VIERZEHNHEILIGEN

Segen Gottes für Fahrer und Gefährte in Vierzehnheiligen

Der Segen Gottes für Fahrer und Gefährte in Vierzehnheiligen
Franziskanerpater Stanislaus segnet das ehemalige Feuerwehrauto. Foto: Gerd Klemenz

Zur Ehre des heiligen Christophorus gedachten am Sonntagnachmittag Gläubige in der Basilika Vierzehnheiligen des Schutzpatrons der Autofahrer. Unter Einhaltung der Corona-Auflagen fand zunächst eine kurze Andacht statt, bevor die Fahrzeuge auf dem bis zum letzten Platz gefüllten Basilikavorplatz gesegnet wurden.

Der Segen Gottes für Fahrer und Gefährte in Vierzehnheiligen
Pater Stanislaus hielt zunächst die Andacht in Basilika. Anschließend segnete er die Fahrzeuge auf dem Vorplatz. Foto: Gerd Klemenz

„Es gibt heute einen besonderen Segen, der uns auf all unseren Wegen begleitet. Wenn wir uns an den Nothelfer Christophorus, den Schutzpatron der Fahrer, wenden, dann bitten wir ihn um seine Fürsprache bei Gott, um den Segen für uns alle, die wir in unseren Fahrzeugen unterwegs sind“, so Pater Stanislaus zu Beginn. „Der Segen soll bewirken, dass Sie sich auf Ihren Wege geborgen fühlen. Dieser Segen soll uns alle daran erinnern, dass Gott selbst unser Wegbegleiter ist“, führte der Franziskanerpater weiter aus.

Ein ausgemustertes Feuerwehrauto unter Gottes Segen gestellt

Der Segen Gottes für Fahrer und Gefährte in Vierzehnheiligen
Pater Stanislaus segnete auch Fahrräder am Sonntagnachmittag in Vierzehnheilgen. Foto: Gerd Klemenz

Gemeinsam wurde die „Litanei zu Ehren der Heiligen Vierzehn Nothelfer“ gebetet. Nach der Andacht lud Pater Stanislaus die Gläubigen zur Fahrzeugsegnung ein, was diese auch gut annahmen. Viele Autos sowie Fahrräder und auch ein Traktor waren auf den Vorplatz der Basilika abgestellt. Geduldig machten sich der Franziskanerpater auf den Weg, um Gefährte und Fahrer zu segnen.

Florian Fischer kam mit einem ausgemusterten Feuerwehrauto aus den 1990-er Jahren den „Heiligen Berg“ hoch. „Das Auto ist genau so alt wie ich. Das 220 PS starke Gefährt hab ich erst kürzlich in Bochum erworben. Ich werde es in meinem Garten- und Landschaftsbaubetrieb einsetzen“, erzählte er.

„Es gibt mir ein gutes Gefühl, denn ich bin sehr viel im Straßenverkehr unterwegs.“
Manuel Würstlein, Unterzettlitz
Der Segen Gottes für Fahrer und Gefährte in Vierzehnheiligen
Manuel Würstlein ließ seinen neuen Fendt-Traktor von Pater Stanislaus mit Weihwasser segnen. Foto: Gerd Klemenz

Manuel Würstlein aus Unterzettlitz ließ seinen neuen 130 PS starken Fendt 313 segnen. Für den 27-jährigen Nebenerwerbslandwirt ist diese Segnung wichtig. „Was die mit den Autos können, können wir doch mit den Bulldogs auch. Es gibt mir ein gutes Gefühl, denn ich bin sehr viel im Straßenverkehr unterwegs“, erklärte Würstlein. „Wenn man ein neues Fahrzeug kauft, sollte es auch gesegnet werden“, fügte seine Begleiterin an.

Der Segen Gottes für Fahrer und Gefährte in Vierzehnheiligen
Der ganze Basikavorplatz war voller Fahrzeuge am Sonntagnachmittag bei der Fahrzeugsegnung. Foto: Gerd Klemenz

Die katholische Kirche feiert nach alter Überlieferung am 24. Juli das Fest des heiligen Christophorus. Die Legende sagt, dass der Heilige das Christuskind durch einen Strom trug. Deshalb nennt man ihn auch den Christusträger.

Unterschiedliche Legenden im Osten und Westen

Der Segen Gottes für Fahrer und Gefährte in Vierzehnheiligen
Ein alter Brauch: Über die Autos, Fahrräder und natürlich die Menschen, die sie fahren, ruft Pater Stanislaus den Segen ... Foto: Gerd Klemenz

In den östlichen Legenden soll Christophorus ein hundsköpfiges Ungeheuer sein, das erst durch die Taufe zum Menschen wurde. In den westlichen Legenden wird vom Christophorus erzählt, dass er dem Mächtigsten dienen wollte. Er schloss sich dem Teufel an, doch als er sah, dass dieser Angst vor dem Bildnis des gekreuzigten Herrgotts hatte, wusste Christophorus, dass dieser nicht der Mächtigste ist. 40 Jahre lang trug Christophorus die Menschen über den Strom, bis er eines Tages das Jesuskind trug, in dem er seinen wahren Herren erkannte.

Der Segen Gottes für Fahrer und Gefährte in Vierzehnheiligen
Da so viele Menschen mit ihren Fahrzeuge gekommen waren, musste Mesner Tobias Hartmann (li.) das Weihwasser nachfüllen. Foto: Gerd Klemenz

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