EBENSFELD

Ungewöhnliche Bergung im Naturbad Ebensfeld

Ungewöhnliche Bergungsaktion im Naturbad Ebensfeld
Eine Stahlbeton-Stütze wird geborgen. Foto: Sabrina Wrobel/WW Ebensfeld

Kürzlich führte die BRK-Wasserwacht im Auftrag der Gemeinde Ebensfeld umfangreiche Such- und Bergungsarbeiten im ehemaligen Naturbad aus.

Ungewöhnliche Bergungsaktion im Naturbad Ebensfeld
Boote waren besonders für den Transport gefragt. Foto: Florian Gehringer/WW Ebensfeld

Aufgrund rechtlicher Bestimmungen sah sich die Gemeindeverwaltung gezwungen, die Badeplattform – im Volksmund auch „Fünfzig“ genannt – zu entfernen. Da nicht alle Bauteile über Wasser geborgen werden konnten, wurden die Spezialisten der BRK-Wasserwacht Ebensfeld mit der Unterstützung bei der Suche und Bergung der unter Wasser liegenden Teile beauftragt. Zusätzlich musste die Stromversorgung der installierten Umwälzanlage geprüft werden, bei der ein Defekt vermutet wurde.

Nur mit negativem Corona-Test geht es an die Arbeit

Insgesamt machten sich 17 Wasserwachtler der Ortsgruppen Ebensfeld, Bad Staffelstein, Michelau und Redwitz mit zwei Tauch- und zwei Bootstrupps zusammen mit Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs, einer forstwirtschaftlichen Firma und einer Elektrofachfirma an die Arbeit. Sanitätsdienstlich abgesichert wurden alle Einsatzkräfte durch einen Krankentransportwagen der BRK-Bereitschaft Bad Staffelstein.

Bevor es losgehen konnte, wurden alle Einsatzkräfte von dafür ausgebildeten Helfernder Wasserwacht und der Bereitschaft auf Corona getestet. Nachdem alle ein negatives Ergebnis bekommen hatten, konnte der Such- und Bergungseinsatz beginnen.

Leitungsschaden an der Umwälzanlage

Während ein Tauch- und ein Bootstrupp unter Wasser die verbliebenen Bauteile der Badeplattform suchten und an die Seilwinde des forstwirtschaftlichen Unternehmens anschlugen, prüfte der zweite Bootstrupp die Stromversorgung der Umwälzanlage. Schnell wurde festgestellt, dass ein Leitungsschaden vorlag.

Ungewöhnliche Bergungsaktion im Naturbad Ebensfeld
Wasserretter unterstützen die Taucher bei der Sicherung der Grundgewichte. Foto: Dirk Rossmann/WW Redwitz

Die Mitarbeiter des Bauhofs beschlossen zusammen mit denen des Elektrofachbetriebs, dass eine Bergung der gesamten Anlage unumgänglich ist.

Nun kam der zweite Tauchtrupp zum Einsatz, hob innerhalb von zwei Stunden alle sechs Grundgewichte der Anlage per Hebesack und sicherte sie an der Anlage, damit sie anschließend ans Ufer gezogen werden konnte.

In fünf Stunden mehr als 10 000 Liter Luft verbraucht

Komplizierter erwies sich die Suche nach den Bauteilen der Badeplattform. Manche waren teilweise oder gänzlich im Schlamm versunken und konnten deshalb nur mit viel Aufwand gefunden und geborgen werden.

Ungewöhnliche Bergungsaktion im Naturbad Ebensfeld
Ein Taucher hebt ein Holzteil der ursprünglichen Badeplattform aus den 1970-ern. Foto: Florian Gehringer/WW Ebensfeld

Am Ende blieben trotz aller Bemühungen zwei Bauteile verschollen, die nun bei einem zweiten Einsatz gesucht werden sollen. In den rund fünf Stunden Einsatzzeit verbrauchten die Taucher der BRK-Wasserwacht mehr als 10 000 Liter Luft.

Zum Abschluss bedankte sich Bauhofvorarbeiter Bernhard Lorz stellvertretend für die Gemeinde Ebensfeld bei den durchweg ehrenamtlichen Einsatzkräften um den BRK-Einsatzleiter Klaus Wrobel für ihren gemeinnützigen Dienst.

 

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