KLOSTER BANZ

Rosenkranzfest in der Stiftskirche Banz

Dekan Lars Rebhan zelebrierte den Festgottesdienst zum Rosenkranzfest in der Stiftskirche zu Banz. Foto: red

Am vergangenen Sonntag feierte man das traditionelle Rosenkranzfest in der Stiftskirche Banz. In der Benediktinerzeit war es der Höhepunkt des Kirchenjahres im Banzer Stift. Erstmals konnte man diesen Festgottesdienst auch im Internet per Video mitverfolgen. Eva Russwurm, ehrenamtliche BDKJ-Diözesanvorsitzende, kümmerte sich um die Übertragung, und wie sich zeigte, ist es ihr sehr gut gelungen.

„Im zweiten Lockdown haben wir uns mit einigen Jugendlichen aus dem Seelsorgebereich Frankenwald überlegt, wie wir Kirche und Gottesdienst für viele Personen zur Verfügung stellen können, vor allem, wenn in den Gotteshäusern nicht alle Menschen Platz finden. Daraufhin ist der YouTube-Kanal „Seelsorgebereich Frankenwald“ entstanden“, erzählte Eva Russwurm. Mit erprobter Technik konnte also auch der Gottesdienst zum Rosenkranzfest aus Kloster Banz live übertragen werden.

„Die größte Herausforderung bildet die Übertragung durch das Internet in den Kirchen; weiß Eva Russwurm. Oft werde das Mobilfunknetz genutzt und über LAN-Kabel in die Kirche übertragen. Zur Veranschaulichung und Beteiligung der Zuschauerinnen und Zuschauer werden Liednummern und Evangeliums- sowie Lesungstexte eingeblendet. Am Computer verfolgt immer ein Techniker oder eine Technikerin die Qualität der Übertragung und übernimmt die Einblendungen und Steuerung.

Am Computer verfolgt Eva Russwurm die Qualität der Übertragung und übernimmt die Einblendungen und Steuerung. Foto: red

Der Stream ist auch weiterhin über den YouTube-Kanal des Seelsorgebereichs Frankenwald unter „Festgottesdienst zum Rosenkranzfest in der Stiftskirche Banz“ verfügbar und kann angeschaut werden. Pfarrvikar Christian Montag begrüßte eingangs die Gläubigen und freute sich ganz besonders, dass für dieses herausragende Ereignis als Hauptzelebrant Dekan Lars Rebhan zugesagt hat. „Wenn wir heute Rosenkranzfest feiern, dann tun wir das nicht um eine bestimmte Gebetsform in bestimmterweise zu ehren. Wenn wir dies heute tun und mit dem Sonntagsgottesdienst verbinden, dann tun wir dies, weil wir zu Jesus Christus kommen wollen, mit Maria. Vielleicht auch durch sie und durch das Gebet des Ave Maria, des Rosenkranzes - das vielen wertvoll ist“, so Dekan Rebhan in seinen Grußworten, der erstmals einen Gottesdienst in der Klosterkirche zelebrierte.

Markus Blomenhofer musikalisch an der Orgel

Den Festgottesdienst bereicherte Markus Blomenhofer musikalisch an der Orgel. „Wenn wir heute hier das Rosenkranzfest feiern, und wenn wir das mit der Feier des Sonntags verbinden, kommt ganz stark zum Ausdruck, dass uns auch diese Form des Gebets zu Christus führen will. Wir betrachten in jedem Gesätz einen Aspekt des Lebens, Sterbens und Auferstehens Christi“, betonte Dekan in seiner Predigt. Wie innere Bilder können beim meditativen Rosenkranzgebet die Ereignisse des Lebens Jesu in uns aufsteigen. Und manchmal wird uns beim Rosenkranzgebet, wenn wir in eine meditative Haltung kommen, ein neuer Zugang zu einem Aspekt von Christus geschenkt. „Das Rosenkranzgebet, meditativ betrachtet, kann uns zu Christus führen, durch die Bilder, die es uns in den einzelnen Gesätzen innerlich vor Augen führt. Und genau das ist auch der Sinn dieses Gebetes, und auch angelegt in dem Gerüst – dem Gebet des Ave Maria“, so Lars Rebhan weiter. Das Gebet zu Maria, der Blick auf sie, verstellt uns nicht den Weg zu Christus, sondern es öffnet den Blick auf Christus. Das ist ganz in der Absicht in der Intention von Maria.

Pfarrvikar Christian Montag (li) begrüßt Dekan Lars Rebhan im Banzgau zum Festgottesdienst in der Stiftskirche. Foto: red

Nun ging der Dekan auf ein neueres, modernes Marienlied „Du, meine Mutter“ von Dekan Martin ein, dass nach der Predigt gesungen wurde. „Wir stellen uns im Lied und im Rosenkranzgebet quasi auch neben Maria, sind wie die Jünger mit ihr im Gebet verbunden, und richten uns auf ihn hin aus. Daher ist das Rosenkranzgebet durchaus auch ein christologisches Gebet, und wir könne es gemeinsam vor dem ausgesetzten Allerheiligsten beten“, so der Dekan zum Schluss. Am Ende des Festgottesdienstes bedankte sich der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Matthias Poschpischil im Namen der Pfarrei Banz beim Dekan für seinen Besuch im Banzgau. Am Nachmittag waren alle zum feierlichen Rosenkranz mit der Singgruppe Banzgau eingeladen.

Dank für den Sieg der christlichen Flotte

Das Rosenkranzfest, wurde von Papst Pius V. (Papst 1566–1572) als Gedenktag „Unserer Lieben Frau vom Siege gestiftet, der damit seinen Dank für den Sieg der christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto 1571 ausdrücken wollte. Es wurde am ersten Sonntag im Oktober begangen. Schon 1573 wurde es von Papst Gregor XIII. in Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz umbenannt. Im Jahre 1716, nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen unter dem Kommando des Prinzen Eugen von Savoyen über das Osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein, nahm man das Fest in den Römischen Generalkalender auf. Im Jahr 1913 legte man es auf den 7. Oktober fest. (red)

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