SERKENDORF

Serkendorf: Ministerin Kaniber entzückt vom Café

Serkendorf: Ministerin Kaniber entzückt vom Café
Applaus für ein gelungenes Projekt. Foto: red

Die ehemalige Landheimer Klostermühle gibt es schon seit fünf Jahrhunderten am Rande des 50 Einwohner zählenden Dörfchens Serkendorf, direkt am Döbertenbach gelegen. So hohen Besuch wie jüngst aber dürften die Besitzer des geschichtsträchtigen Orts wohl aber selten begrüßt haben: Michaela Kaniber, die bayerische Landwirtschaftsministerin, machte Giulia Dell`Orto und Stefan Dinkel ihre Aufwartung.

Grund war die Einweihung des neu geschaffenen Mühlencafés, zu dem die Gäste eingeladen hatten. Zum Ensemble gehören eine Bäckerei, das Wohnhaus der Betreiberfamilie und eine historische, denkmalgeschützte Mühle - genannte ehemalige Langheimer Klostermühle, im jetzigen Bestand erbaut im Jahr 1720.

Wer, hungrig und durstig nach einer Wanderung in der Fränkischen Schweiz, im Döbertengrund ein Café oder eine Einkehrmöglichkeit zur Mittagszeit suchte, blieb bisher erfolglos. Durch den Neubau und die Eröffnung des Cafés der Mühlenbäckerei ändert sich dies. Durch die Baumaßnahmen wurde das Gebäudeensemble erhalten und die bauliche Struktur nach dem Brand des ehemaligen Kuhstalls im Jahr 2011 wiederhergestellt.

Serkendorf: Ministerin Kaniber entzückt vom Café
Pfarrer i.R. Hans Hübner segnete die Räume. Foto: red

„Im Dreiklang von Café, Bäckerei und Mühle wollen wir die handwerkliche Tradition sowie den Weg vom Korn zum Brot erlebbar und sichtbar machen“, so Inhaber Stefan Dinkel. An der Stelle des abgebrannten Kuhstalls errichteten Giulia Dell`Orto und er ein neues Gebäude: das Mühlenhof-Café. Die Eigentümer haben viel Geld in die Hand genommen, um das Anwesen so herzurichten. Finanzielle Unterstützung bekamen sie für den Erhalt sowie die Sanierung der historischen Bausubstanz und die Schaffung des Gastronomiebetriebes über das Dorferneuerungsprogramm.

„Wir als Amt für Ländliche Entwicklung fördern in der Dorferneuerung auch gezielt Kleinstunternehmen der Grundversorgung im ländlichen Raum“, sagt Amtsleiter Lothar Winkler. Weitere Fördergeber, wie die Regierung von Oberfranken, unterstützten die Bauherren ebenfalls finanziell.

Serkendorf: Ministerin Kaniber entzückt vom Café
Staatsministerin Michaela Kaniber (2. v. li.) statte jüngst dem Mühlenhof von Stefan Dinkel (re.) in Serkendorf einen Be... Foto: red

Staatsministerin Michaela Kaniber beglückwünschte die Gastgeber mit viel Lob zu ihrem Projekt: „Mit Mut und Geschick haben Sie es geschafft, die jahrhundertealte bauliche Struktur eines fränkischen Dreiseithofes zu erhalten und gleichzeitig etwas ganz Neues zu entwickeln, alles Gute und viele zufriedene Kunden.“

Der Uetzinger Pfarrer i.R. Hans Hübner segnete die Räume. Inhaber Stefan Dinkel blickte auf die Baumaßnahmen zurück. „Die Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken in Höhe von 200 000 Euro ist hier sehr gut angelegt“, zeigte sich Kaniber überzeugt. „Weitere Förderanträge im Bereich der Privatförderung sind gestellt und teilweise schon umgesetzt. Es freut mich, dass auch hier die Ländliche Entwicklung helfen kann.“ (red)

Serkendorf: Ministerin Kaniber entzückt vom Café
Pfarrer i.R. Hans Hübner segnete die Räume. Foto: red

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