UETZING

Uetzinger Wallfahrer sind wohlbehalten zurück

Uetzinger Wallfahrer sind wohlbehalten zurück
Am Sonntagvormittag verließen die Uetzinger Wallfahrer den Gnadenort in Gößweinstein. Foto: Gerd Klemenz

„Wallfahrer ziehen durch das Tal mit fliegenden Standarten“, bemerkte schon Viktor von Scheffel in seinem Frankenlied. Daran hat sich auch nach zwei Jahren Corona-Pandemie nichts geändert. 64 Pilgerinnen und Pilger der Pfarrei Sankt Johannes der Täufer waren um den Dreifaltigkeitssonntag unterwegs, um auf 120 Kilometern Hin- und Rückweg zur Wallfahrtsbasilika Gößweinstein Gott zu loben und zu preisen.

Vier Tage dauerte die Pilgertour in die Fränkische Schweiz. Wohlbehalten, aber gezeichnet von der Sonne kamen die Teilnehmenden zurück.

Uetzinger Wallfahrer sind wohlbehalten zurück
Die geehrten Wallfahrer in der päpstlichen Basilika in Gößweinstein. (v. li.) Wallfahrtsführer Wolfgang Herold, Wilhelm ... Foto: Gerd Klemenz

Freitagmittag waren sie mit Glockengeläut in Uetzing gestartet, am Samstag zogen sie in die Basilika ein. Die letzte große Hürde war dabei der Berg von Behringersmühle hoch nach Gößweinstein. Im Gänsemarsch bewältigten die Uetzinger den Berg mit seinen 18 Prozent Steigung, der kaum enden wollte.

Oben angelangt, stellten sie sich ordentlich in Reih und Glied auf, denn nun kam der für alle Pilger bewegendste Teil der Wallfahrt – der feierliche Einzug in die päpstliche Basilika. „Es ist die Freude und die Überwältigung, es wieder geschafft zu haben, gepaart mit leichter Erschöpfung, so dass einem auch ein paar Tränchen übers Gesicht kullern“, beschreiben langjährige Wallfahrer das Gefühl bei der Ankunft.

„Es ist die Freude und die Überwältigung, es wieder geschafft zu haben, gepaart mit leichter Erschöpfung, so dass einem auch ein paar Tränchen übers Gesicht kullern.“
Langjährige Wallfahrer über das Gefühl bei der Ankunft

Am Nachmittag trafen sich die Uetzinger Wallfahrerinnen und Wallfahrer dann an den sieben Altären, die die Basilika umgeben. Im Anschluss an den Kreuzweg stellten sich die Uetzinger Wallfahrtsmusiker auf den Kreuzberg, die Anhöhe von Gößweinstein, um mit einem Choral einen musikalischen Gruß an den Wallfahrtsort zu richten.

Uetzinger Wallfahrer sind wohlbehalten zurück
Katharina, Eva-Maria und Sophie schmückten zusammen den Bildstock oberhalb von Serkendorf für die Gößweinstein-Wallfahre... Foto: Gerd Klemenz

Auszeichnung für langjährige Wallfahrerinnen und Wallfahrer

Am Dreifaltigkeitssonntag wurde in Gößweinstein das Hochfest begannen. Für die Uetzinger allerdings hieß es bereits um 7 Uhr fertig zu sein zum Wallfahrtsamt, in dessen Anschluss Pater Ludwig Mazur OFM langjährige Uetzinger Wallfahrerinnen und Wallfahrer ehrte. Für 30 Jahre wurden Jürgen Reinhardt aus Hallstadt und Bernhard Grießer aus Gößmitz ausgezeichnet. Bereits 40 Mal in Gößweinstein waren Annemarie Reinhardt aus Uetzing, Wilhelm Geldner aus Baiersdorf und Markus Weidner aus Stublang. Seit 50 Jahre gehört Konrad Hümmer aus Stublang der Gemeinschaft der Wallfahrt an.

Um 9.45 Uhr machten sich die Wallfahrer dann auf den Rückweg. Am Montagmorgen in aller Frühe ging es über Stadelhofen zurück in die Heimatpfarrei. In Stadelhofen zog Wallfahrtsführer Wolfgang Herold Resümee und dankte einigen besonderen Leuten. Zunächst lobte er die gute Disziplin, Ordnung und Pünktlichkeit. Sein besonderer Dank galt den Musikern, die einen äußerst schweißtreibenden Job hatten, den Vorbetern, den Bild- und Fahnenträgern, den Lautsprecherträger sowie den Verkehrsreglern der Feuerwehr Uetzing.

Uetzinger Wallfahrer sind wohlbehalten zurück
Aufbruch in Gößweinstein: Am Sonntag ging es zurück nach Uetzing. Foto: Gerd Klemenz

Eine Umarmung und Blumen zur Begrüßung in Serkendorf

Die beiden Begleitfahrzeuge stellten Diana Tischer und Andreas Ultsch zur Verfügung. Sie waren mit Gepäckstücken und teilweise mit Musikinstrumenten beladen. Am „Schlockenstein“ bot die Familie Reinhardt aus Uetzing den Pilgern eine Stärkung an, was die trockenen Kehlen auch zu schätzen wussten.

Mit aller Herzlichkeit wurden die Wallfahrer von ihren Angehörigen in Serkendorf empfangen. Dabei waren eine Umarmung und das Überreichen von Blumen Gesten der Freude und des Wiedersehens. An der dortigen Marienkapelle sprach die Serkendorfer Mesnerin Kerstin Weis ein kurzes Gebet. Dann ging es weiter nach Uetzing. Unter Glockengeläut zog die Schar feierlich durch die Straßen hoch zur Pfarrkirche.

 

Schlagworte