass Glas ganz langsam wieder abgekühlt werden muss, damit es nicht bricht und stabil bleibt. Auch erfuhren sie, dass es unterschiedliche Rezepte und Zutaten für den jeweiligen Verwendungszweck des Glases gibt.

Die Teilnehmer der zweiten Gruppe konnten in der Zwischenzeit ihre eigene Glaskugel herstellen. Nach einigen Erklärungen zum Thema Sicherheit ging es ans Werk. Um vor der großen Flamme aus dem Ausgangswerkstück eine schöne, runde Kugel herzustellen, brauchte es doch etwas Geschick und Übung. Manch einer benötigte mehrere Versuche, da Glas bekanntlich sehr zerbrechlich ist. Am Ende konnten aber alle Kinder ihre farbige Wunschkugel mit nach Hause nehmen. Der angegliederte Glasladen wurde anschließend genau in Augenschein genommen und das eine oder andere Mitbringsel zum Valentinstag für die Eltern gekauft.

Damit ging dieser abwechslungsreiche und spannende Tag zu Ende. Die von den Betreuern geforderte Reflexion per Applausometer zeigte, dass der Ausflug bei allen Teilnehmern sehr gut angekommen war. Bei der Abholung erzählten die Kinder ihren Eltern, was sie alles erlebt hatten, und bezeichneten diesen Ferientag als grandios.