EBENSFELD

Verein Kivuko aus Ebensfeld engagiert sich in Tansania

Verein Kivuko aus Ebensfeld engagiert sich in Tansania
Der Gesundheitsfonds unterstützt Menschen, die sich keine medizinische Behandlung leisten können. Hier finden regelmäßig Hausbesuche durch den Arzt Martine Mwampamba (re.) zur Nachsorge statt. Foto: red

In Ebensfeld fand die Generalversammlung des Vereins Kivuko e. V. statt. Der Verein, der sich für Gesundheitsförderung und Bildung im Nordwesten Tansanias einsetzt, hatte nach mehrmaliger Verschiebung der Sitzung aufgrund der Corona-Pandemie endlich wieder ins Pfarrheim einladen können, wo unter Einhaltung eines Hygiene-Konzepts die Hauptversammlung abgehalten werden konnte.

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Die Kivuko-Klinik für ambulante Behandlungen wurde 2018 eröffnet. Foto: red

Vorsitzende Corinna Haßler informierte die Anwesenden darüber, wie sich die Vereinsarbeit in Deutschland durch die Pandemielage grundlegend verändert habe. So hätten sämtliche Veranstaltungen wie Informationsstände auf Märkten, Sommerfeste oder auch Kleidertauschbörsen abgesagt werden müssen. Dennoch habe man das Ziel der Gesundheitsförderung in Tansania erfolgreich weiterverfolgen können.

In zweieinhalb Jahren 73 Personen unterstützt

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Sister Laurensia bespricht mit einer Patientin des Gesundheitsfonds ihre Behandlung. Auch die richtige Ernährung sowie ... Foto: red

Helen Scholz zeigte anhand einer Powerpoint-Präsentation die Arbeit von Kivuko auf: Im Rahmen des Gesundheitsfonds konnten in den vergangenen zweieinhalb Jahren 73 Personen unterstützt werden, die sich selbst keine ärztliche Behandlung leisten konnten. In den meisten Fällen waren dies Kinder oder Seniorinnen und Senioren, die unter anderem an Malaria, Blutarmut, Unterernährung und Lungenentzündungen litten. Weiterhin wurde die Behandlung von weiteren Beschwerden wie schweren Brandverletzungen oder Prostataleiden finanziert. Die Vereinsarbeit des lokalen Teams in Tansania hat sich laut Scholz in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt durch die Einbindung des sozialen Umfelds der Patientinnen und Patienten, um in Zukunft Krankheiten vorzubeugen.

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Im Labor der Kivuko-Klinik können Tests direkt ausgewertet werden. Foto: red

Weiterhin würden täglich in der im Jahr 2018 eröffneten Kivuko-Klinik für ambulante Behandlungen zahlreiche Menschen, die in Armut leben, zu fairen Preisen betreut. Auch hier werden vor allem Malaria, aber auch viele Infektionskrankheiten behandelt.

Nur ein Arzt oder eine Ärztin für etwa 20 000 Menschen

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Ein Patient wird in der Klinik von Kivuko untersucht. Foto: red

Menschen, die sich die Behandlung nicht leisten können, würden auch hier nicht abgelehnt, sondern erhielten im Extremfall sogar private Kleinkredite vom Klinikpersonal. Durch die Klinik habe nun eine große Anzahl an Menschen einen dauerhaften Zugang zu ärztlicher Versorgung.

Insgesamt gebe es in der Region nur einen Arzt oder eine Ärztin für etwa 20 000 Menschen. (red)

Die neue Vereinsführung

Vorsitzende Corinna Haßler; Stellvertreterinnen Eva Schmiedeberg und Helen Scholz, Schriftführerin Theresa Klaus, Kassierer Christopher Klier, Beisitzerinnen: Luitgard Haßler, Alexandra Keller und Franziska Stöhr , Kassenprüfer: Ernst Haßler und Dieter Braun.

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