HAUSEN

Wo echte Teamarbeit gefragt ist: Paddeln auf dem Main

Wo echte Teamarbeit gefragt ist: Paddeln auf dem Main
Teamwork war schon zu Beginn unerlässlich. Foto: Mario Deller

Ausgelassene Stimmung herrschte bei den elf Jungen und Mädchen, die zusammen eine Kanutour auf dem Main unternahmen. Zum Finale des Ferienprogramms der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises durften die jungen Teilnehmer zwischen Hausen und Reundorf bei gewährleisteter Sicherheit fröhlich dahinpaddeln.

Wo echte Teamarbeit gefragt ist: Paddeln auf dem Main
Vorfreude spiegelte sich in den Mienen der Kinder beim Anlegen der Schwimmwesten. Foto: Mario Deller

Am Treffpunkt, der Main-Einstiegsstelle bei Hausen, begrüßte Laura Porzel von der die Ferienaktion ausrichtenden Freizeit GmbH die fünf Jungen und sechs Mädchen. „Seit ihr schon mal Kanu gefahren?“, fragte sie in die Runde. Nur zwei Arme gingen nach oben. „Das ist kein Problem, jeder fängt mal an. Mit ein wenig Übung klappt das schon, und dann macht euch das Kanufahren genauso Spaß wie mir“, meinte Porzel aufmunternd zu Beginn.

Regentage ermöglichen die Aktion auf dem Main

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Bei einer kurzen „Trockenübung“ gab Laura Porzel den Nachwuchskanuten einige hilfreiche Tipps. Foto: Mario Deller

Der maßgebliche Mainpegel bei Kemmern lag laut Hochwassernachrichtendienst Bayern nach einigen Regentagen wieder über 2,20 Metern, was die Voraussetzung darstellt, um den Main mit Kanus befahren zu können. Allerdings wurde für die Ferienaktion nicht die ursprünglich angedachte Route nach Unterleiterbach gewählt, sondern die Reise ging auf dem staugeregelten Abschnitt des Obermains rund drei Kilometer bis zur Ausstiegsstelle Reundorf und wieder zurück. Strömung gibt es auf dem Bereich zwischen Hausen und Lichtenfels quasi nicht, so dass sich dieser Abschnitt ganz besonders eignet für Neulinge.

Laura Porzel gab den vorschriftsmäßig mit Schwimmwesten ausstaffierten Jungen und Mädchen zunächst bei einer kurzen „Trockeneinheit“ Tipps zur Paddeltechnik und zum richtigen Einstieg. Schon dabei die Kinder eine Menge Gaudi. Mit vereinten Kräften gelangten sie doch aufs Gefährt, aufgeteilt auf zwei bis vier Kinder pro Kanu.

Untiefe wird unter Anleitung erfolgreich umschifft

Wo echte Teamarbeit gefragt ist: Paddeln auf dem Main
Mit vereinten Kräften umschifften die Kids auch an Wasserpflanzen reiche Stellen. Foto: Mario Deller

„Bitte bleibt, wenn möglich, auf der Strecke zusammen“, hatte die Leiterin der Aktion bei der Einweisung noch gebeten – und weitgehend hielten sich die jungen Kanuten auch daran. Gerade durch die Staustufung und die dadurch fehlende Strömung war auf dem Flussabschnitt das Gefahrenpotenzial gering. „Es gibt auf der Strecke allerdings eine Stelle, bei der das Wasser sehr flach ist. Die müssen wir umschiffen. Haltet euch an mich, ich zeige euch, wie wir da fahren müssen“, gab Porzel zu Beginn der Tour einen wichtigen Hinweis mit der Ergänzung: „Sonst kann es passieren, dass ihr dort stecken bleibt, und das wäre natürlich nicht so schön. Außerdem würde das auch den Kanus schaden.“

Anders als beim Stand-Up-Paddeln rund eine Woche zuvor auf dem selben Flussabschnitt war bei dieser Ferienaktion echte Teamarbeit gefragt, um auf dem Kanu zu dritt oder zu viert gut voranzukommen. Der einen Crew gelang dies besser, bei anderen waren bezüglich des koordinierten Paddelns noch gewisse Abstimmungsschwierigkeiten zu beobachten. Doch nach rund dreieinhalb Stunden – beim Wendepunkt in Reundorf hielt man am dortigen Grillplatz ein wenig Rast – kamen alle wohlgemut an.

Gerade diejenigen, für die das Kanufahren eine Premiere darstellte, waren zu Recht ein wenig stolz und berichteten ihren Eltern vergnügt von dieser tollen Erfahrung. Wer weiß, vielleicht ist der ein oder andere nun auf den „Geschmack“ gekommen.

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