
In Ebensfeld fand die Generalversammlung des Vereins Kivuko e. V. statt. Der Verein, der sich für Gesundheitsförderung und Bildung im Nordwesten Tansanias einsetzt, hatte nach mehrmaliger Verschiebung der Sitzung aufgrund der Corona-Pandemie endlich wieder ins Pfarrheim einladen können, wo unter Einhaltung eines Hygiene-Konzepts die Hauptversammlung abgehalten werden konnte.
Vorsitzende Corinna Haßler informierte die Anwesenden darüber, wie sich die Vereinsarbeit in Deutschland durch die Pandemielage grundlegend verändert habe. So hätten sämtliche Veranstaltungen wie Informationsstände auf Märkten, Sommerfeste oder auch Kleidertauschbörsen abgesagt werden müssen. Dennoch habe man das Ziel der Gesundheitsförderung in Tansania erfolgreich weiterverfolgen können.
In zweieinhalb Jahren 73 Personen unterstützt

Helen Scholz zeigte anhand einer Powerpoint-Präsentation die Arbeit von Kivuko auf: Im Rahmen des Gesundheitsfonds konnten in den vergangenen zweieinhalb Jahren 73 Personen unterstützt werden, die sich selbst keine ärztliche Behandlung leisten konnten. In den meisten Fällen waren dies Kinder oder Seniorinnen und Senioren, die unter anderem an Malaria, Blutarmut, Unterernährung und Lungenentzündungen litten. Weiterhin wurde die Behandlung von weiteren Beschwerden wie schweren Brandverletzungen oder Prostataleiden finanziert. Die Vereinsarbeit des lokalen Teams in Tansania hat sich laut Scholz in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt durch die Einbindung des sozialen Umfelds der Patientinnen und Patienten, um in Zukunft Krankheiten vorzubeugen.
Weiterhin würden täglich in der im Jahr 2018 eröffneten Kivuko-Klinik für ambulante Behandlungen zahlreiche Menschen, die in Armut leben, zu fairen Preisen betreut. Auch hier werden vor allem Malaria, aber auch viele Infektionskrankheiten behandelt.
Nur ein Arzt oder eine Ärztin für etwa 20 000 Menschen
Menschen, die sich die Behandlung nicht leisten können, würden auch hier nicht abgelehnt, sondern erhielten im Extremfall sogar private Kleinkredite vom Klinikpersonal. Durch die Klinik habe nun eine große Anzahl an Menschen einen dauerhaften Zugang zu ärztlicher Versorgung.
Insgesamt gebe es in der Region nur einen Arzt oder eine Ärztin für etwa 20 000 Menschen. (red)
Die neue Vereinsführung
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