Spielzeugladen am Bad Staffelsteiner Marktplatz wird Café

BAD STAFFELSTEIN

Spielzeugladen am Bad Staffelsteiner Marktplatz wird Café

Das Geschäft der mittlerweile verstorbenen Anneliese Walter am Marktplatz in Bad Staffelstein besaß Kultcharakter. Jeder kannte den Laden, in dem es allerhand Spielsachen und Andenken zu erwerben gab. Nach einem zeitweiligen „Dornröschenschlaf“ wird dem Anwesen nun neues Leben eingehaucht – und zwar auf gastronomischer Ebene. Der Bauausschuss widmete sich in seiner Sitzung nun einem entsprechenden Bauantrag.

Im Ober- sowie im Dachgeschoss des Gebäudes sollen dem Umbauantrag zufolge jeweils Wohnräume entstehen. Viel interessanter für die Allgemeinheit sein dürfte allerdings die Tatsache, dass der Antragsteller im Erdgeschoss die Errichtung eines Cafés mit rund 30 Plätzen plant.

Anordnung der Fenster soll gleich bleiben

Wie Bauamtsleiter Michael Hess in der von Zweitem Bürgermeister Hans-Josef Stich geleiteten Sitzung im Mehrzweckraum der Adam-Riese-Halle ausführte, sind an der dem Marktplatz zugewandten Häuserfront des Anwesens wieder Glasscheiben-Elemente angedacht. Die Änderungen im Obergeschoss bezeichnete Hess als „marginal“, die bisherige Anordnung der Fenster soll im übrigen gleich bleiben.

Eigentlich sind zwei Stellplätze nötig für das Vorhaben. Allerdings sind Hans-Josef Stich und die Mitglieder des Bauausschusses Realisten genug und sprachen die Schwierigkeit an, im Ortszentrum dafür Raum zu generieren. „Natürlich wäre es schön, wenn der Antragsteller hier eine Lösung fände, ansonsten wäre halt eine Ablösung notwendig“, so der Zweite Bürgermeister hierzu pragmatisch. Nach Wortmeldungen, die das Umbauprojekt als „Aufwertung in der Innenstadt“ lobten, stimmte das Gremium dem entsprechenden Bauantrag ohne Gegenvotum zu.

Drei dreigeschossige Reihenhäuser im Kunigundenweg genehmigt

Neue Nachbarn bekommen die Bürger im Kunigundenweg, wo in direkter Nähe zur Auwaldstraße auf einem rund 1300 Quadratmeter messenden Areal drei zusammenhängende dreigeschossige Reihenhäuser geplant ist, wie aus dem eingegangenen Bauantrag hervorgeht. Der künftige Reihenhaus-Komplex in vorgeschriebener Satteldachform weist eine Länge von 24,35 Metern, die bebaute Grundfläche beträgt 340 Quadratmeter.

Auf einer Gesamtlänge von 27 Metern entstehen im Zuge dessen sechs Fertigteil-Garagen in Flachdachkonstruktion.

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or dem Hintergrund, dass die Bahnlinie am künftigen Bauareal direkt vorbeiführt, wird der Garagenkomplex quasi zugleich als Lärmschutz dienen. Die Planungen beinhalten außerdem die Errichtung von drei Auto-Stellplätzen.

„Ich sehe das Ganze positiv, hier wird eine Baulücke geschlossen.“
Walter Macktert zu den geplanten Reihenhäusern im Kunigundenweg

„Ich sehe das Ganze positiv, hier wird eine Baulücke geschlossen“, fand Walter Mackert von der CSU. Das Gremium sah keine Hindernisgründe, votierte einstimmig für den Antrag.

Büroräume im evangelischen Gemeindehaus

Mit ihrem Vorhaben loslegen kann auch die evangelische Kirche in Bad Staffelstein: Betreffend ihres Gemeindehauses in der Balthasar-Neumann-Straße will man im Obergeschoss die Räume zum Zwecke der Büronutzung umbauen, reichte hierzu einen Änderungsantrag ein. „Äußerlich ändert sich nichts“, meinte Bauamtsleiter Hess lapidar. Keine Überraschung war daher der auch hier einstimmige Beschluss.

Weiterhin auf der Agenda der Tagesordnung stand eine Tektur zum bereits genehmigten Bauantrag betreffend der Errichtung einer Güllegrube im Stadtteil Grundfeld. Bauamtsleiter Hess erläuterte kurz die eingetretene Änderung beim Vorhaben nahe der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Grundfeld und Reundorf. Die neue Planung sieht einen Durchmesser der Güllegrube von 20 Meter statt wie bisher 24 Meter vor, dafür reicht sie mit nun sechs Metern etwas tiefer als ursprünglich geplant in den Boden hinein. Das Gremium befürwortete die entsprechende Anpassung des Bauantrags.

Keine Einwände gegen Vorhaben der Nachbargemeinde

Zwischen Ebensfeld und Unterneuses werden im Bebauungsgebiet „Gewerbegebiet Nord III“ mit dem derzeit laufenden Verfahren die Voraussetzungen für eine Vergrößerung der Gewerbegebietsfläche geschaffen. Im Zuge der derzeitigen frühzeitigen Beteiligung wird nun der Bauausschuss der Stadt Bad Staffelstein um Stellungnahme aus Sicht der Nachbarkommune gebeten. Mit einer Gegenstimme wurde beschlossen, in Richtung des Marktes Ebensfeld zu signalisieren, dass die Belange der Stadt Bad Staffelstein hierdurch nicht tangiert werden.