EBENSFELD

Zum Tod von Georg Dusold

Zum Tod von Georg Dusold
Georg Dusold Foto: red

Zum Tod von Georg Dusold

In der vergangenen Woche wurde in Ebensfeld unter großer Beteiligung aus der Gemeinde Ebensfeld und dem Landkreis Georg Dusold zu Grabe getragen. Der langjährige Kommunalpolitiker war im Alter von 75 Jahren verstorben. Den Sarg begleiteten namhafte Vertreter des Kreises Lichtenfels, der Marktgemeinde und der SPD, der er fast ein halbes Jahrhundert als Mitglied angehört hatte.

In dieser Zeit leistete er für seinen Ortsverein, für die Kreis-SPD und für die Allgemeinheit wertvolle Dienste, was ihm sowohl in zahlreichen Wahlen als auch durch die Anerkennung der Mitbürger bezeugt wurde.

Georg Dusold, der einer bäuerlichen Familie aus dem Lautergrund entstammte, kam nicht aus jugendlicher Begeisterung zur SPD. Erst einige Jahre nach seinem abgeschlossenen Studium zum Hauptschullehrer fand er den Weg zu dieser Partei, der er bis zu seinem Lebensende die Treue hielt. Es bewogen ihn kaum Aussichten auf materielle Vorteile zum Eintritt in seine SPD, die im „Gottesgarten am Obermain“ damals große politische Erfolge zu verzeichnen hatte.

Sein Respekt vor der aufrechten und leidvollen Rolle dieser Partei in der deutschen Geschichte und seine soziale Grundeinstellung führten ihn schließlich zur Sozialdemokratie. Diese Einstellung vertrat Georg Dusold in seinem persönlichen Umfeld, in seiner beruflichen Tätigkeit und in seinem Wirken in einigen Vereinen, verbunden mit fundiertem Wissen und Achtung des politischen Andersdenkenden.

Die letzten Jahre seines Lebens waren durch den Tod seiner ersten Ehefrau geprägt. Seiner zweiten Ehe waren nur einige Jahre beschieden. Georg Dusold trug die Widrigkeiten seines Schicksals mit Würde und verlor dabei seinen Humor nicht.

Wenige Monate vor seinem Tod rätselte er in einem humorvollen Gespräch mit einem guten Freund, wer wohl von ihnen am Grabe des anderen die Abschiedsworte sprechen würde.

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