LICHTENFELS/WEISMAIN

Die Landschaft bewusst genießen

Auf einen Plausch mit dem Wanderschäfer: Die Teilnehmer der Exkursion auf dem Kalkberg erfuhren vieles über die vierbein... Foto: red

Landschaft, Schafe, regionale Spezialitäten – mehr als 30 Teilnehmer haben sich auf dieses Erlebnis, das von der Umweltstation und dem Landschaftspflegeverband ausgerichtet wurde, eingelassen. Der Kalkberg bei Weismain bietet ideale Bedingungen, Genuss und Wissensvermittlung zu kombinieren.

Die kleinteilige Juralandschaft bot bereits beim Aufstieg genug Momente für Andrea Musiol und Manfred Rauh die Geologie, Pflanzen und Tiere zu erklären. Die beiden spärlich bewachsenen Kuppen des Kalkberges zeigen mit Kalkaster, Mehlbeeren und blühenden Silberdisteln, Thymian und wildem Dost nicht nur die Vielfalt der Kalkvegetation, der weite Blick auf Kordigast und die umliegenden Hügel und Kuppen war Genuss für alle Sinne.

„Der bewusste Genuss unserer besonderen Landschaft und das gleichzeitige Wissen, wie sie entstanden ist und wie man sie erhalten kann – dies zu vermitteln ist eine unserer zentralen Anliegen“, meint Andrea Musiol von der Umweltstation. Vor allem die Schafhaltung spielt dabei eine wichtige Rolle. Ohne die Schafe, die seit Jahrhunderten das Bild der Juralandschaft prägen, kämen seltene Insekten- und Pflanzenarten hier gar nicht vor. Seit mehr als 15 Jahren bemüht sich der Landschaftspflegeverband, die alten Schafhutungen wieder freizulegen, Triebwege zu schaffen und so den über 600 Schafen und Ziegen der Schäferei Roß aus Mittelfranken gute Bedingungen zu bieten. Der Besuch bei den Schafen und Ziegen und das Gespräch mit dem Schäfer gefielen nicht nur den Kindern.

Dass Schafe nicht nur „Dienstleister“ sind, sondern auch Lieferant für exzellente Regionalprodukte, davon konnten sich die Teilnehmer im Anschluss an die Wanderung überzeugen.

Angelika Herbst und mehrere Helfer luden zu einem Picknick auf den Trockenrasen ein. Lammbratwürste, Panna cotta aus Schafsmilch an Wildbeerensauce, Muffins mit Schafskäse und Salat aus fränkischen Melonen, abgeschmeckt mit Schafskäse, zeigten, dass sie tatsächlich existiert, die Genussregion Oberfranken.