BAD STAFFELSTEIN

Tourismusausschuss Bad Staffelstein besucht Rehaklinik

Tourismusausschuss Bad Staffelstein besucht Rehaklinik
Der Tourismusausschuss besichtigt die Rehabilitationsklinik Lautergrund. Foto: Anne Maria Schneider

Die Rehabilitationsklinik Lautergrund hatte kürzlich den Tourismusausschuss zu Besuch. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die Klinik auch für den Tourismus in der Badstadt ist.

Kaufmännischer Leiter Matthias Lebert und Chefarzt Dr. Dieter Deuerling nahmen die Stadt- und Beiräte in Empfang und zeigten ihnen das Bewegungsbad sowie die Therapieräume und Patientenzimmer. Lebert erläuterte, dass in der Klinik etwa 120 Angestellte beschäftigt sind, die sich um Patienten in 180 Betten kümmern. Somit stellt die Rehaklinik einen großen Arbeitgeber im Stadtgebiet Bad Staffelstein dar.

Die Rückmeldungen der Patienten fielen positiv auf: Nicht nur die Klinik werde gut bewertet, sondern auch die Stadt Bad Staffelstein und die Umgebung. Lebert betonte, dass gute funktionierende touristische Angebote auch für die Kliniken wichtig ist, da die Patienten sie genauso nutzen wie die Möglichkeiten der medizinischen Einrichtungen.

Patienten können ab Juli 2023 nach dem Wunsch- und Wahlrecht der deutschen Rentenversicherung frei wählen, wo sie ihre Reha antreten möchten. Erkennbar sei, dass viele ehemalige Patienten später für einen Urlaub mit ihrer Familie zurück nach Bad Staffelstein kommen.

Tourismusausschuss Bad Staffelstein besucht Rehaklinik
Thermenkönigin Vanessa I. am Infostand in der Goethe-Galerie Jena. Foto: Barbara Deuerling

Übernachtungszahlen weiter auf gutem Weg

Anschließend präsentierte Anne Maria Schneider, Leiterin des Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein, die Gästestatistik von Januar bis September 2022. Im Vergleich zum Corona-Jahr 2021 konnte sowohl bei den Übernachtungen als auch bei den Gästezahlen ein großes Plus verbucht werden. Es wurden etwa 81 Prozent der Übernachtungen und 83 Prozent der Gästezahl des Jahres 2019 erreicht.

Schneider stellte eine Studie des deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) mit den Zahlen aus 2017 vor: Demnach spiele der Tourismus durch Steuereinnahmen, ortsgebundene Arbeitsplätze und Einnahmen durch Kur- und Fremdenverkehrsbeiträge eine große wirtschaftliche Rolle. Außerdem steigere er die Attraktivität und die Lebensqualität für Einheimische wie Gäste. Der Bruttoumsatz des Tourismus in Bad Staffelstein lag im Jahr 2017 bei 124,8 Millionen Euro.

Werbung in Online-Medien immer wichtiger

Im Marketingbereich stelle sich der Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein bei der Bewerbung neuer Zielgruppen weiterhin breit auf. In den vergangenen Monaten seien einige Kooperationen mit dem Bayerischen Heilbäderverband, wie zum Beispiel eine große Print- und Onlinekampagne mit dem Thema „Allergikerfreundliche Kurorte“ sowie eine Newsletter-Kampagne unter dem Motto „Höchste Auszeit“ umgesetzt worden. Auch verschiedene Social-Media-Kampagnen zu den Themen Wellness, Genuss und Bier seien realisiert worden und hätten sehr gute Reichweiten erzielt.

Im nächsten Jahr sollen auch wieder „Influencer“ dabei helfen, Bad Staffelstein in der jüngeren Zielgruppe bekannt zu machen. Aber auch im Print-Bereich werde weiterhin im gesamten Bundesgebiet auf die Vorzüge der Kurstadt aufmerksam gemacht, und das in Millionenauflagen. Neben der Präsentation in Print- und Online-Medien sei auch die Werbung vor Ort sehr bedeutungsvoll. Barbara Deuerling vom Team des Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein und Thermenkönigin Vanessa I. waren vor Kurzem mit einem Werbestand in der Goethe-Galerie in Jena vertreten.

Als weiteres wichtiges Medium bezeichnete Schneider den Gästefragebogen, auf dem Besucher der Badstadt neben positiven Eindrücken auch Verbesserungsvorschläge mitteilen können. Der Kur & Tourismus Service möchte diesem Fragebogen im kommenden Jahr attraktiver gestalten, um mehr Anreiz zum Ausfüllen zu schaffen. Hans-Josef Stich, Werksleiter der Obermain Therme, freute sich über verschiedene Auszeichnungen, die die Obermain Therme vor Kurzem erhalten hat. Er informierte darüber, dass alle Saunen in Betrieb sind und zu keinem Zeitpunkt abgestellt waren. Auch die Wassertemperatur werde auch in Zukunft nicht gesenkt.

Obermain Therme bleibt auch in Energiekrise Besuchermagnet

Die Obermain Therme sei der Meinung, dass dies die falsche Stelle wäre um zu sparen. Viele andere Thermalbäder, die Sparmaßnahmen wie eine Senkung der Wassertemperatur umgesetzt haben, verzeichneten insgesamt weniger Besucher, was einen größeren Verlust darstelle als die Mehrkosten an Energie. Auch im Sport- und Spaßbad Aqua Riese werde die Wassertemperatur nicht gesenkt. Martin Lüders von der Freizeit GmbH zeigte sich sehr zufrieden mit den Besucherzahlen. (red)

 

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