BAD STAFFELSTEIN

Seniorennachmittag in Bad Staffestein

Seniorennachmittag in Bad Staffestein
Seniorenbeauftragter Walter Mackert, sein Stellvertreter Harald Konietzko und Bürgermeister Mario Schönwald betrachten einen Zeitungsbericht von 2007: da stellten Mackert und Anne Maria Schneider gerade die Buslinien für den neuen Seniorennachmittag zusammen. Foto: Monika Schütz

Das 31. Mal ist es heuer. Dabei sind seit der Einführung im Jahr 1987 weit mehr als 31 Jahre vergangen. Zieht man die beiden Coronajahre ab, bleibt immer noch ein kleines Minus. Die Erklärung ist einfach, schmunzelte Walter Mackert, Seniorenbeauftragter der Stadt. Nach zwei Jahren der Pandemie wird ja in wenigen Tagen endlich wieder ein Seniorennachmittag stattfinden können. „Zeit, um mal ein bisschen in der Historie zu graben“, meinte er beim Pressegespräch im Rathaus und kramte einen alten Zeitungsbericht heraus.

Für Bürgermeister Mario Schönwald war das nicht uninteressant: sah er doch nicht nur Anne Maria Schneider und Mackert zum Zeitpunkt 2007, sondern auch beeindruckende Bilder von der Veranstaltung an sich. Rund 500 Mitbürger über 65 Jahren waren eingeladen und in die Adam-Riese-Halle gekommen. Der ursprüngliche Ablauf des „Altennachmittages“ - so hieß es lange Jahre, war da noch ein ganz anderer. Mehrere Busse holten die Senioren in ihren Dörfern ab und brachten sie zu schönen Ausflugszielen in Oberfranken, Mittelfranken und in die Rhön. Reinhard Leutner war damals Bürgermeister: er hatte die Idee. Die Gäste genossen die kurzweiligen Ausflugsfahrten sehr, auch die anschließende Brotzeit in der Adam-Riese Halle gehörte damals wie heute zum gemütlichen Tagesausklang.

Rettung durch einen großzügigen Spender

Doch das sollte nicht ewig währen: „2003 war die Kasse sehr knapp, wir hatten eine interne Haushaltssperre und alle freiwilligen Ausgaben wurden überprüft“, erinnerte sich Mackert. Unter anderem sei damals sogar die Kindergartenlinie gestrichen worden. Bald darauf hieße es: „Wenn wir die streichen, kann man den Altennachmittag auch nicht mehr schaffen!“ Er wurde ebenfalls eingestellt. Dann gab es eine Überraschung: der Staffelsteiner Bürger Karl Schardt vermachte der Stadt zwei Jahre vor seinem 90. Geburtstag eine große Geldsumme: 20.000 Euro. Schardts Maßgaben für das gespendete Geld waren klar definiert: es solle ausdrücklich für den Altennachmittag verwendet werden.

Um besser ins Gespräch zu kommen

Es durfte also weitergehen. Neustart und gleichzeitig auch ein neuer Ablauf. Die Verantwortlichen und Gäste überlegten: das Gespräch, die Unterhaltungen blieben bei einer Busreise immer etwas auf der Strecke. Es saßen nur die zusammen, die sowieso immer zusammen saßen. So entschloss man sich, anstelle der Fahrt einen Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und buntem Unterhaltunsgprogramm anzubieten. Die Einlage einer Turnergruppe war stets das Highlight: Ju-Jutsu, Turnen oder Ballett, dazu lustige Moderationen, unterhaltsame Musik und zu Beginn ein kleines Gebet mit den beiden Staffelsteiner Geistlichen - das hatte schnell festen Bestand im Veranstaltungskalender der Stadt.

Auch das Datum des Seniorennachmittages - wie er nun hieß- wurde geändert: von Oktober auf jenen Mittwoch im September, der vor dem Schulanfang liegen würde, erklärte Harald Konitzko, stellvertretender Seniorenbeauftragter. So würde man sich nicht mit dem Schulsport in die Quere kommen.

Heuer wird es wieder etwas Neues geben: eine rund zehnminütige Aufklärung durch die Polizei über die immer dreister vorgehenden Betrüger beim sogenannten Enkeltrick, aber auch etwas Erfreuliches: „Wir haben einen Zauberer bestellt“, leuchteten Mackerts Augen. Er wird jedoch keine Bühne haben, sondern zu den Gästen an die Tische kommen. Jeder solle ihn gut sehen und hören können. Wenn sich die Senioren dann gegen Abend ihre kesselfrische Gelbwurst mit hausgemachtem Kartoffelsalat schmecken lassen, könnten sie wahrscheinlich nur erahnen, wie viele Helfer im Vorfeld beschäftigt waren, damit dieser Tag ein ganz besonderer wird. Großes Lob zollte Bürgermeister Mario Schönwald den ehrenamtlichen Helfern von Frauenbund, Frauenunion, SPD 60+, dem TSV-Team, Hausmeister Jürgen Dietz, den Bauhofmitarbeitern und nicht zuletzt den Stadträten, die an dieserm Tag den Ausschlank übernehmen würden. „Ich freu mich auf die Veranstaltung!“, war Bürgermeister Schönwald begeistert.

Am 14. September ist es endlich soweit

Am Mittwoch, 14. September, findet ab 14.30 Uhr in der Adam-Riese-Halle der 31. Seniorennachmittag der Stadt Bad Staffelstein statt. Es wird ein buntes Programm mit verschiedenen Showeinlagen angeboten. Die Band „Mainfieber light“ sorgt für die musikalische Unterhaltung. Alle Teilnehmer aus den Stadtteilen möchten sich bitte bis zum 9. September bei ihren Ortssprechern oder Ortsbeauftragten anmelden. Für die Hin- und Rückfahrt ist eine Buslinie eingerichtet.

Die Bürgerinnen und Bürger aus Bad Staffelstein werden gebeten, sich im Kur & Tourismus Service, im Einwohnermeldeamt – Rathaus, Erdgeschoss, Zimmer Nr. 3 und 4, oder unter der Telefonnummer 4112 anzumelden.

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