Solidarität mit Vanuatu beim Weltgebetstag in Altenbanz

ALTENBANZ

Solidarität mit Vanuatu in Altenbanz

Zum Thema „Worauf bauen wir” lud der Frauenbund Banzgau zum Gottesdienst anlässlich des Weltgebetstags in die Laurentiuskirche in Altenbanz ein. Gemeinsam feierten die Frauen über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg den Weltgebetstag und beteten um Frieden auf der ganzen Welt. Die Gottesdienstordnung wurde in diesem Jahr von den Frauen aus Vanuatu entworfen.

Monika Eichhorn begrüßte die zahlreichen Gottesdienstbesucher und gab Informationen über das Südseeparadies. Vanuatu besteht aus 83 Inseln und liegt zwischen Australien, Neuseeland und den Fidschiinseln. Kein zweites Land weltweit leidet so stark unter dem Klimawandel. Vanuatu wird von verheerenden Zyklonen, Erdbeben, Tsunamis und aktiven Vulkanen heimgesucht. Der Meeresspiegel steigt und steigt. Ein großes Thema ist auch die Gewalt gegen Frauen in diesem Land. 60 Prozent der Frauen berichten, dass sie bereits Gewalterfahrung in der Partnerschaft erlebt haben.

„Worauf bauen wir?“, fragen die Frauen aus Vanuatu. Sie luden datz ein, an Althergebrachtem zu rütteln und sich neu zu vergewissern, ob das Haus des Lebens auf sicherem Grund steht. „Oder haben wir nur auf Sand gebaut?“, fragte Monika Eichhorn.

Die Frauen aus Vanuatu träumen von einer besseren Zukunft

Frauen des Frauenbund-Vorstands verkörperten die drei Frauen aus Vanuatu Rhetoh, Mothy und Jacklynda. Rhetoh ist eine junge Frau, die aus finanziellen Gründen keine Ausbildung bekam. Sie setzte ihre ganze Hoffnung auf Gott. In der Kirche konnte sie ihren Hunger nach Bildung stillen und so etwas lernen. Sie ist jetzt in der Lage ihre Familie finanziell zu unterstützen.

Mothy musste schon als Kind ausziehen und ihr Essen auf der Straße suchen. Dann begegneten ihr Menschen, die ihr sagten, dass Gott sie liebe. Dieses Vertrauen wuchs in ihr und wurde zum Fundament ihres Lebens. Jacklynda hatte den Traum, im Tourismus zu arbeiten. Sie zog vom Land in die Stadt. Da sie allerdings keine Ausbildung hat, bekam sie auch keine Stelle. Sie betet darum, dass auch die Jugendlichen in den Dörfern sich entwickeln können.

Ein Stück Ingwerkuchen nach einem Rezept aus Vanuatu gebacken

Die Kollekte im Gottesdienst wurde für die Frauen aus Vanuatu gesammelt. Da aufgrund der momentanen Situation keine Feier mit Spezialitäten aus dem Land stattfinden konnte, erhielt jeder Gottesdienstbesucher am Ende einen Ingwerkuchen in Muffinform, nach einem Rezept aus Vanuatu gebacken, mit nach Hause.